Fußball

Reaktion auf Derby-Demütigung Hertha-Spieler boykottieren Fans - Magath versteht's

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Feierten den Sieg gegen den VfB Stuttgart: Fans von Hertha BSC.

(Foto: dpa)

Nach dem Schlusspfiff bejubeln die Hertha-Anhänger den wichtigen Sieg gegen Abstiegskonkurrent Stuttgart. Die Mannschaft bleibt jedoch geschlossen in der Kabine. Trainer Magath kann die Maßnahme seiner Spieler verstehen.

Felix Magath hat Verständnis für den Fan-Boykott der Hertha-Profis nach dem 2:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart geäußert. "Die Mannschaft ist schon letzte Woche nicht zu den Fans gegangen. Sie waren mit der Aktion nicht einverstanden. Das haben wir letzte Woche demonstriert, das ist in Ordnung so weit, dass die Spieler sich wehren gegen die Maßnahme damals", sagte der Trainer der Berliner.

Das Team um Kapitän Dedryck Boyata und Antreiber Kevin-Prince Boateng war nach dem wichtigen Sieg im Abstiegskampf geschlossen nicht zu den Anhängern in die Ostkurve des Olympiastadions gegangen. Dies war laut Torwart Marcel Lotka und Torschütze Davie Selke eine abgesprochene Reaktion auf die Demütigung durch die eigenen Anhänger nach dem 1:4 gegen Lokalrivale Union Berlin vor gut zwei Wochen. Damals hatten Fans die Spieler genötigt, ihre Trikots vor der Kurve auf den Boden zu legen.

"Wir haben uns als Mannschaft entscheiden, erst mal nicht in die Kurve zu den Fans zu gehen. Gegen Union war das nicht okay", sagte Lotka nach dem Spiel. Selke lobte allerdings auch die Unterstützung der mehr als 54.000 Fans im Olympiastadion: "Das tut sehr gut. Hier geht es einzig und allein um Hertha BSC. Das gilt für die Fans und auch für uns als Truppe. Wir sind froh, dass wir das heute hinbekommen haben. Dadurch konnten wir den Sieg in Augsburg vergolden."

Magath hofft auf eine Beruhigung der Situation im Schlussspurt der Saison. In den nächsten Tagen solle es dazu kommen, "dass sich beide Gruppen annähern". Man müsse sich "gemeinsam gegen den Abstieg stemmen", betonte der Trainer. Die Hertha hat nach dem Sieg gegen Stuttgart als Tabellen-15. vier Punkte Vorsprung auf die Schwaben auf dem Relegationsrang 16.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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