Mittwoch, 09. Juni 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger und Diana Dittmer
17:47 Uhr

Dax im Rückwärtsgang

Abwarten und Füße stillhalten – so lautete das Motto am heutigen Mittwoch an der Frankfurter Börse. Die Umsätze waren dünn, und der Dax musste etwas Federn lassen.

Dax
Dax 15.448,04

Zwei Termine zum Sorgenthema Inflation warfen ihre Schatten voraus: Zum einen gingen die Anleger wegen der morgigen geldpolitischen Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) in Deckung (14:30 Uhr). Zum anderen werden gleichzeitig US-Inflationsdaten veröffentlicht.

Unter diesem doppelten Druck verlor der Dax 0,3 Prozent auf 15.581 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 hielt sich mit minus 0,1 Prozent auf 4100 Punkte etwas besser, hier stützten deutliche Aufschläge bei Pharmaaktien. Ob am morgigen "Super Donnerstag" die Lähmung von den Anlegern abfallen wird, bleibt abzuwarten.

Grundsätzlich geht die Mehrzahl der Beobachter davon aus, dass die EZB ihre Geldpolitik bestätigen wird. Eine Minderheit schließt allerdings auch eine Reduzierung der PEPP-Käufe nicht aus, was am Markt nicht gut ankommen würde.

Gefragt waren am Mittwoch Reise- und Touristikwerte, deren europäischer Index 0,9 Prozent zulegte. Börsianer verwiesen auf die geplanten Reise-Erleichterungen für die USA. Außerdem habe das EU-Parlament den digitalen Impfpass auf den Weg gebracht. Zu den größten Dax-Gewinnern gehörte die Deutsche Lufthansa mit plus 3,0 Prozent.

17:00 Uhr

Viel Rückenwind für Pharma: Biogen plus 4,0 Prozent

Anleger fliegen derzeit auf den europäischen Pharmasektor. Er führt die Gewinnerliste mit Aufschlägen von 1,9 Prozent an. Auslöser ist die jüngste Zulassung eines Medikaments gegen Alzheimer durch Biogen in den USA.

Von der Zulassung dürften nicht nur Biogen direkt, sondern auch zahlreiche Zulieferer bzw. Vertriebspartner profitieren. Die Zulassung habe das Interesse an dem Sektor ganz allgemein gestärkt, heißt es im Handel. Biogen steigen in den USA um 4,3 Prozent, Lonza um 3,1 Prozent oder Merck KGaA um 2,8 Prozent.

16:34 Uhr

Wie robust ist der Goldpreis?

Obwohl die US-Notenbank an einem niedrigen Leitzins festhalten will, spricht sich US-Finanzministerin Janet Yellen für höhere Zinsen aus. Ihre Aussage versetzt dem Goldpreis einen Schlag, wovon sich das Edelmetall aber schnell wieder erholen kann. Wie robust ist Gold und wie könnte sich der Preis weiter entwickeln? Über die Aussichten und wie Anleger auch von geringeren Schwankungen überproportional profitieren können, spricht Bianca Thomas mit Christian Köker von der HSBC:

16:23 Uhr

Wall Street tritt auf der Stelle

An der Wall Street ist wie erwartet keine klare Richtung zu erkennen. Der Dow-Jones-Index verliert leicht auf 34.576 Punkte. Der S&P-500 legt dagegen um 0,1 Prozent zu, und der Nasdaq-Composite steigt um 0,4 Prozent.

S&P 500
S&P 500 4.161,95

Marktteilnehmer sprechen weiterhin von Zurückhaltung vor der Bekanntgabe der US-Verbraucherpreise für Mai am Donnerstag. Denn eine hohe Inflation dürfte die Spekulationen über eine straffere Geldpolitik der US-Notenbank wieder anheizen.

Keine Überraschung sind die Verluste bei Unipath und Campbell: Unipath brechen nach Börsenstart um 5,4 Prozent ein, nachdem das Unternehmen erstmals seit seinem Börsengang im April Geschäftszahlen veröffentlich hat. Campbell verlieren 7,1 Prozent. Der US-Nahrungsmittelkonzern zeigt sich nach einem schwachen dritten Quartal pessimistischer.

