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In beiden Strafräumen war während des Spiels richtig viel los.
In beiden Strafräumen war während des Spiels richtig viel los.(Foto: imago/Nordphoto)
Sonntag, 15. April 2018

Feiner Fußballfight ohne Sieger: Leipzig rettet sich vor K.o. in Bremen

Nach den heftigen Niederlagen gegen Leverkusen und Marseille droht RB Leipzig gegen mutige Bremer zur Pause der Pleiten-Hattrick. Einen weiteren Tiefschlag kann RB dank deutlicher Steigerung aber noch abwenden. Trotzdem wackelt das Saisonziel immer mehr.

Aus in der Europa League, Champions League in Gefahr: Drei Tage nach der 2:5-Pleite bei Olympique Marseille hat RB Leipzig auch sein Bundesligaspiel bei Werder Bremen nicht gewinnen können, aber immerhin die dritte Pleite binnen sieben Tagen noch abgewendet. Der Vizemeister kam an der Weser dank einer Leistungssteigerung nach der Pause noch zu einem 1:1 (0:1)-Unentschieden, muss bei vier Punkten Rückstand auf Platz vier und nur noch vier ausstehenden Spieler aber immer mehr um die Qualifikation für die Königsklasse bangen.

Abwehrspieler Niklas Moisander hatte Bremen per Abstauber in Führung gebracht.
Abwehrspieler Niklas Moisander hatte Bremen per Abstauber in Führung gebracht.(Foto: imago/Nordphoto)

Die Hanseaten hingegen beseitigten mit diesem Remis auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt und schraubten ihr Punktekonto von 36 auf 37. Unter Trainer Florian Kohfeldt haben die Norddeutschen im Weserstadion noch keine einzige Partie verloren. Vor 40.700 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion erzielte Niklas Moisander die Bremer Führung. Der ehemalige finnische Nationalspieler war in der 28. Minute im Nachschuss erfolgreich, zuvor hatte Topstürmer Max Kruse nur die Querlatte getroffen. Für den Ausgleich sorgte Adeloma Lookman (49.), der ein Missverständnis in der Bremer Defensive ausnutzte.

Englische Woche zehren an Leipzig

In einer kampfbetonten, aber auch technisch ansprechenden Partie überzeugten die Platzherren in erster Linie in einer druckvollen Phase zwischen dem Führungstor und dem Halbzeitpfiff. In diesem Spielanschnitt wirkten die Sachsen nach drei Spielen binnen einer Woche nicht mehr vollständig fit.

Dabei hatte RB-Trainer rotiert und beispielsweise Edelreservist Dominik Kaiser in die Startformation beordert. Doch da es den Norddeutschen insbesondere in der ersten Halbzeit gelang, den leichtfüßigen Leipziger Angreifern Timo Werner und Yussuf Poulsen durch Aggressivität im Zweikampf die Spielfreude zu nehmen, hielt sich die Torgefährlichkeit der Gäste zunächst in Grenzen. Die Bremer hingegen hätten nach 45 Minuten schon höher führen können. So segelte der Ball nach einem Freistoß von Zlatan Junuzovic (6.) nur knapp am Torwinkel vorbei, in der 36. Minute verpasste Milos Veljkovic das 2:0. Fünf Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit wurde eine gefährliche Hereingabe von Milot Rashica in letzter Sekunde zur Ecke geblockt.

Hasenhüttls goldenes Händchen

Hasenhüttl reagierte in der Pause personell und ersetzte Kaiser durch Lookman, der schon fünf Minuten nach seiner Auswechslung traf. 120 Sekunden später hätte Werner die Gäste sogar in Führung bringen können, schob den Ball jedoch aus spitzem Winkel knapp am rechten Torpfosten vorbei.
Der Ausgleichstreffer setzte bei Leipzig neue Kräfte frei. Plötzlich wirkten die "Bullen" wieder spritziger in den Zweikämpfen und drängten die Platzherren mit präzisem Kombinationsspiel in deren Spielhälfte zurück.

Auch in der Schlussphase war RB das dominantere Team, nur beim finalen Pass fehlte es den Gästen an der erforderlichen Präzision. Wenn der Ball doch einmal aufs Tor ging, war Bremens Torhüter Jiri Pavlenka stets aufmerksam. Gegen Werner verhinderte er in der 86. Minute mit einer Glanztat einen Rückstand. Kurz darauf vergab Moisander noch eine große Chance für Werder.

Quelle: n-tv.de