Fußball

Bundesliga-Chaos am Wochenende? Ultra-Fans drohen mit Spielabbrüchen

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Die Ultras geben nicht klein bei - im Gegenteil. Derartige Plakate sollen wieder gezeigt werden, heißt es.

(Foto: imago images/Kirchner-Media)

Ultra-Fangruppierungen aus ganz Deutschland kündigen für den anstehenden 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga weitere Proteste an. Auch Spielabbrüche seien möglich, heißt es in einer Erklärung der "Fanszenen in Deutschland". Dem DFB werfen sie vor, dass sich "nichts zum Positiven verändert" hat.

Ungeachtet einer ersten Annäherung zwischen DFB, DFL und Fanvertretern haben Ultras aus ganz Deutschland für den anstehenden 25. Spieltag in der Fußball-Bundesliga weitere Proteste bis hin zu möglichen Spielabbrüchen angekündigt. "Wir Fans werden die Praxis vom letzten Spieltag nicht einfach so hinnehmen und im Zweifel weiter Unterbrechungen und auch Abbrüche in Kauf nehmen", kündigte der Zusammenschluss "Fanszenen in Deutschland" in einer Erklärung an. Diese nannten sie "Kollektivstrafen zum 'Schutze' eines Milliardärs - der DFB zeigt erneut sein wahres Gesicht".

Die Fangruppierungen fordern vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Abschaffung von Kollektivstrafen und die "sofortige Aufhebung der gegen Borussia Dortmund ausgesprochenen Zuschauerausschlüsse", heißt es in der Stellungnahme. Das DFB-Sportgericht hatte die BVB-Fans wegen fortgesetzter Schmäh- und Hassplakate gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp für die nächsten zwei Jahre von den Bundesligaspielen in Sinsheim ausgeschlossen.

"Nichts zum Positiven verändert"

Neben der Wiedereinführung von Kollektivstrafen werfen die Fan- und Ultragruppen dem DFB zudem Zensur vor, weil es zuletzt auch wegen Plakaten ohne beleidigenden Inhalt zu Spielunterbrechungen gekommen war. "Die tatsächliche Schande der vergangenen Wochen liegt im Verhalten der Verbände, allen voran des DFB", hieß es. Unter dem neuen Präsidenten Fritz Keller habe sich "nichts zum Positiven verändert". Dem DFB wird vorgeworfen, kein "ernsthaftes Interesse an einem Dialog" zu haben. 

Das Vertrauen der Ultras in die Verbände scheint komplett zerstört, es werden schwere Vorwürfe formuliert. "Es geht schlichtweg um die Bekämpfung unserer Fankultur und unserer Werte", befürchtete der Ultra-Zusammenschluss, "die Profiteure des Geschäfts 'Fußball' versuchen mit diesem scheinbar verfänglichen Thema die Fankurven zu spalten, um letztendlich die aktiven Fanszenen zu entfernen".

Am Donnerstag hatten sich Fanvertreter in Frankfurt mit DFL-Boss Christian Seifert und DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius zu einem längeren Gespräch getroffen. Die Verbände hätten dabei angekündigt, "für den kommenden Spieltag für höhere Handlungssicherheit sorgen zu wollen, zum Beispiel durch eine bessere Information der Schiedsrichter*innen. Aber auch der Öffentlichkeit", heißt es in einer Mitteilung des Bündnisses "Unsere Kurve".

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid