Wirtschaft

Teils deutliche Unterschiede Das verdienen systemrelevante Fachkräfte

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Unter anderem Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel gelten zu Krisenzeiten als systemrelevant.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gerade zu Krisenzeiten wird deutlich, welche Fachkräfte für unsere Gesellschaft unabdingbar sind: die in der Pflege und im Lebensmitteleinzelhandel. Laut Rechnungen des Statistischen Bundesamts gibt es innerhalb der Branchen jedoch deutliche Verdienstunterschiede.

Vollzeit beschäftigte Fachkräfte in Krankenhäusern, die in der derzeitigen Corona-Krise als systemrelevant gelten, haben 2019 im Schnitt 3502 Euro brutto im Monat verdient. Altenpfleger kamen auf 3116 Euro, wie das Statistische Bundesamt auf Basis einer vierteljährlichen Verdiensterhebung mitteilte. Fachkräfte im Lebensmitteleinzelhandel verdienten demnach im Schnitt 2186 Euro, Fachkräfte in der Gesamtwirtschaft bekamen 3327 Euro im Monat.

Innerhalb der einzelnen Branchen gab es teils deutliche Verdienstunterschiede. Die Spanne der durchschnittlichen Monatsverdienste ist im Bereich der Medizin sehr groß. Während Ärzte in Krankenhäusern 2019 monatlich 8545 Euro brutto verdienten, kamen Intensivpfleger auf 4524 Euro und Krankenpfleger auf 3502 Euro. Letztere machen die Hälfte des Krankenhauspersonals aus. Altenpfleger verdienten im Schnitt monatlich 3116 Euro.

Das Verdienstniveau im Lebensmitteleinzelhandel ist niedriger. Vollzeitbeschäftigte verdienten 2019 über alle Leistungsgruppen hinweg durchschnittlich 2345 Euro brutto im Monat und damit fast 41 Prozent weniger als Durchschnittsbeschäftigte in der Gesamtwirtschaft. Vier von zehn Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel waren an- oder ungelernt. Angelernte verdienten 1980 Euro brutto im Monat.

Quelle: ntv.de, lri/AFP