Dienstag, 08. Juni 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Thomas Badtke
17:41 Uhr

"Dax liegt in Lauerstellung"

Mit einem kleinen Minus startet der Dax in den Dienstagshandel, mit einem geringen Abschlag beendet er ihn auch: Er gibt 0,2 Prozent auf 15.641 Punkte nach. Im Verlauf kann der deutsche Börsenleitindex zeitweise aber auch zulegen, kratzt mit einem Tageshoch von 15.727 Punkten am erst am Montag aufgestellten neuen Rekordhoch von 15.732 Zählern. Die Handelsspanne beträgt etwa 90 Punkte und zeigt, dass aktuell große Kurssprünge nicht an der Tagesordnung sind.

"Der Dax hält sich bedeckt, liegt in Lauerstellung", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Raimund Brichta und verweist auf den "womöglich heißesten Börsentag der Woche", den Donnerstag. "Die EZB-Sitzung und die Inflationsdaten werden von den Anlegern mit Spannung erwartet", erläutert er. "Zuletzt gut gelaufene Aktien wurden heute verkauft."

Dax
Dax 15.448,04

Auf der Verliererseite rangieren im Dax Covestro mit einem Abschlag von mehr als zwei Prozent. Schwach präsentieren sich auch die Autowerte: VW und Daimler geben jeweils mehr als ein Prozent nach. Dagegen legen Merck und Delivery Hero jeweils mehr als zwei Prozent zu und führen damit die Gewinnerliste im Dax an.

Covestro
Covestro 52,02
Merck KGaA
Merck KGaA 152,00

 

17:30 Uhr

Ermutigende Verkehrszahlen stützen Southwest

Die Aktien von Southwest Airlines legen 0,7 Prozent zu, nachdem die Fluggesellschaft ermutigende Verkehrszahlen für Mai veröffentlicht und sich für den Juni optimistisch gezeigt hat.

Southwest Airlines
Southwest Airlines 46,37

16:50 Uhr

China-Zahlen beflügeln Tesla-Aktie

Die Tesla-Aktien steigen zeitweise fast zwei Prozent. Laut der China Passenger Car Association (CPCA) verkaufte das Unternehmen im Mai 33.463 in China hergestellte Elektroautos, einschließlich Exporte - ein Anstieg von 29 Prozent gegenüber dem Vormonat. Dagegen belastet der Abgang eines langjährigen Managers nicht. Jerome Guillen, der bei Tesla zuletzt für den Bereich Schwerlast-Lkw verantwortlich war, hat das Unternehmen verlassen.

Tesla
Tesla 522,80

16:26 Uhr

Kryptos unter Druck: Bitcoin und Ethereum fallen weiter

Die Talfahrt der Kryptowährungen beschleunigt sich. Bitcoin fällt um fast acht Prozent auf 31.823 Dollar. Ethereum, Ripple und Litecoin bauen ihre Verluste ebenfalls aus und rutschen um bis zu zehn Prozent ab.

Bitcoin
Bitcoin 34.682,75

16:10 Uhr

Wall Street startet uneinheitlich

Mit einer uneinheitlichen Tendenz ist am Dienstag die Wall Street in den Handel gestartet. Zuletzt haben sich die Indizes zwar nur innerhalb einer engen Bandbreite bewegt, notieren aufgrund der sich schnell erholenden US-Wirtschaft und der andauernden Unterstützung durch die US-Notenbank aber nahe ihren Rekordniveaus. Die Marktbewegungen hätten sich in den vergangenen Wochen wegen der schwindenden Inflationsängste wieder normalisiert, heißt es. Doch stehe das Thema Inflation weiter im Fokus und dürfte für einen insgesamt volatilen Handel sorgen.

Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach der Startglocke 0,1 Prozent auf 34.603 Punkte. Für den S&P-500 geht es dagegen um 0,1 Prozent nach oben, der Nasdaq-Composite steigt um 0,5 Prozent. "Sowohl an den Anleihen- als auch an den Aktienmärkten wird verstärkt darauf geachtet, ob es sich um einen temporären Anstieg der Inflation handelt, oder ob es zu einer dauerhaft höheren Inflation kommt", so David Donabedian, Chief Investment Officer bei CIBC Private Wealth Management. Das vor der Startglocke veröffentlichte US-Handelsbilanzdefizit für April lag im Rahmen der Erwartungen und sorgt für keinen Impuls.

