Wirtschaft

Märkte weiterhin geöffnet Globus bleibt Russland treu

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Globus betreibt 19 Märkte in Russland..

(Foto: picture alliance/dpa)

Immer mehr Unternehmen ziehen sich als Reaktion auf den Ukraine-Krieg aus Russland zurück. Einige wenige halten aber am Geschäft mit dem Aggressor fest - so auch der Handelskonzern Globus. Man wolle nicht politisch agieren, erklärt der Unternehmenschef.

Der Handelskonzern Globus will seine Elektrofachmärkte in Russland nicht schließen. "Wir wünschen uns nichts sehnlicher, als dass bald wieder Frieden einkehrt. Aber wir wollen nicht mit politischen Statements operieren, nicht in die eine, nicht in die andere Richtung", sagt der Seniorchef des Unternehmens, Thomas Bruch, dem "Manager Magazin". Das Unternehmen betreibt 19 Märkte in Russland.

Zuvor hatte Globus sein Festhalten am Russland-Geschäft damit begründet, dass das Unternehmen seiner Verantwortung für die knapp 10.000 Angestellten in den russischen Märkten gerecht werden will. Im Falle eines Rückzugs vom russischen Markt würden diese Menschen in die Arbeitslosigkeit stürzen. Außerdem wolle Globus die Grundversorgung der Menschen in Russland sicherstellen.

Zu dem Familienunternehmen im saarländischen St. Wendel gehören SB- und Real-Märkte, Baumärkte, Tankstellen und Elektrofachmärkte. Das Unternehmen leitet Bruchs Sohn Matthias. Der Mittelständler verzeichnet jährlich acht Milliarden Euro Umsatz und beschäftigt 47.000 Mitarbeiter. Auch der Handelskonzern Metro hat seine Geschäfte in Russland weiterhin geöffnet.

Die Outdoor-Bekleidungsfirma Schöffel aus Schwabmünchen bei Augsburg dagegen zog sich als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine aus dem russischen Markt zurück. "Drei Tage nach Ausbruch des Krieges habe ich den Partner in Russland selbst angerufen und ihm mitgeteilt, dass wir mit sofortiger Wirkung keine Kleidung mehr nach Russland liefern", sagte Inhaber Peter Schöffel der "Augsburger Allgemeinen". "Wir können nicht bei der Fertigung unserer Produkte in anderen Ländern auf die Einhaltung von Menschenrechten pochen und bei Russland wegschauen."

Quelle: ntv.de, hny/AFP

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