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Eine Aufstiegsfeier hat der KFC Uerdingen in dieser Saison bereits hinter sich.
Eine Aufstiegsfeier hat der KFC Uerdingen in dieser Saison bereits hinter sich.(Foto: dpa)
Montag, 04. Juni 2018

DFB erteilt Lizenz: KFC Uerdingen steigt endgültig in 3. Liga auf

Wegen eines möglichen Formfehlers beim Zulassungsverfahren bangt der KFC Uerdingen um seine Lizenz für die 3. Fußball-Liga. Nun gibt der DFB Entwarnung: Der Meister der Regionalliga West darf künftig in der dritthöchsten deutschen Spielklasse kicken.

Der KFC Uerdingen ist endgültig in die 3. Liga aufgestiegen. Der Zulassungsbeschwerdeausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) entschied einstimmig für den ehemaligen DFB-Pokalsieger und erteilt den Krefeldern die Lizenz für die Rückkehr in den Profibereich.

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"Die Voraussetzungen sind gegeben", erklärte DFB-Vizepräsident Rainer Koch in Frankfurt am Main. Nach eingehender Prüfung sei die 1,2 Millionen Euro schwere Liquiditätsreserve doch rechtzeitig vom KFC überwiesen, jedoch von der zuständigen Bank zu spät gutgeschrieben worden. Koch erläuterte, dass die Zahlung der Uerdinger von 1,2 Millionen Euro am 29. Mai um 7.50 Uhr bei der DFB-Bank geleistet worden sei. Doch weil der Betrag erst nach der 15.30-Uhr-Frist am gleichen Tag gutgeschrieben wurde, sah sich der Verband zu einer nochmaligen Überprüfung veranlasst.

Der SV Waldhof Mannheim reagierte irritiert auf die Entscheidung. "Ich sehe das eher schwierig aktuell. Ich werde mit Sicherheit nochmal mit dem DFB sprechen und mir das in einem persönlichen Gespräch erklären lassen", sagte Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp. Hätte der DFB dem KFC den Aufstieg verwehrt, wäre Mannheim Nutznießer gewesen. "Für beide Vereine waren die vergangenen Tage eine Extremsituation, für Uerdingen sicher noch mehr als für uns", sagte Kompp. "Wichtig ist, dass man für die Zukunft klarere Verhältnisse schafft und klare Fristen setzt."

In der vergangenen Woche saß der Schock in Uerdingen noch tief. Denn in den Playoffs gegen den Südwest-Zweiten Mannheim war der Mannschaft von Trainer Stefan Krämer mit 1:0 im Heimspiel und mit dem Sieg im Carl-Benz-Stadion sportlich der Durchmarsch in die Drittklassigkeit gelungen.

Nach Ausschreitungen von Waldhof-Fans hatte der DFB die entscheidende zweite Begegnung mit 2:0 für den KFC gewertet. Doch dann verkündete der DFB die zunächst niederschmetternde Nachricht, dass die geforderte Liquiditätsreserve des KFC Uerdingen möglicherweise erst nach Ablauf der Ausschlussfrist eingegangen sei. Die Nichteinhaltung der Frist hätte nach den Statuten zur Folge, dass die Bedingung nicht erfüllt ist und daher keine Zulassung erteilt werden könne.

Mäzen drohte mit Ausstieg

Zu diesem Zeitpunkt hatte der KFC mit großer Euphorie ("Der KFC ist wieder da") im Krefelder Rathaus längst den zweiten Aufstieg nacheinander gefeiert. Danach wurde es turbulent: Der Verein mit Präsident und Geldgeber Michail Ponomarew kontrollierte noch einmal alles und kam zu der Erkenntnis, alle Unterlagen komplett eingereicht zu haben "und allen Anforderungen rechtzeitig nachgekommen zu sein".

Der KFC vertrat von Beginn an eine klare Meinung. Im Lizenzverfahren habe der Verein "alle Punkte in vollem Umfang erfüllt, zu hundert Prozent transparent und korrekt gearbeitet und finanzielle Garantien in einer Höhe abgegeben, die in dieser Liga in Deutschland einmalig sind". Das Geld sei sogar zwei Mal überwiesen worden. "Unsere Garantien sind tadellos und finanziell die stärksten in der 3. Liga", hatte Ponomarew wissen lassen. Sollte der KFC nicht aufsteigen können, werde er sein Engagement beenden, hatte der Uerdinger Sponsor angekündigt.

Quelle: n-tv.de