Wirtschaft

Rekordsumme für "Politico" Springer kauft US-Nachrichtenunternehmen

Mit der Übernahme von

Mit der Übernahme von "Politico" treibt Springer seine Expansion voran

(Foto: picture alliance / dpa)

Nachdem der Springer schon länger Anteile an dem amerikanischen Unternehmen hielt, übernimmt der Konzern das amerikanische Medienunternehmen "Politico" nun komplett. Über die Übernahmesumme machte der Konzern keine Angabe, doch Branchenkenner halten sie für rekordverdächtig.

Der Medienkonzern Axel Springer kauft das US-Nachrichtenunternehmen Politico und damit seinen jahrelangen Geschäftspartner. Man habe mit Politico-Gründer Robert Allbritton eine Vereinbarung zum Erwerb von Politico und der auf den Technologiesektor spezialisierten News-Website Protocol unterzeichnet, teilte der Berliner "Bild"- und "Welt"-Herausgeber mit. Im Rahmen dieser Transaktion werde Springer auch die ausstehenden 50 Prozent an dem als Gemeinschaftsfirma geführten Unternehmen Politico Europe übernehmen.

Sieht die Übernahme als große Chance für Wachstum: Der Vorstandsvorsitzende des Springer-Konzerns Mathias Döpfner

Sieht die Übernahme als große Chance für Wachstum: Der Vorstandsvorsitzende des Springer-Konzerns Mathias Döpfner

(Foto: picture alliance/dpa)

"Das Potenzial ist generell riesig. Wir sind überzeugt, das Unternehmen zu einem attraktiven Preis erworben zu haben", sagte Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer, dem "Handelsblatt", und sprach von einer Rekordsumme. Das würde Medienberichten zufolge, einen Kaufpreis von mindestens 630 Millionen Euro bedeuten. So viel soll Springer einst für seine bisher teuerste Übernahme, das Immobilienportal SeLoger, bezahlt haben.

Springer betreibt mit Politico seit 2014 in einem Gemeinschaftsunternehmen die Medienplattform Politico Europe, die ihren Hauptsitz in Brüssel hat. Mit jährlichem zweistelligen Wachstum erreichte Politico Europe 2019 die Profitabilität. Jamil Anderlini führt ab Herbst als neuer Chefredakteur den 100-köpfigen Newsroom.

Politico wurde 2007 gegründet und hat inzwischen mehr als 700 Beschäftigte in den USA und Europa. Für Springer sind die USA neben Deutschland und Polen Kernmarkt für neue Investitionen im Medienbereich. Seit dem Einstieg des US-Finanzinvestors KKR peilen die Berliner verstärkt Wachstum auch über Zukäufe an. Die Corona-Krise hatte den Konzern hierbei allerdings etwas gebremst.

Quelle: ntv.de, vsc/rts/DJ

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