In den Fokus der Anleger könnte ein Börsendebüt rücken. Das Finanz-Startup Marqeta, das der Commerzbank-Wagniskapitalgeber Commerzventures als Portfoliounternehmen führt, hat den Ausgabepreis auf 27 Dollar je Aktie festgelegt und damit über der ursprünglichen Preisspanne von 20 bis 24 Dollar, mit der Marqeta eine Bewertung von knapp 13 Milliarden Dollar angestrebt hatte. Marqeta bietet Bezahlkarten für Unternehmen an.

15:45 Uhr

Lieferkettenprobleme: Tomatenernte trifft auf Dosenknappheit

Tomatensauce für Spaghettis könnte dieses Jahr knapp werden. Ein weltweiter Mangel an Blechen für die Herstellung von Dosen für die Lebensmittelproduktion führe dazu, dass italienische Tomaten auf den Feldern verrotteten, schreibt das US-Finanzportal Bloomberg.

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Italien ist besonders betroffen, weil dort mehr Dosen als Kartons für Tomatensauce verwendet werden.

(Foto: imago images/Shotshop)

Italien ist mit einer jährlichen Produktion von etwa 5 Millionen Tonnen verarbeiteten Tomaten einer der weltweit führenden Produzenten. Da Chinas Wirtschaft sich schneller erhole als der Rest der Welt, würden die Dosen größenteils dort absorbiert, zitiert das Portal Natasha Linhart, Chefin des Unternehmens Atlante, das italienische Feinkosthändler in mehreren Märkten beliefert, darunter die USA, Großbritannien, Indien und Japan und Kanada. "Wir können keine Dosen finden. Große multinationale Konzerne sind mit ihren Verträgen in Verzug und der Preis für Dosen hat sich mehr als verdreifacht."

15:25 Uhr

Heftige Achterbahnfahrt bei Windeln.de

Die Kursausschläge bei den Aktien von Windeln.de halten an. Die Titel des Online-Babyausstatters stiegen zunächst um 25 Prozent, bevor sie bis zu 11,2 Prozent ins Minus kippten. Damit waren sie aber immer noch rund sieben Mal so teuer wie vor einer Woche. Binnen Tagen um mehrere Hundert Prozent nach oben - ähnlich war es schon beim US-Videospielehändler Gamestop und der Kinokette AMC zu beobachten gewesen. Dahinter stecken Kleinanleger, die sich in Internet-Foren gegenseitig zu Käufen anstacheln.

Windeln.de-Chef Matthias Peuckert konnte keinen plausiblen Grund für die Kurssprünge nennen. "Aus operativer Sicht gibt es keine Erklärung", sagte Peuckert.

Windeln.de
Windeln.de 2,48

15:03 Uhr

Kurz vor EZB-Entscheid: Euroländer sammeln Milliarden am Finanzmarkt ein

Südliche Euro-Länder haben kurz vor der Zinsentscheidung der EZB Milliarden am Finanzmarkt eingesammelt: Griechenland nahm 2,5 Milliarden Euro bei der Emission einer zehnjährigen Staatsanleihe ein. Die Anleger rissen sich um das Papier: Die Gebote summierten sich auf 29 Milliarden Euro. Das teilte die mit dem Schuldenmanagement beauftragte Finanzagentur in Athen mit.

Erst am Dienstag hatte Italien zehn Milliarden Euro mit einer zehnjährigen Staatsanleihe eingenommen, wobei sich die Gebote der Investoren hier auf 65 Milliarden Euro beliefen. Portugal besorgte sich eine Milliarde Euro über Bonds mit Laufzeiten von sechs und zehn Jahren.

Die südeuropäischen Staaten nutzten den Rückgang der Kreditkosten, um sich vor der mit Spannung erwarteten Sitzung der EZB am Donnerstag mit Geld einzudecken. Die Anleiherenditen in der Euro-Zone sind in den vergangenen Wochen stark gefallen.