S&P 500
S&P 500 4.152,00
Nasdaq Composite
Nasdaq Composite 14.030,38

 

15:51 Uhr

Gläubiger fordern Milliarden von insolventer Greensill Bank

Nach dem Zusammenbruch der Bremer Greensill Bank fordern die Gläubiger rund vier Milliarden Euro zurück. Der größte Teil dabei entfällt nach Angaben eines Sprechers von Insolvenzverwalter Michael Frege auf den Einlagensicherungsfonds der privaten Banken, der die Privatanleger bereits mit rund drei Milliarden Euro entschädigt hat. Dazu kommen zahlreiche Kommunen, die ihr Geld bei dem Geldhaus angelegt haben. Insolvenzverwalter Michael Frege sagte dem Sprecher zufolge bei der Gläubigerversammlung, er gehe davon aus, dass ein großer Teil des Geldes eingetrieben werden könne.

Die Greensill Bank wurde Anfang März von der Finanzaufsicht BaFin geschlossen und ging wenige Tage später insolvent. Das Geldhaus war bis zu seiner Pleite weitgehend unbekannt. Es warb über Online-Plattformen mit vergleichsweise hohen Zinsen um Einlagen, mit denen die britisch-australische Mutter Greensill Capital Fondsgeschäfte refinanzierte.

15:11 Uhr

Partnerschaft zahlt sich für Gap-Aktie aus

Der Anfangserfolg der Partnerschaft mit Yeezy ermuntert Anleger zum Einstieg bei Gap. Die Aktien der Bekleidungsfirma steigen im vorbörslichen US-Geschäft um drei Prozent. Eine gemeinsam mit Yeezy, dem Modelabel des Rappers Kanye West, entworfene Jacke war binnen Stunden ausverkauft.

Gap
Gap 26,35

14:53 Uhr

Der nächste Zocker-Hype? Windeln.de-Aktie geht durch die Decke

Einen Höhenflug wie zuletzt sogenannte "Meme"-Aktien in den USA erleben die Titel von Windeln.de. Nachdem sich ihr Wert am Vortag mehr als verdoppelt hat, schießen sie erneut um rund 90 Prozent auf 4,30 Euro nach oben. "Im Endeffekt ist das Zockerei", sagt ein Händler. Fundamental gebe es keine Gründe für den Kursanstieg. Am Wochenende sei der Wert auf einer Internetseite gepusht worden. Spekulationen über Rückenwind durch Chinas Schwenk in der Geburtenpolitik seien dagegen "an den Haaren herbeigezogen". "Trader versuchen einfach, in sehr kleinen Werten ihr Glück zu machen." Davon profitierten auch die Adler Modemärkte, deren Titel um rund ein Drittel auf 1,37 Euro anzogen.

In den USA hatten zum Wochenstart erneut die sogenannten "Meme"-Aktien ein Kursfeuerwerk gezündet. Diese von Kleinanlegern in sozialen Netzwerken hochgejubelten Titel wie etwa der Kinobetreiber AMC Entertainment oder der US-Videospielehändler Gamestop fuhren erneut zweistellige Kursgewinne ein. Angesichts des steilen Kursanstiegs von Aktien mit Fan-Gemeinden im Internet will die US-Börsenaufsicht SEC nun genau hinschauen.

Windeln.de
Windeln.de 2,48
Gamestop Corporation
Gamestop Corporation 182,95

 

14:27 Uhr

Dax pendelt in robuster Verfassung nahe Rekordhoch

Der Dax präsentiert sich auch am Nachmittag in robuster Verfassung nahe seines Rekordhochs. Der deutsche Leitindex notiert 0,1 Prozent fester bei 15 700 Punkten. Konjunkturdaten aus Deutschland - der ZEW-Index - fielen schwächer als erwartet aus. Papiere aus dem Pharma- und Gesundheitssektor sind gefragt: Merck-Aktien steigen auf ein Rekordhoch und gewinnen an der Dax-Spitze 3,2 Prozent. Sartorius verteuern sich im MDax um viereinhalb Prozent. Autowerte zollen indes ihrer jüngsten Rally Tribut. Im Dax verlieren Volkswagen als Schlusslicht 2,1 Prozent.

