Fußball

RB rettet Remis gegen Benfica Leipzig steht im Königsklassen-Achtelfinale

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Leipziger Feierei. Und mittendrin: Emil Forsberg.

(Foto: imago images/Picture Point LE)

Fußball-Bundesligist RB Leipzig erreicht nach einem Zwei-Tore-Rückstand gegen Benfica aus Lissabon in letzter Minute doch noch ein Unentschieden und zieht erstmals ins Achtelfinale der Champions League ein. Emil Forsberg ist der Mann des Abends in der Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann.

Mit einer furiosen Aufholjagd hat RB Leipzig den nächsten Meilenstein gesetzt und ist dank Emil Forsberg erstmals in das Achtelfinale der Champions League eingezogen. Dem Team von Trainer Julian Nagelsmann erkämpfte sich nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2 (0:1) gegen den portugiesischen Fußball-Rekordmeister Benfica Lissabon. Weil sich im frühen Spiel Zenit St. Petersburg 2:0 gegen Olympique Lyon durchgesetzt hatte, genügt den Leipzigern am letzten Spieltag  in zwei Wochen bei den Franzosen ein Punkt zum Gruppensieg.

Leipzig - Benfica 2:2 (0:1)

Tore: 0:1 Pizzi (20.), 0:2 Vinicius (59.), 1:2 Forsberg (90., Foulelfmeter), 2:2 Forsberg (90.+6)
RB Leipzig: Gulacsi (64. Mvogo) - Klostermann, Ampadu (56. Mukiele), Upamecano, Saracchi (70. Schick) - Laimer, Demme - Sabitzer, Forsberg - Nkunku, Timo Werner - Trainer: Nagelsmann
Benfica Lissabon: Odisseas Vlachodimos - Almeida, Ruben, Ferro, Grimaldo - Taarabt, Gabriel - Pizzi (90. Caio), Cervi (90. Jota) - Chiquinho, Vinicius (82. De Tomas) - Trainer: Lage
Schiedsrichter: Jesus Gil Manzano (Spanien)
Zuschauer: 38.339 im Zentralstadion

Forsberg ließ erst mit seinem Treffer durch einen Foulelfmeter (90.) Hoffnung aufkeimen - dann traf der Schwede in der neunminütigen Nachspielzeit zum 2:2 (90.+5). Dabei lief zunächst alles gegen Leipzig: Pizzi (20. Minute) nutzte einen Schnitzer zur Führung, Carlos Vinicius (59.) erhöhte nach einem weiteren Patzer. In zwei Wochen genügt Leipzig bei Olympique Lyon, das 0:2 bei Zenit St. Petersburg verlor, ein Unentschieden für den Gruppensieg.

Mit dem Selbstvertrauen von 16 Toren aus den jüngsten drei Bundesliga-Spielen drückte RB vor 38.339 Zuschauern auf die frühe Führung. Die hatte erst Emil Forsberg (7.) auf dem Fuß und wenig später Timo Werner (12.) - doch beide Schüsse gingen über das Tor. Dann schlug Benfica eiskalt zu, weil die beiden Neuen in der Leipziger Startelf nicht konsequent genug verteidigten. Erst ließ sich Ethan Ampadu mit einem schlichten Doppelpass austricksen, dann ging Marcelo Saracchi gegen Pizzi zu zögerlich in den Zweikampf. Der portugiesische Nationalspieler fackelte nicht lange und traf aus kurzer Distanz.

Torwart Gulacsi muss ausgewechselt werden

Leipzig zeigte sich unbeeindruckt und hatte kurz darauf die große Chance zum Ausgleich. Allerdings landete der Schuss des völlig ungedeckten Christopher Nkunku (24.) in den Armen von Benfica-Torwart Odisseas Vlachodimos. Nach kurzer Verschnaufpause schlenzte Marcel Sabitzer (35.) den Ball in Richtung Winkel, doch Vlachodimos hielt glänzend. Bei der folgenden Ecke lag der Ball plötzlich im Tor, doch Sabitzer (36.) stand bei seinem Abschluss im Abseits. Lissabon verteidigte mit zwei eng gestaffelten Viererketten und tauchte nur selten vor dem RB-Tor auf.

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Verletzt raus: Leipzigs Torwart Peter Gulacsi.

(Foto: dpa)

Doch wenn sich die Portugiesen mal ein Herz fassten, wurde es gleich gefährlich. Pizzis (44.) Schlenzer klatschte gegen die Latte, Leipzigs Torwart Peter Gulacsi wäre ohne Chance gewesen. Kurz nach der Pause traf Leipzig erneut - und wieder zählte es nicht. Dayot Upamecano (49.), der trotz einer schweren Knöchelprellung spielte, hatte erst Vlachodimos gefoult und stand zudem im Abseits.

Auf der anderen Seite profitierte Benfica wieder von einem Abwehrpatzer. Nationalspieler Lukas Klostermann rutschte am Mittelkreis weg - und Vinicius hatte freie Bahn zum Tor. Bei seinem Abschluss traf der Benfica-Stürmer Gulacsi mit dem Knie voll am Kopf, so dass der ungarische Nationaltorwart ausgewechselt werden musste. Yvon Mvogo kam zu seinem ersten Einsatz in der Champions League.

Quelle: ntv.de, Tom Bachmann und Frank Kastner, dpa