14:35 Uhr

Datenleck enthüllt: Superreiche zahlen kaum Steuern

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Laut einem Bericht der Non-Profit-Journalistenorganisation ProPublica zahlen die 25 reichsten Amerikaner weniger Steuern als viele Arbeiter – und einige auf Bundesebene jahrelang überhaupt keine Einkommensteuer.

REUTERS

Brisante Leaks sorgen in den USA derzeit für eine Diskussion über Gerechtigkeit und Anstand. Datenmaterial der US-Steuerbehörde IRS zeigt laut einem Enthüllungsbericht, dass Superreiche wie Elon Musk, Warren Buffett und Jeff Bezos ganz legal an der Steuer vorbeiverdienen.

Klicken Sie auf das Video und sehen Sie selbst:

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14:13 Uhr

Diese Aktie schmeckt Anlegern nicht

Nach einer Prognosesenkung fallen Campbell Soup vorbörslich um mehr als sieben Prozent. Dem US-Hersteller von Lebensmitteln wie Crackern und Dosensuppen machen steigende Kosten für Rohstoffe und Transport zu schaffen.

Campbell Soup Company
Campbell Soup Company 37,75

13:37 Uhr

Anleger fliegen auf Einkaufszentren-Betreiber

Es geht aufwärts: Sinkende Corona-Fallzahlen und die Lockerung der Pandemie-Beschränkungen ermuntert Anleger zum Einstieg bei Betreibern von Einkaufszentren.

Die Aktien von Unibail-Rodamco, Klepierre und Deutsche Euroshop steigen um bis zu 6,8 Prozent. Mit 83,49 Euro, 25,62 Euro und 21,14 Euro waren die Papiere jeweils so teuer wie zuletzt im März 2020.

13:22 Uhr

Verfahren gegen Volkswagen nun auch in Frankreich

Im Dieselskandal bei Volkswagen hat nun auch die französische Justiz ein Betrugsverfahren eröffnet. Wie der Konzern mitteilte, läuft bereits seit dem 6. Mai ein offizielles Ermittlungsverfahren gegen VW. Nach Angaben aus Justizkreisen wurde der Konzern angewiesen, Sicherheiten in Höhe von insgesamt 70 Millionen Euro zurückzustellen.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 218,40

VW erklärte nach Angaben von Anwalt Nicolas Huc-Morel, in Deutschland habe der Konzern 2018 eine Geldbuße von 1 Milliarde Euro gezahlt. Dies umfasse auch "Fahrzeuge, die in Frankreich vermarktet wurden". Allerdings halte die französische Justiz weitere Ermittlungen für nötig. VW hat dagegen Rechtsmittel eingelegt.

13:14 Uhr

Winterkorn zahlt 11 Millionen Euro Schadenersatz an VW

Der frühere Konzernchef Martin Winterkorn und drei weitere Ex-Topmanager zahlen wegen des Dieselskandals Rekord-Entschädigungen an Volkswagen. Ein Großteil der Gesamtsumme entfällt dabei auf spezialisierte Haftpflichtversicherungen.

Laut der abschließenden Einigung wurde ein Betrag von knapp 288 Millionen Euro vereinbart, heißt es aus dem Unternehmen. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende persönlich zahlt 11,2 Millionen Euro.

13:03 Uhr

Insider: EZB berät diesen Monat über Strategiecheck

Die Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) wollen Insidern zufolge in der zweiten Monatshälfte auf einem dreitägigen Treffen an einem Tagungsort in der Nähe von Frankfurt über ihren laufenden Strategiecheck beraten.

Es werde das erste Mal sein, dass die 25 Mitglieder des EZB-Rates seit Beginn der Corona-Pandemie wieder physisch zusammenkommen, sagten Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Ziel sei es, erhebliche Fortschritte bei der laufenden Strategieüberprüfung zu erzielen. Es sei aber nicht sicher, ob das auch erreicht werde.

