Fußball

Todt, Heldt - oder gar Sammer? Wolfsburg castet den Allofs-Erben

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Ob Matthias Sammer den vakanten Posten beim angeschlagenen VfL Wolfsburg übernimmt?

(Foto: picture alliance / dpa)

Der VfL Wolfsburg sucht händeringend einen neuen Sportchef - und die Zeit drängt. Die To-Do-Liste für den Nachfolger von Klaus Allofs ist lang: Der Verkauf von Lustlos-Spielern wie Julian Draxler will organisiert und ein neuer Trainer aus dem Hut gezaubert werden.

Jens Todt, Horst Heldt oder vielleicht Matthias Sammer? Nach der Trennung von Klaus Allofs fahndet der kriselnde VfL Wolfsburg nach einem neuen Sportchef. Die Winterpause steht bevor - und damit öffnet sich ein für den VfL richtungweisendes Transferfenster. Lustlos-Stars wie Julian Draxler verkaufen, hungrige Abstiegskämpfer verpflichten und das schwelende Trainerproblem lösen: Die To-Do-Liste für den neuen Macher ist lang, die Rettung der Wolfsburger dürfte ein Kraftakt werden. "Gerade vor dem Hintergrund des akuten Abstiegskampfes galt es, eine Entscheidung für die Zukunft des VfL Wolfsburg zu treffen", sagte Aufsichtsratschef Francisco Javier Garcia-Sanz und sprach von einem Neuanfang beim tief gefallenen Pokalsieger von 2015.

Für diesen Neuanfang bekam erst einmal Olaf Rebbe das Vertrauen der Klubspitze. Mit Finanzfachmann und Klub-Urgestein Wolfgang Hotze, dem Sprecher der Geschäftsführung, soll der 38-Jährige den Umbau des Profiteams vorantreiben - eine Mammutaufgabe für den Mann, der Allofs 2013 von Werder Bremen zum VfL gefolgt war. Die Besetzung des Trainerpostens dürfte dabei vorrangige Aufgabe Rebbes sein. In den sieben Spielen unter Valérien Ismaël gelang dem Starensemble um Angreifer Mario Gomez gerade einmal vier Punkte - kaum vorstellbar, dass die Wolfsburger bei weiteren Misserfolgen in den letzten zwei Partien vor Weihnachten mit dem ratlos wirkenden Nachfolger von Dieter Hecking auch in die Rückrunde gehen. Zehn Punkte nach 14 Spielen: Nie stand Wolfsburg zu diesem Zeitpunkt einer Saison schlechter da. Bis zur Winterpause aber soll Ismaël bleiben dürfen, das hat Hotze ihm zugesagt. "Das wird definitiv so sein."

Was passiert mit Draxler?

Zumindest mitverantwortlich für die existenzielle Krise ist das heillos überteuerte und mit der Situation offensichtlich überforderte Spielerpersonal. Rebbe soll schnell die Fehler bei der Kaderplanung revidieren, nach dem öffentlichen Scharmützel seines Vorgängers mit dem wechselwilligen Draxler muss vor allem die Zukunft des Nationalspielers kurzfristig geklärt werden.

Angesichts der drängenden Probleme kursieren ungeachtet der internen Ad-Hoc-Lösung mit Youngster Rebbe längst die Namen potenzieller Allofs-Nachfolger von extern durch Wolfsburg. Der Ex-Schalker Horst Heldt wird häufig genannt, selbst Ex-Bayern-Boss Matthias Sammer gehört angeblich zu den Kandidaten. Und auch Jens Todt, früherer Nachwuchschef beim VfL, wird gehandelt. "Es gab und gibt keinen Kontakt zum VfL. Ich werde auf jeden Fall weiter im Fußball-Management tätig bleiben", sagte Todt auf Anfrage der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" geheimnisvoll. Kein Geheimnis ist, dass Todt wie auch Heldt beim zurzeit konzept- und führungslosen Hamburger SV als neuer Sportchef gehandelt werden.

Quelle: ntv.de, Christoph Stukenbrock und Kristof Stühm, sid