Fußball

Vorwürfe nach der Wahl Mogelte die Fifa Messi zum Weltfußballer?

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Barças Messi (l.) nimmt von Fifa-Boss Infantino die Weltfußballer-Trophäe entgegen.

(Foto: REUTERS)

Zum sechsten Mal erhält der Argentinier Lionel Messi die Auszeichnung als Fußballer des Jahres. Doch wenige Tage nach der Preisverleihung gibt es Betrugsvorwürfe gegen die Fifa. Zwei Akteure behaupten, die Wahl sei nicht mit rechten Dingen zugegangen.

Der Fußball-Weltverband Fifa sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, wonach die Wahl zum Weltfußballer am vergangenen Montag verschoben worden sein könnte. Sowohl der Kapitän der Landesauswahl Nicaraguas sowie der ägyptische Fußballverband haben Unregelmäßigkeiten bei der insgesamt sechsten Wahl des Argentiniers Lionel Messi zum Weltfußballer angeprangert. Zwar verteidigte sich die Fifa gegen Vorwürfe, bei der Auszeichnung Messis sei es nicht mit rechten Dingen zugegangen. Doch es bleiben offene Fragen.

Ägyptens Verband Efa wiederum verlangte von der Fifa in einem Facebook-Eintrag eine Erklärung, warum die Stimmen seines Auswahl-Trainers und -Kapitäns nicht gezählt wurden. Sie seien rechtzeitig vor dem Stichtag am 19. August abgegeben worden.

Barrera vermisst Online-Link

Der Kapitän der nicaraguanischen Auswahl, Juan Barrera, erklärte auf Twitter, gar nicht an der Abstimmung teilgenommen zu haben. In der Fifa-Liste tauchte er allerdings auf - demnach hatte er Messi seine Erststimme gegeben. Barrera sei besorgt über die Situation, hieß es in einer Mitteilung seines nicaraguanischen Vereins Real Estelí FC.

*Datenschutz

"Wir bestätigen, dass wir die richtigen, vom Spieler unterschriebenen Stimmen haben", teilte die Fifa auf Anfrage zum Fall Barrera mit. Man habe die Wahlunterlagen des nicaraguanischen Verbands überprüft - alle seien unterschrieben und durch den Stempel des Verbands des mittelamerikanischen Landes bestätigt. Dieser sei gebeten, die Sache zu untersuchen.

Barrera hatte nach einem Bericht der Zeitung "La Prensa" angegeben, im vergangenen Jahr sei ihm ein Link zur Abstimmung per E-Mail geschickt worden. Damals habe er daran teilgenommen. In diesem Jahr habe er den Link aber nicht bekommen.

An der Wahl konnten die Kapitäne und Trainer aller Nationalteams sowie Fans und Medienvertreter teilnehmen. Stürmerstar Messi vom FC Barcelona erhielt die Auszeichnung bei der Preisverleihung in Mailand bereits zum sechsten Mal und wurde damit Rekord-Weltfußballer. Jürgen Klopp vom FC Liverpool ist bei der Abstimmung zum Welttrainer des Jahres gewählt worden.

In einer früheren Version dieser Meldung haben wir einen vermeintlichen Tweet des Nationaltrainers des Sudans, Zdravko Logarusic, eingebettet. Darin war ein Foto eines Stimmzettels zu sehen, das eine Wahlmanipulation suggerieren sollte. Da weder die Echtheit der Behauptung noch des Fotos bewiesen sind, haben wir uns dazu entschieden, beides zu entfernen. (Anm.d.Red.)

Quelle: n-tv.de, cri/dpa

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