12:48 Uhr

Insider: Ex-Daimler-Managerin wird Digitalvorständin bei der Bahn

Die Mobilitätsexpertin Daniela Gerd tom Markotten wird Aufsichtsratskreisen zufolge in den Bahn-Vorstand als Expertin für Digitales einziehen. Die 46-Jährige solle in der nächsten Woche vom Aufsichtsrat bestätigt werden, sagten mit der Personalie Vertraute. Zuvor hatte das "Handelsblatt" davon berichtet. Gerd tom Markotten arbeitete 13 Jahre für Daimler und war ab 2017 Chefin der Mobilitätsplattform Moovel, an der Daimler und BMW beteiligt waren. Bereits bei Daimler arbeitete sie vor allem an digitalen Themen. Im vergangenen Jahr gründete sie ein eigenes Mobilitäts-Startup.

12:26 Uhr

"FT": Großbritannien will Ausnahmen von globaler Mindeststeuer

Der britische Finanzminister Rishi Sunak dringt laut "Financial Times" auf Ausnahmen für die in London ansässige Finanzbranche von der geplanten weltweiten Mindeststeuer. Die britische Regierung befürchte Nachteile für global agierende Banken mit Sitz in London, berichtete die Zeitung mit Verweis auf Insider. Sunak habe die Bedenken auch beim Treffen der Finanzminister der sieben führenden Industrienationen (G7) am vergangenen Wochenende angesprochen.

Die G7-Gruppe hatte sich dabei auf ein Grundgerüst für eine weltweite Steuerreform verständigt. Herzstück ist eine Mindeststeuer für Großkonzerne in Höhe von mindestens 15 Prozent. Sunak hatte nach den Verhandlungen von einem historischen Steuerdeal gesprochen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:08 Uhr

Chipmangel: BMW fährt Produktion in Dingolfing runter

BMW schränkt die Autoproduktion in seinem größten europäischen Werk Dingolfing ein, weil Elektronikchips fehlen. Ab kommendem Montag werde eine Woche lang nur eine Schicht gefahren statt bisher zwei Schichten, kündigte eine Konzernsprecherin an. Es fehlten Chips für Bauteile, die in den großen BMW-Baureihen gebraucht werden. Die weltweiten Lieferengpässe erforderten bei Einkauf und Produktion inzwischen "eine tagesaktuelle Planung".

BMW
BMW 90,95

In Dingolfing werden die 5er- bis 8-er-Baureihen, Elektroantriebe und in Kürze auch der vollelektrische iX gebaut. Wie viele der rund 17.000 Mitarbeiter vom Ausfall der zweiten Schicht nächste Woche betroffen seien, stehe noch nicht fest. Seit Ende April waren bei BMW auch schon einzelne Schichten in den Werken Regensburg, Oxford und beim Auftragsfertiger Nedcar ausgefallen.

Chip-Krise und so schnell kein Ende in Sicht ...


12:03 Uhr

Zeitung: Anklage gegen Ex-VW-Chef Winterkorn wegen Falschaussage

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung Anklage gegen den über den Dieselskandal gestürzten VW-Chef Martin Winterkorn erhoben. Dem Manager solle der Prozess gemacht werden wegen uneidlicher Falschaussage vor dem Abgas-Untersuchungsausschuss des Bundestages im Januar 2017, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Ermittlerkreise. Damals hatte Winterkorn bestritten, vor Bekanntwerden des Dieselskandals im September 2015 von den Manipulationen gewusst zu haben.

11:48 Uhr

EU-Gericht kippt Freigabe der Corona-Staatshilfe an Condor

Die EU-Kommission hat nach einem Urteil des Gerichtes der Europäischen Union Fehler bei der Genehmigung der Corona-Hilfskredite für den Ferienflieger Condor gemacht. Der Beschluss der Kommission sei aufgrund unzureichender Begründung nichtig, teilte das EU-Gericht in Luxemburg mit. Der Staat hatte Condor mit 550 Millionen Euro Krediten in der Corona-Krise im vergangenen Jahr gestützt. Geklagt hatte dagegen der Billigflieger Ryanair aus Irland. Die Richter setzten wie schon bei anderen Fällen die Wirkung der Nichtigerklärung zugleich aus, sodass die EU-Behörde einen neuen Beschluss erlassen kann.

