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Nürnberg begründet Einspruch Hecking hofft für Jatta auf schnelle Lösung

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Hecking betont: Es geht um einen Menschen - nicht nur um einen nüchternen Fall.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Zweifel an der Identität von HSV-Profi Jatta sorgen in der 2. Fußball-Bundesliga weiterhin für Verwirrung. Noch ist unklar, ob sie Folgen für einige Spielwertungen haben. Hamburgs Coach Hecking stärkt seinem Spieler derweil den Rücken - und Nürnberg erklärt seinen Einspruch.

Im Fall Bakéry Jatta wünscht sich dessen Trainer Dieter Hecking eine baldige Klärung im Bezug auf die vermeintlichen Zweifel an der Identität des Fußballprofis. "Ich hoffe, dass spätestens vor dem Derby gegen den FC St. Pauli in zwei Wochen das Thema uns alle endlich in Ruhe lässt", betonte der Coach des Zweitligisten Hamburger SV. "Es geht weniger um den HSV, es geht um die Person Bakéry Jatta. Irgendwann ist es auch wirklich gut. Wir haben alles dazu gesagt." Der FC St. Pauli und der HSV treffen am 16. September aufeinander.

Nach einem Bericht des Magazins "Sport Bild" soll es Zweifel an der Identität des HSV-Stürmers geben. Der in Gambia geborene Jatta könnte demnach einen anderen Namen haben und älter als von ihm angegeben sein. Jatta hat in dieser Woche beim zuständigen Bezirksamt Hamburg-Mitte eine Stellungnahme eingereicht. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hat Jattas Anwalt zudem die Kopie einer Geburtsurkunde aus dem Jahr 1998 vorgelegt. Außerdem gebe es einen Nachweis aus dem Geburtsregister Gambias, das den Namen Bakéry Jatta und das Geburtsdatum 6.6.1998 nennt. Auch der DFB-Kontrollausschuss befasst sich mit dem Fall.

Nürnberg legt Einspruch ein - und betont Integration

In einem "Sportbuzzer"-Interview hatte Hecking seinem Spieler bedingungslose Unterstützung zugesichert und die Behörden zum raschen Handeln aufgefordert. "Wir stützen den Spieler und werden wie eine Wand zusammen mit unseren Fans hinter ihm stehen. Er ist ein Top-Junge", sagte er. "Die Behörden müssen sich um diese Thematik kümmern, und ich hoffe, das passiert zeitnah im Interesse aller."

Wegen der Zweifel an der Identität Jattas haben der 1. FC Nürnberg, der VfL Bochum und der Karlsruher SC Einspruch gegen die Wertung ihrer Spiele gegen den HSV eingelegt. Alle drei Teams hatten gegen den Tabellenführer verloren. Die Franken haben inzwischen ihre Begründung eingereicht. Der Traditionsverein nahm den Schritt beim Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach eigenen Angaben am Freitag vor.

"Für den zugrundeliegenden Sachverhalt gibt es im deutschen Profifußball keinen vergleichbaren Fall oder allgemein anwendbare Handlungsmuster. Es geht dem 1. FC Nürnberg allein um die sportjuristische Klärung des Sachverhaltes. Die Entscheidung darüber obliegt nun dem zuständigen Sportgericht des DFB", hieß es in einer Stellungnahme. Die Klärung stehe den Werten des 1. FC Nürnberg nicht entgegen. "Der Club steht weiterhin für außerordentliches Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und tritt entschlossen für Integration und interkulturelle Verständigung ein."

Die Nürnberger hatten gegen den HSV am 5. August zuhause 0:4 verloren. Offensivspieler Jatta stand in der Startelf der Hamburger und spielte 65 Minuten. Hamburgs nächster Gegner Hannover 96 und auch der FC St. Pauli hatten angekündigt, auf einen Protest zu verzichten. Trainer Tim Walter vom VfB Stuttgart kritisierte die drei protestierenden Klubs. Wenn man es nötig habe, dass man "aufgrund irgendeines Umstandes die Punkte ergaunern will, dann hat es mit Sport nichts zu tun."

Quelle: n-tv.de, ara/dpa

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