Fußball

DFL verweigert Ausnahme Holstein Kiel muss bei Aufstieg umziehen

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Holstein Kiel will unbedingt im eigenen Stadion bleiben.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Die Deutsche Fußball-Liga lehnt eine Ausnahmegenehmigung für das Stadion des Klubs Holstein Kiel ab. Im Falle des Aufstiegs in die Bundesliga drohen den Störchen damit Heimspiele in der Fremde. Doch der Klub kämpft weiter gegen den drohenden Umzug.

Holstein Kiel muss im Falle des Aufstiegs in die Fußball-Bundesliga wohl in ein anderes Stadion umziehen. Die Lizenzierungsabteilung der Deutschen Fußball Liga lehnte den Antrag auf Ausnahmegenehmigung der ab. Der als Relegationsteilnehmer feststehende Zweitligist kündigte an, diese Entscheidung "durch den Lizenzierungsausschuss überprüfen" zu lassen.

Das Holstein-Stadion ist mit seinem 12.000 Plätzen gemäß den DFL-Statuten zu klein für die Bundesliga. 15.000 müssen es sein, davon 8000 Sitzplätze. "Wir hoffen weiter, dass wir im Falle eines Aufstiegs unsere Heimspiele in Kiel austragen dürfen", sagte Holsteins Geschäftsführer Wolfgang Schwenke: "34 Auswärtsspiele wären nach einem sensationellen Aufstieg ungerecht."

Kiel baut eine neue Osttribüne

Das Stadion genüge den Sicherheitsanforderungen der DFL und böte alle Voraussetzungen, damit die Übertragung der Spiele dem geforderten Standard entspräche. "Dass unser Stadion zu wenig Plätze hat, geht deshalb allein auf unsere Kosten, aber stört den Spielbetrieb nicht", sagte Schwenke: "Wenn es keine Ausnahmen für solche Ausgangslagen gibt, wird es für Vereine wie Holstein Kiel, die keinen großen Investor im Rücken haben, unmöglich, ein Märchen wie unseres auch tatsächlich wahr werden zu lassen."

An den strukturellen Defiziten arbeite der Verein "intensiv", spätestens in der Saison 2019/2020 werde das Stadion durch den Neubau der Osttribüne über die erforderliche Kapazität von 15.000 Plätzen verfügen.

Das Team von Markus Anfang steht vor dem letzten Spiel als Dritter der zweiten Liga fest. In zwei Relegationsspielen am 17. und 21. Mai gegen den Tabellen-16. der Bundesliga hat Holstein die Chance, als erster Verein Schleswig-Holsteins ins Oberhaus aufzusteigen. Als Gegner kommen der SC Freiburg, der VfL Wolfsburg und der Hamburger SV infrage. HSV-Vorstand Frank Wettstein hatte einen Umzug der Kieler ins Volksparkstadion als unmöglich bezeichnet.

Quelle: n-tv.de, ara/sid

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