Europas größte Billigairline hat insgesamt 16 Klagen gegen staatliche Hilfen für Konkurrenten bei dem Luxemburger Gericht erhoben, darunter auch gegen die Milliardenhilfen für die Lufthansa. Es bleibt also spannend. Heute kann das dem Lufthansa-Kurs jedoch nichts anhaben!

Lufthansa
Lufthansa 10,49

11:03 Uhr

Ade Mobilfunktechnologie 3 G: Wer ist betroffen?

4G dürfte den meisten Smartphone-Besitzern ein Begriff sein, einige nutzen sogar schon 5G. Die 3G-Technologie wird in den letzten Jahren hingegen immer irrelevanter. Bei der dritten Generation des Mobilfunkstandards gehen langsam die Lichter aus. Doch wer ist von der Abschaltung betroffen?

10:50 Uhr

Maschinen- und Anlagenbau erholt sich schneller als erwartet

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr erhöht. Die Auftragsbücher füllten sich schneller als erwartet. Die Produktion dürfte dieses Jahr nicht nur um 7, sondern um 10 Prozent wachsen auf 221 Milliarden Euro, teilt der Branchenverband VDMA mit. Im vergangenen Jahr war sie um 12 Prozent eingebrochen. 2022 dürfte sie wieder das Niveau vor Corona erreichen, sagte Verbandspräsident Karl Haeusgen im Club Wirtschaftspresse in München.

10:28 Uhr

Geplante US-Reiseerleichterungen helfen Touristikwerten

Die Aussicht auf eine Lockerung der US-Reisebeschränkungen macht Anlegern Mut. Sie decken sich mit Touristikwerten ein. Dies verhilft dem europäischen Branchenindex zu Kursgewinnen von 0,6 Prozent.


Die Aktie der Deutschen Lufthansa ist mit plus 2,3 Prozent bislang der gefragteste Titel im Dax!

09:57 Uhr

Minus 15 Prozent: Heidelberger Druck brechen ein

Mit Enttäuschung reagieren Investoren auf den Ausblick von Heidelberger Druck. Die Aktien des Druckmaschinen-Herstellers fallen um 15,5 Prozent. Das ist der größte Kursrutsch seit zwei Jahren. Das Unternehmen stellt zwar für das Geschäftsjahr 2021/2022 einen Anstieg der operativen Marge von bislang fünf auf sechs bis sieben in Aussicht. Die Markterwartung habe allerdings bei acht Prozent gelegen, sagt ein Börsianer.

Heidelberger Druck
Heidelberger Druck 1,68

09:25 Uhr

Volkswagen investiert weitere 500 Millionen Euro in Batterie-Startup

Volkswagen hat sich mit rund 500 Millionen Euro an einer Finanzierungsrunde bei seinem schwedischen Batteriepartner Northvolt beteiligt. Damit hält das Unternehmen seinen Anteil von rund 20 Prozent konstant, wie die Volkswagen AG mitteilt. Die Mittel dienten dem Kapazitätsausbau in den Bereichen Produktion, Recycling sowie Forschung und Entwicklung. Northvolt plant unter anderem, die Gigafabrik Northvolt Ett im nordschwedischen Skelleftea von 40 GWh jährlicher Produktionskapazität auf 60 GWh zu erweitern.

Volkswagen hatte sich im Juni 2019 mit rund 900 Millionen Euro an Northvolt beteiligt und rund 20 Prozent der Anteile sowie einen Sitz im Aufsichtsrat erhalten. Die Produktion von VW-Batteriezellen wird mit Northvolt in Skelleftea konzentriert, die Fertigung soll 2023 starten.

Die zweite VW-Gigafabrik wird in Salzgitter ab 2025 die sogenannte Einheitszelle für das Volumensegment produzieren und perspektivisch ebenfalls bis zu 40 GWh pro Jahr fertigen.


Hier mehr Informationen zu den Batterie-Plänen bei Volkswagen:

09:13 Uhr

Lockdown-Ende beflügelt Geschäft von Zara-Mutter Inditex

Die Öffnung fast aller Geschäfte nach den Lockdowns im Winter lässt den Textilhändler Inditex auf bessere Geschäfte hoffen. Derzeit seien 98 Prozent der Läden geöffnet, teilte der Eigner der Modeketten Zara, Bershka und Massimo Dutti im spanischen Arteixo mit.

