Fußball

In Champions League auf Kurs Offensive sichert FC Bayern den Arbeitssieg

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Sieg gegen Piräus, drei Punkte, Champions-League-Partie abgehakt.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Fußball-Bundesliga keine Stammkraft, zeigt Thomas Müller in der Champions League gegen Piräus, was er kann. Dank seiner und eines starken Topstürmers Robert Lewandowski fährt der FC Bayern den dritten Sieg im dritten Spiel ein, auch wenn es am Ende ein knapper ist.

Dank Robert Lewandowski und Thomas Müller bleibt der FC Bayern zumindest in der Champions League voll auf Kurs. Nach zwei Frusterlebnissen in der Fußball-Bundesliga bejubelten die Münchner vor allem wegen des Offensivduos ein 3:2 (1:1) bei Olympiakos Piräus. Lewandowski traf in der 34. und der 62. Minute, Corentin Tolisso erhöhte auf 3:1 (75.). Der in die Startelf zurückgekehrte Müller war an allen Toren beteiligt.

Piräus - München 2:3 (1:1)

Tore: 1:0 El-Arabi (23.), 1:1 Lewandowski (34.), 1:2 Lewandowski (62.), 1:3 Tolisso (75.), 2:3 Guilherme (79.)
Olympiakos Piräus: Jose Sa - Elabdellaoui, Meriah, Ruben Semedo, Tsimikas - Guilherme - Bouchalakis (69. Lovera), Camara (88. Randjelovic) - Podence, El-Arabi, Masouras (78. Guerrero). - Trainer: Martins
FC Bayern München: Neuer - Kimmich, Pavard, Hernandez (58. Jerome Boateng), Alaba - Thiago, Martinez (46. Tolisso) - Thomas Müller (86. Perisic), Coutinho, Gnabry - Lewandowski. - Trainer: Kovac
Schiedsrichter: Danny Makkelie (Niederlande)
Zuschauer: 31.670 im Georgios-Karaiskakis-Stadion

Wie beim 1:2 gegen die TSG Hoffenheim und dem 2:2 beim FC Augsburg tat sich die Münchner auch in der griechischen Hafenstadt schwer und kassierte wei Tore von Youssef El-Arabi (23.) und Guilherme (79.). Nach drei Siegen sind die Bayern vor dem Rückspiel gegen Olympiakos in zwei Wochen dem Achtelfinale nahe. Drei Tage nach dem Kreuzbandriss von Niklas Süle musste Verteidigerkollege Lucas Hernández allerdings verletzt ausgewechselt werden.

"Wir haben uns wieder schwer getan. Wir haben jetzt neun Punkte", sagte Kapitän Manuel Neuer beim Bezahlsender Sky. "Wir müssen wieder zu Bayern-like hinkommen, mit der Selbstverständlichkeit in unserem Spiel. Wir müssen drei Tore schießen, um die Spiele zu gewinnen. In der Champions League sind wir im Soll." Sportdirektor Hasan Salihamidzic bewertete ebenfalls allein das Ergebnis als erfreulich: "Man wird verrückt, wenn man so ein Spiel sieht. Wir haben nicht die Kontrolle. Es muss alles besser werden."

Der "frische" Müller

Niko Kovac brachte den "frischen" Müller nach sechs Partien als Bankdrücker erstmals wieder von Anfang an. Es war eine gute Idee des Trainers. Es kam so zur Premiere mit Müller und Philippe Coutinho in der Startelf. Die Münchner knüpften im Hexenkessel des Georgios-Karaiskakis-Stadion aber nicht an die 7:2-Gala bei Tottenham Hotspur an, sondern mehr an die Durchhänger im Bundesliga-Alltag. Der frühe Rückstand verkomplizierte die Aufgabe. Gegen aufgerückte Bayern schaltete Olympiakos schnell um. Müllers Grätsche gegen Kostas Tsimikas ging ins Leere. Der Grieche flankte, und Hernández stand schlecht im Kopfballduell mit Landsmann El-Arabi. Neuer erwischte den Ball erst hinter der Torlinie.

Kovac setzte im ersten Spiel ohne Süle auf Benjamin Pavard statt Jérôme Boateng als Nebenmann von Hernández im Abwehrzentrum. Weltmeisterlich agierte das französiche Duo nicht. Nach dem 0:1 steigerten sich die Bayern, vor allem als Müller ins Zentrum rückte, Coutinho nach links und Serge Gnabry auf den rechten Flügel wechselte. Denn dann fiel das 1:1. Der von Klubpräsident Uli Hoeneß befürwortete Defensivabräumer Javier Martínez zeigte zwar Mängel im Spielaufbau, aber den Ausgleich leitete der Spanier mit einer guten Flanke ein. Lewandowski legte mit dem Kopf ab auf Müller, dessen Volleyschuss der Portugiese José Sá so eben abwehrte. Lewandowski staubte aber reaktionsschnell ab.

Martinez angeschlagen, Hernandez humpelt

Zur Pause blieb der angeschlagene Martínez in der Kabine. Tolisso kam ins Mittelfeld. Die Gastgeber wurden von ihren Fans lautstark angetrieben. Die Bayern offenbarten defensiv weiter - zunächst nicht bestrafte - Anfälligkeiten. Das Verletzungspech schlug dann wieder zu: Hernández humpelte nach einem Zusammenprall mit Olympikos-Kapitän Omar Elabdellaoui in die Kabine. Boateng musste ran (58.) - und konnte gleich das 2:1 mit bejubeln. Nach Coutinhos Ecke war Müller der Kopfballvorbereiter für Lewandowski, der den Ball artistisch ins Tor stocherte. Bayerns Tormaschine liefert und liefert in dieser Saison: Treffer Nummer 18 im 13. Saisonspiel, Tore 57 und 58 im 83. Königsklasseneinsatz.

Glanzvollen Fußball oder eine bemerkenswerte Spielkontrolle boten die Bayern nicht. Aber sie agierten cool und effektiv - das 3:1 war der Beleg. Wieder war Müller der Ausgangspunkt. Coutinhos Schuss wurde noch abgeblockt, aber dann zirkelte Tolisso den Ball überlegt von außerhalb des Strafraums hoch ins Toreck. Die fehlende Souveränität belegte das Tor von Guilherme, dessen Schuss zum 2:3 für die anstürmenden Griechen von Thiago entscheidend abgefälscht wurde.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/sid

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