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Peter Stöger ist wohl nur noch für vier Spiele Trainer des BVB.
Peter Stöger ist wohl nur noch für vier Spiele Trainer des BVB.(Foto: picture alliance / Andreas Geber)
Dienstag, 17. April 2018

Dortmund in der Derbykrise: Zeitung: Stöger hat keine Zukunft beim BVB

Nach der Derbyniederlage wankt die Dortmunder Borussia. Das ultimative Saisonziel, die Champions League, ist in Gefahr - auch wegen des Ausfalls von Knipser Michy Batshuayi und des kniffligen Restprogramms. Die Trainerfrage scheint indes geklärt.

Wenig Leidenschaft, kaum Chancen, kein Tor - der schwache Auftritt beim 0:2 (0:0) im Revierderby beim FC Schalke 04 und der Ausfall von Michy Batshuayi vergrößern die Dortmunder Sorgen. "Eigentlich wollten wir uns oben festsetzen. Aber jetzt wissen wir, dass es schwierig wird", sagte Abwehrspieler Ömer Toprak mit Blick auf die knifflige Ausgangslage im Kampf um die Champions-League-Plätze. Die von der Klubführung als ultimatives Saisonziel ausgerufene Rückkehr in die europäische Königsklasse gerät mehr und mehr in Gefahr.

Batshuayi fehlt dem BVB im Saisonfinale.
Batshuayi fehlt dem BVB im Saisonfinale.(Foto: imago/DeFodi)

Statt auf den zweiten Platz zu klettern, rutschte der BVB nach der verdienten Niederlage auf Rang vier ab. Neuer Tabellendritter ist das zuletzt starke Team aus Leverkusen, das am kommenden Samstag (ab 18.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) in Dortmund gastiert. "Da müssen wir anders auftreten", forderte der deutsche Nationalspieler Marco Reus.

Nicht nur das anspruchsvolle Programm mit Partien in Bremen und Hoffenheim und einem Heimspiel gegen Mainz, sondern auch der Zustand der Mannschaft verheißt wenig Gutes. Selbst im Derby beim Erzrivalen mangelte es an spielerischer Klasse und auch an Engagement. "Das ist das wichtigste Spiel des Jahres. Bitter, es so zu verlieren", klagte Kapitän Marcel Schmelzer. "Wenn man das insgesamt betrachtet, haben die Schalker die entscheidenden Situationen besser gelöst. Dann geht man in so einem Spiel als Verlierer vom Platz", befand Trainer Peter Stöger.

"Das sind keine guten Nachrichten"

Die Verletzung von Batshuayi könnte den Kampf der Borussia um die lukrative Champions League zusätzlich erschweren. Der belgische Torjäger zog sich in der Nachspielzeit bei einem Zweikampf mit dem Schalker Benjamin Stambouli eine Sprunggelenkverletzung zu und fällt wahrscheinlich für den Rest der Saison aus, wie der BVB am Montag nach genaueren Untersuchungen des 24 Jahre alten Angreifers mitteilte.

Für Dortmund ist das besonders bitter, denn die Leihgabe des FC Chelsea war mit sieben Rückrundentreffern in zehn Spielen der mit Abstand beste Torschütze. "Das sind keine guten Nachrichten", schrieb der Spieler auf Twitter. "Meine Saison ist wohl vorbei und ich kann dem BVB das Vertrauen nicht mehr zurückzahlen", so Batshuayi, der sich für den Zuspruch bedankte. "Meinen Teamkollegen wünsche ich das Beste für die restlichen Spieltage."

"Bild": Stöger muss gehen

Die Chancen von Trainer Stöger auf eine Verlängerung seines nur bis Sommer datierten Vertrages dürften sich mit der Niederlage in Gelsenkirchen nicht erhöht haben. Er selbst rechnet offenbar nicht mehr mit einem Verbleib. "Mein Dienstverhältnis geht bis zum 30. Juni - und das ist gut so", sagte er dem WDR. Die "Bild" berichtete, dass Stöger die Dortmunder am Saisonende sicher verlassen müsse.

Noch vor der Partie hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc eine weitere Zusammenarbeit mit dem Österreicher in einem Interview der "Bild am Sonntag" nicht ausgeschlossen: "Wir haben immer gesagt, dass auch eine längere Zusammenarbeit mit Peter möglich ist. Wir sind ihm extrem dankbar."

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Quelle: n-tv.de