Inditex
Inditex 30,45

Im ersten Geschäftsquartal (bis Ende April) legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund die Hälfte auf mehr als 4,9 Milliarden Euro zu. In der Zeit vom 1. Mai bis 6. Juni lag der Erlös währungsbereinigt sogar mehr als doppelt so hoch wie kurz nach Beginn der Pandemie ein Jahr zuvor - und fünf Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Jahres 2019.

09:07 Uhr

Dax bleibt auf Tuchfühlung zum Rekordhoch

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Nur hundert Punkte vom Allzeithoch entfernt.

picture alliance / blickwinkel/AGAMI/G. Steytler

Der Dax startet mit 15.630 Punkten, also etwas leichter. Am Vortag hatte er bei 15.640 Zählern geschlossen. Damit bleibt das deutsche Leitbarometer weiterhin auf Tuchfühlung mit seinem Rekordhoch vom Montag dieser Woche bei 15.732. "Alles wartet auf den Donnerstag, vorher wird vermutlich nicht mehr viel passieren", sagt ein Marktteilnehmer.

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Am Donnerstag tagt zum einen die Europäische Zentralbank zur Geldpolitik. Sollte sie ihr Kaufprogramm verlängern und damit die Volumina erhöhen, könnte der Dollar steigen, heißt es. Der Rückenwind von der Währungsseite könnte dann den exportorientierten europäischen Aktien ebenfalls Rückenwind verleihen. Andererseits werden gleichzeitig mit dem Start der Pressekonferenz der EZB in den USA Verbraucherpreisdaten veröffentlicht, die wiederum Hinweise auf den Zeitpunkt einer ersten geldpolitischen Straffung geben könnten.

"Im Vorfeld dieser wichtigen Ereignisse sind stärkere Ausschläge im Dax eher unwahrscheinlich", so der Marktteilnehmer. Unterstrichen wird das von den Devisen, den Renditen oder auch dem Goldpreis: Hier verändert sich das Bild am Morgen ebenfalls kaum. Auch von den Vorlagen aus Asien kommen keine nennenswerten Impulse.

Apropos Geldpolitik und Inflation ... Hier erfahren Sie mehr:

08:53 Uhr

Der Euro hält sich wacker 

Der Euro tendiert weiter bei knapp 1,22 US-Dollar. Die Kursbewegungen zwischen Euro und Dollar halten sich seit Wochenbeginn in Grenzen, starke Impulse sind Mangelware. Im frühen Handel kostet die Gemeinschaftswährung 1,2180 Dollar und damit in etwa so viel wie gestern Abend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2182 Dollar festgesetzt.

Das nächste entscheidende Ereignis für die Kursentwicklung dürfte die Zinssitzung der EZB sein, die aber erst morgen ansteht.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

08:30 Uhr

Irre Rally von Windeln.de geht weiter

Die Aktien des Online-Babyausstatters Windeln.de steigen im Frankfurter Frühhandel um mehr als 50 Prozent auf 6,80 Euro. Damit hat sich der Kurs seit Wochenbeginn mehr als versiebenfacht. Ähnlich wie beim US-Videospielehändler GameStop oder der Kinokette AMC wird die Hausse von Kleinanlegern getrieben, die sich in einschlägigen Internet-Foren gegenseitig zu Käufen ermuntern.

08:22 Uhr

Deutscher Exportmotor brummt

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picture alliance / SvenSimon

Die deutschen Unternehmen haben ihre Exporte im April den zwölften Monat in Folge gesteigert. Sie wuchsen allerdings nur noch um 0,3 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Im April verkauften die Unternehmen Waren im Wert von 111,8 Milliarden Euro ins Ausland. Verglichen mit April 2020 - dem ersten vollen Lockdown-Monat in der Corona-Krise - ist das eine Zunahme von 47,7 Prozent. Dabei wuchsen die Ausfuhren zum wichtigsten Exportkunden USA um 58,6 Prozent, die nach Großbritannien um 64,1 Prozent und die nach China um 16,0 Prozent. Das Auslandsgeschäft mit den EU-Ländern legte um 58,6 Prozent zu.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat seine Exportprognose wegen der von den USA und China angeführten Erholung der Weltwirtschaft kürzlich erhöht. Deutsche Firmen dürften demnach 2021 acht Prozent mehr ausführen. Bislang lag die Erwartung nur bei sechs Prozent. Wegen der Corona-Krise waren die Ausfuhren 2020 um mehr als neun Prozent eingebrochen.

