Fußball

Mission Klassenerhalt erfüllt Magath tritt bei Hertha ab und geht "Holz hacken"

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Als Andenken sicherte sich Magath ein Trikot von Hertha-Angreifer Davie Selke.

(Foto: REUTERS)

Der Vertrag ging bis Saisonende und mit dem Abpfiff im Relegationsrückspiel endet auch die Zeit von Felix Magath bei Hertha BSC. Der erfahrene Trainer sichert den Berlinern den Klassenerhalt. Die Andeutungen, er könne länger bleiben, zerschlägt er nach dem Sieg beim Hamburger SV eindeutig.

Trainer Felix Magath hat nach der Rettung von Hertha BSC seinen Abschied vom Fußball-Bundesligisten bekannt gegeben. "Jetzt war es das. Mein Job ist jetzt beendet. Ich bin froh und glücklich, dass wir in der Liga geblieben sind", sagte der 68-Jährige nach dem 2:0 (1:0) im Relegationsrückspiel beim Hamburger SV am späten Abend. Mit Abpfiff und dem damit einhergehenden sei seine Aufgabe beim Hauptstadtklub erfüllt. Er werde "jetzt nach Hause gehen und Holz hacken", sagte Magath im Sky-Interview nach Spielende.

Wer die Hertha in der Bundesliga als Trainer in bessere Zeiten führen soll, ist noch nicht klar. Als Kandidat gilt unter anderen der frühere Mainz-Coach Sandro Schwarz, der derzeit bei Dynamo Moskau engagiert ist und bisher trotz des Krieges in der Ukraine in Russland geblieben war.

Magath war Mitte März von Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic als letzter Hoffnungsträger nach Berlin geholt worden - die Hertha war auf den Abstiegsrang 17 abgerutscht. Zuvor war der einstige Meistercoach des FC Bayern und des VfL Wolfsburg fast zehn Jahre nicht auf der Bundesliga-Bühne präsent gewesen. Viele seiner großen Rettungstaten im Abstiegskampf unter anderen mit Eintracht Frankfurt oder dem VfB Stuttgart liegen noch deutlich länger zurück.

Es bleibt beim Kokettieren mit dem Verbleib

Tatsächlich hatte Magath mit seinen Methoden noch einmal Erfolg. Die Berliner gewannen nicht nur das erste Spiel unter Magath gegen 1899 Hoffenheim (3:0). Einer bitteren Derby-Pleite gegen Union Berlin (4:1) folgten Siege gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf vom FC Augsburg (1:0) und VfB Stuttgart.

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Doch dann setzte eine fast schon unglaubliche Negativsträhne ein, begleitet von einem ungewöhnlichen Zweckpessimismus von Magath, der das Abrutschen auf den Relegationsrang förmlich herbeiredete. In Bielefeld (1:1), gegen Mainz 05 (1:2) und Borussia Dortmund (1:2) wurde der Klassenerhalt jeweils leichtfertig oder mit viel Pech verspielt. In der Relegation gegen den HSV kehrte der Erfolg gerade rechtzeitig wieder zurück.

Magath hatte in seinen Berliner Tagen immer mal wieder mit einem Verbleib kokettiert. Letztlich gab es aber doch keine Basis für eine längerfristige Zusammenarbeit. "Ich weiß, dass ich mir keine Gedanken um die Zukunft machen brauche, deshalb gehe ich gelassen", sagte Magath.

Quelle: ntv.de, tsi/sid/dpa

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