Wirtschaft

Online-Riesen immer wertvoller Amerikas Super-Reiche profitieren von Krise

Seitdem die Corona-Auflagen gelten, ist der Börsenwert von Facebook um 60 Prozent gestiegen.

Seitdem die Corona-Auflagen gelten ist der Börsenwert von Facebook um 60 Prozent gestiegen.

(Foto: imago images/Xinhua)

In der Corona-Pandemie verzeichnet die USA fast 39 Millionen Arbeitslose. Super-Reiche wie Facebook-Chef Zuckerberg oder Amazon-Gründer Bezos profitieren jedoch von der Krise und bauen ihr Vermögen aus. In Ländern wie Großbritannien sieht das dagegen ganz anders aus.

Die Super-Reichen in den USA sind trotz der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise noch reicher geworden. So ist das Vermögen der 600 reichsten US-Amerikaner zwischen dem 18. März und dem 19. Mai um insgesamt 434 Milliarden Dollar angewachsen - dies entspricht einer Steigerung von fast 15 Prozent, wie das US-Magazin "Forbes" berichtete.

Einen Anstieg gab es etwa beim Vermögen von Amazon-Chef Jeff Bezos, dass um mehr als 30 Prozent zunahm. Bezos führt die Forbes-Liste mit 147,4 Milliarden Dollar an. Getoppt wird Bezos von Facebook-Chef Mark Zuckerberg, dessen Vermögen steigerte sich um mehr als 46 Prozent. Dabei haben in den USA Millionen Menschen in der Corona-Krise ihre Arbeit verloren. Online-Unternehmen konnten hingegen von der Schließung von Restaurants und Geschäften profitieren. So legte der Börsenwert von Facebook seit Beginn der Corona-Beschränkungen Mitte März um 60 Prozent zu, jener von Amazon um 45 Prozent. Auch die Streaming-Plattform Netflix legte um 46 Prozent zu und Elektronik-Riese Apple um 31 Prozent.

Das Vermögen von US-Unternehmern in der Reise- und Hotelbranche sowie im Einzelhandel schrumpfte hingegen. Die Daten wurden von der Organisation Americans for Tax Fairness und dem Institute for Policy Studies erhoben.

Anders sieht es für Super-Reiche in Großbritannien aus. Laut "Sunday Times", verloren sie in den vergangenen zwei Monaten insgesamt 54 Milliarden Pfund (60 Milliarden Euro). Die Zahl der Milliardäre sank demnach um vier auf 147. Laut der seit 1989 von der "Sunday Times" veröffentlichten Liste der tausend Reichsten im Land musste die Hälfte der Milliardäre Verluste von bis zu sechs Milliarden Pfund hinnehmen. Das hat es seit 2009, im Gefolge der großen Finanzkrise, nicht mehr gegeben.

Quelle: ntv.de, ysc/AFP