08:14 Uhr

Voestalpine verdient wieder Geld

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine ist im abgelaufenen Geschäftsjahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Unter dem Strich sei in dem bis Ende März laufenden Geschäftsjahr 2020/21 ein Gewinn von 31,7 Millionen Euro erzielt worden, teilte das Unternehmen mit. Auf das Ergebnis drücken Sonderabschreibungen in Höhe von 197 Millionen Euro, die im Wesentlichen im zweiten Quartal angefallen waren.

Im Jahr zuvor war noch ein Verlust von 216,5 Millionen Euro angefallen.

Der Konzern beliefert unter anderem die Automobilindustrie mit hochfesten Karosserieteilen und Blechen.

07:59 Uhr

Dax höher erwartet - Anleger bereiten sich auf den "Super Donnerstag" vor

Heute wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Gestern hatte der Leitindex 0,2 Prozent im Minus bei 15.640,60 Punkten geschlossen. Hauptgesprächsthema auf dem Börsenparkett bleiben Inflation und mögliche Auswirkungen auf die Geldpolitik dies- und jenseits des Atlantik. Daher fiebern Investoren gespannt dem "Super Donnerstag" entgegen, wenn die Europäische Zentralbank (EZB) zu ihren Beratungen zusammenkommt und in den USA die Verbraucherpreise veröffentlicht werden.

"Während sich EZB-Chefin Christine Lagarde morgen um 14.30 Uhr ans Mikrofon setzt, laufen die Inflationsdaten aus den USA über die Ticker", sagt Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. "Es dürfte eine brisante Pressekonferenz werden, vor allem dann, wenn zum Start weiter dynamisch steigende Preise aus den USA gemeldet werden sollten."

Dax
Dax 15.448,04

07:37 Uhr

Ölpreise steigen auf Mehrjahreshoch

Anzeichen für eine Erholung der Nachfrage von den Coronavirus-Folgen machen Öl teurer. Der Preis für die Sorte Brent aus der Nordsee steigt um 0,8 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 72,83 Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI gewinnt ähnlich stark und ist mit 70,62 Dollar so teuer wie zuletzt vor knapp drei Jahren. "

Unterstützung erhalten die Rohölpreise durch Lagerdaten aus den USA. Nach Zahlen des American Petroleum Institute (API) sind die Rohölvorräte der USA in der vergangenen Woche gesunken. Am Nachmittag veröffentlicht die Regierung ihre wöchentlichen Daten, die als Richtschnur für die kurzfristige Angebots- und Nachfragesituation gelten.

Für grundlegenden Auftrieb am Ölmarkt sorgt seit längerem die vielerorts entspanntere Corona-Lage, insbesondere in den USA, China und weiten Teilen Europas. Dagegen ist die Lage in einigen asiatischen Ländern und vielen Staaten Südamerikas teils sehr angespannt.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 73,80

07:32 Uhr

Gewinne in Shanghai, Verluste in Tokio

An Asiens Börsen ist heute wenig los. Die größten Ausschläge zeigen Shanghai (+0,4%), Seoul (-0,3%) und Tokio, wo der Nikkei-Index ebenfalls um 0,3 Prozent nachgibt. Börsianer sprechen von Gewinnmitnahmen und einem richtungslosen Geschäft.

Nikkei
Nikkei 27.939,81

Im Fokus steht die globale Inflationsentwicklung, insbesondere jene in den USA. Neue Erkenntnisse gibt es dazu morgen von den Verbraucherpreisen für Mai. Weil eine hohe Inflation einhergeht mit Spekulationen über eine straffere Geldpolitik der Notenbanken, dürften sich einige Akteure an den Börsen aktuell etwas zurückhalten mit Neuengagements.

