Fußball

Fachportal muss aufklärenWerder Bremen leistet sich peinliches Transfer-"Missverständnis"

13.01.2026, 18:46 Uhr
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Hat sich das Blättern im Regelwerk gespart: Werders Sportchef Clemens Fritz. (Foto: picture alliance / nordphoto GmbH)

Manchmal blicken nicht einmal mehr die Protagonisten im Regelwerk durch: Bei Werder Bremen geht die sportliche Leitung lange davon aus, nur sechs Spieler ausleihen zu dürfen. Bis erst der Hinweis von einem Transferportal kommt - und die Kaderplanung neuen Schwung bekommt.

Peinlich, peinlich: Werder Bremens sportliche Leitung kennt sich offenbar bei den Transferregeln nicht so richtig aus. Wie Sportchef Clemens Fritz zugab, hatte der Fußball-Bundesligist fälschlicherweise geglaubt, keinen weiteren Spieler ausleihen zu dürfen. "Es gab in diesem Punkt bei uns zuvor ein internes, kommunikatives Missverständnis, über das wir gestolpert sind", sagte der Ex-Nationalspieler der "Deichstube".

Fritz dachte, Werder habe mit sechs verpflichteten Leihspielern bereits im Sommer seine Möglichkeiten ausgeschöpft. Erst durch einen "externen Hinweis" sei man darauf aufmerksam gemacht worden, "dass weitere Leihen möglich sind", erklärte Fritz. Der Hinweisgeber war das Portal transfermarkt.de.

Die Obergrenze liegt nach den aktuellen Statuten der Deutschen Fußball Liga (DFL) nicht generell bei sechs Leihgeschäften, sondern nur bei nationalen Transfers. Da aber lediglich der derzeit verletzte Victor Boniface von Bayer Leverkusen von einem deutschen Klub kommt, hat Werder noch weitere Optionen.

Die nutzte Fritz auch prompt, als er am Montag den serbischen Stürmer Jovan Milosevic vom VfB Stuttgart auslieh. "Ich übernehme die Verantwortung dafür", sagte der 45-Jährige, der 2024 die Nachfolge von Frank Baumann als Geschäftsführer Fußball übernommen hatte: "Der Vorfall ärgert uns sehr, denn das hätte so nicht passieren dürfen." Die Information habe im Klub zwar vorgelegen, sei aber nicht bei ihm angekommen. Erst der Hinweis im Dezember habe die Winter-Transferplanungen komplett verändert. "Wir haben es kritisch aufgearbeitet", betonte Fritz.

Quelle: ntv.de, ses/sid

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