Beim 1. FC Köln gibt es offenbar Überlegungen, Jakub Kaminski nur wenige Monate nach seinem Abschied zurückzuholen. Nach Informationen der „Bild“ beschäftigt sich der Bundesligist mit einer Rückholaktion des 24 Jahre alten polnischen Nationalspielers. Kaminski war erst Anfang Juli zu Benfica Lissabon gewechselt und hatte dort einen Vertrag bis 2031 unterschrieben. Der erhoffte Durchbruch ist ihm bislang jedoch nicht gelungen. In der Liga kam der Flügelspieler nur selten zum Zug. Auf internationaler Bühne deutete er sein Potenzial dagegen bereits an: Beim Europa-League-Sieg gegen die AC Mailand erzielte Kaminski ein Tor und bereitete einen weiteren Treffer vor. Ob Köln schon konkrete Gespräche mit Benfica oder der Spielerseite geführt hat, ist nicht bekannt. Ebenso offen ist, in welcher Form eine Rückkehr umgesetzt werden könnte. Wegen seines langfristigen Vertrags und der hohen Ablöse erscheint vor allem eine Leihe als denkbares Modell.
Für den FC wäre Kaminski sportlich kein Unbekannter. In der Saison 2025/26 stand er in allen 36 Pflichtspielen der Kölner in der Startelf, erzielte sieben Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor. Nach der Leihe vom VfL Wolfsburg zog Köln für rund 5,5 Millionen Euro die Kaufoption. Wenige Wochen später wechselte der Pole aufgrund einer Ausstiegsklausel für offiziell 17 Millionen Euro nach Lissabon. In Köln hatte Kaminski betont, wie wohl er sich im Verein, in der Mannschaft und in der Stadt fühle. Seine Dynamik, Vielseitigkeit und Bundesliga-Erfahrung würden dem FC ohne lange Eingewöhnungszeit helfen. Derzeit handelt es sich allerdings nur um eine Überlegung. Benfica müsste einem vorzeitigen Abgang zustimmen, auch Kaminski müsste sich eine schnelle Rückkehr vorstellen können. Ein Wechsel wäre frühestens im Winter möglich.
Eine offizielle Meldung gab es beim FC am Donnerstag auch noch: Co-Trainer Noah Eberhardt, der im Sommer 2023 von den Bayern zum FC kam, hat seinen Vertrag beim Kölner Frauen-Team bis 2029 verlängert.