Dafür sprechen auch die chinesischen Erzeugerpreise. Sie sind im Mai kräftig gestiegen.

Aus Südkorea kamen derweil ganz leicht nach oben revidierte BIP-Zahlen für das erste Quartal. Sie sorgen aber für keinen Impuls, ebensowenig von Markteilnehmern als solide ausgefallen bezeichnete Arbeitsmarktdaten.

In Seoul geben LG Chem um 0,4 Prozent nach. Grund seien Sorgen, dass der geplante Börsengang des Batterie-Tochter LG Energy Solution für Bewertungseinbußen bei LG Chem sorgen könnte, hieß es.

07:18 Uhr

Chinas Erzeugerpreise mit kräftigstem Anstieg seit zwölf Jahren

Die chinesischen Produzenten haben ihre Preise im Mai so kräftig angehoben wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Die Erzeugerpreise stiegen um 9 Prozent zum Vorjahr, wie das Statistikamt mitteilte. Im April hatte es einen Anstieg von 6,8 Prozent gegeben. Die weltweite Konjunkturerholung treibt derzeit die Preise für Rohstoffe, Vorprodukte und Waren in die Höhe. Da China als Exportweltmeister viel ins Ausland verkauft, könnten die gestiegenen Erzeugerpreise auch dort ankommen.

Die Verbraucherpreise in der Volksrepublik legten im Mai vergleichsweise gering zu. Die Lebenshaltungskosten erhöhten sich um 1,3 Prozent im Jahresvergleich.

07:00 Uhr

El Salvador bringt Pro-Bitcoin-Gesetz auf den Weg

El Salvadors Regierung hat eine Gesetzesinitiative für die Nutzung der Kryptowährung Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel im Parlament eingebracht. Die Regierungspartei Nuevas Ideas (Neue Ideen) hat seit Mai eine Zweidrittelmehrheit im Parlament, das aus nur einer Kammer besteht.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass in dem mittelamerikanischen Land jeder Händler Bitcoin als Zahlungsmittel annehmen muss, der technisch dazu in der Lage ist. Auch Steuern können demnach in der Kryptowährung bezahlt werden. Auf den Tausch von Bitcoins soll keine Kapitalertragssteuer erhoben werden. Den Wechselkurs zum US-Dollar werde der Markt frei entscheiden.

Das Gesetz soll 90 Tage, nachdem es im Amtsblatt erscheint, in Kraft treten. El Salvadors Präsident Nayib Bukele hatte den Schritt vergangenen Samstag während einer Bitcoin-Konferenz in den USA angekündigt.

06:31 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Fünf Punkte haben am Dienstag zu einem weiteren Dax-Rekord gefehlt, das Tageshoch lag bei 15.727 Zählern. Am Montag hatte der deutsche Leitindex bei 15.732 Punkten ein neues Allzeithoch erreicht. Dass auch im Dienstagshandel die Gewinne wieder abgegeben wurden, passt derzeit ins Bild. "Die Anleger warten ab, bleiben vorsichtig", kommentierten die ntv-Börsenkorrespondenten Sabrina Marggraf und Raimund Brichta unisono. Sie verweisen dabei auf die anstehenden US-Inflationsdaten sowie die Ergebnisse der EZB-Ratssitzung, die jeweils am Donnerstag veröffentlicht werden. Bis dahin - und somit wohl auch zur Wochenmitte - tritt der Dax weitgehend auf der Stelle, hält aber sein Rekordniveau.

Auf der Konjunkturagenda stehen Daten zur deutschen Handels- und Leistungsbilanz sowie zu den Arbeitskosten an. Der Verband der Chemischen Industrie gibt zudem einen Einblick in die Geschäftsentwicklung der Branche. Unternehmensseitig veröffentlicht Heidelberger Druckmaschinen sein ausführliches Jahresergebnis. Daneben laden Rhön Klinikum, Gerresheimer und Jenoptik ihre Aktionäre zu Online-Hauptversammlungen.

06:15 Uhr

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