Wirtschaft

Razzia in Seoul Ermittler durchsuchen Hyundai-Büro

84260436.jpg

Einer der Eckpfeiler der südkoreanischen Wirtschaft: Die Zentrale von Hyundai Motors in Seoul (Archivbild).

(Foto: picture alliance / dpa)

Unangekündigter Besuch in Seoul: Der südkoreanische Autobauer Hyundai muss eines seiner Büros im Qualitätsmanagement für die Fahnder der Staatsanwaltschaft öffnen. Die Ermittler suchen einem Bericht zufolge nach Dokumenten zu einer Rückrufaktion in den USA.

In Südkorea hat die Staatsanwaltschaft einem Medienbericht zufolge ein Büro des Automobilkonzerns Hyundai Motor durchsuchen lassen. Die Razzia habe in der Qualitätsabteilung in einer Hyundai-Niederlassung in Seoul stattgefunden, berichtete die südkoreanische Nachrichtenseite "Chosun Biz".

Hyundai Motor
Hyundai Motor 27,70

Die Durchsuchung steht demnach im Zusammenhang mit einem Fahrzeug-Rückruf in Südkorea und den USA. Die Behörden wollen hier offenbar einem Verdacht auf Unregelmäßigkeiten nachgehen.

Offizielle Stellungnahmen von Hyundai oder der Staatsanwaltschaft liegen noch nicht vor. Der zugrundeliegende Fall seien allerdings gut dokumentiert, heißt es: In den USA sollen die Behörden im vergangenen Jahr auf Betreiben der New Yorker Staatsanwaltschaft Ermittlungen zu mehreren Rückrufen Hyundais und dessen Tochtergesellschaft Kia auf den Weg gebracht haben.

Geprüft wird Insidern zufolge, ob der Rückruf von knapp 1,7 Millionen Fahrzeugen wegen defekter Motoren in den Jahren 2015 und 2017 ordnungsgemäß erfolgt sei. Welche rechtlichen Konsequenzen sich aus den Ermittlungen ergeben könnten, ist noch vollkommen unklar.

Quelle: n-tv.de, mmo/rts

Mehr zum Thema