14:01 Uhr

Erfolgt Zulassung von Curevac-Impfstoff erst im August?

Der Covid-19-Impfstoff des Tübinger Biotechunternehmens Curevac verzögert sich offenbar. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte in der Runde mit seinen Länderkollegen, dass die europäische Arzneimittelbehörde EMA nicht mit einer Zulassung "vor August" rechne, heißt es aus Teilnehmerkreisen. Eine EMA-Sprecherin sagte, dass man den Zulassungsprozess für einzelne Impfstoffe nicht kommentiere.

Curevac hatte ursprünglich mit einem Zulassungsantrag für seinen Impfstoff noch im zweiten Quartal gerechnet. Derzeit sammelt die Firma noch Wirksamkeitsdaten in der entscheidenden klinischen Studie mit dem Vakzin. Curevac hatte zuletzt erklärt, diese im Juni zu erwarten. Die Zulassung bei der EMA solle dann "schnellstmöglich" beantragt werden. Curevac-Aktien, die zum Wochenauftakt deutlich zugelegt hatten und über die 100-Euro-Marke gesprungen waren, notieren etwa 4,3 Prozent im Minus bei 95,75 Euro.

Curevac
Curevac 52,99

13:48 Uhr

Stockpicking ist angesagt an der Wall Street

Mit einem wenig veränderten Start wird an der Wall Street gerechnet. Zuletzt haben sich die Indizes innerhalb einer engen Bandbreite bewegt, notieren aufgrund der sich schnell erholenden US-Wirtschaft und der andauernden Unterstützung durch die US-Notenbank aber nahe ihren Rekordniveaus. Die Marktbewegungen hätten sich in den vergangenen Wochen wegen der schwindenden Inflationsängste wieder normalisiert, heißt es. Doch stehe das Thema Inflation weiter im Fokus und dürfte für einen insgesamt volatilen Handel sorgen.

Bei den Einzelwerten geht es für die Aktie von Marvell Technology vorbörslich 4,6 Prozent nach oben. Dank eines starken Umsatzwachstums konnte der Chiphersteller im ersten Quartal den Verlust eingrenzen. Die Papiere von Stitch Fix schießen sogar um 13,9 Prozent nach oben. Nach einem Umsatzplus von 44 Prozent im dritten Quartal des Fiskaljahres des Anbieters von Online-Styling-Services verringerte sich das Ergebnisminus auf rund 19 von 34 Millionen Dollar. Beide Kennziffern fielen besser aus als Analysten erwartet hatten.

13:21 Uhr

Stellantis-Tochter setzt IPO-Preisspanne fest

Die Gebrauchtwagen-TochterAramis  der Automobilholding Stellantis hofft, bei ihrem Börsengang bis zu 481 Millionen Euro einzunehmen. Die Preisspanne wurde auf 23 bis 28 Euro je Aktie festgesetzt. "Unser Ziel ist es, die bevorzugte Online-Plattform für den Gebrauchtwagenkauf in Europa zu werden", erklärten die Firmengründer Nicolas Chartier und Guillaume Paoli. Der Börsengang sei ein wichtiger Schritt dafür und schaffe die Möglichkeit, durch Zukäufe schnell zu wachsen. Der aus der Fusion der Opel-Mutter PSA mit dem italienisch-amerikanischen Autobauers Fiat Chrysler hervorgegangene Stellantis-Konzern hält 70 Prozent an Aramis. Laut dem Börsenkandidaten will Stellantis auch nach einer Aktiennotierung eine Mehrheit an Aramis behalten.

Stellantis
Stellantis 16,48

12:28 Uhr

Biontech-Hype: Sartorius-Kurs hat Nachholpotenzial

Für Sartorius-Aktien geht es rund drei Prozent nach oben. Im Handel ist von Nachholbedarf die Rede. Die Anleger hätten noch nicht ausreichend gewürdigt, dass auch nach einem Abklingen der Pandemie das Thema Auffrischungsimpfungen auf Dauer erhalten bleiben dürfte. Davon sollte Sartorius als Schlüsselzulieferer einer der Hauptprofiteure sein. Während sich die Biontech-Aktie seit April mehr als verdoppelt habe, bleibe das Sartorius-Papier weiter hinter seinen Möglichkeiten zurück.

 

Sartorius
Sartorius 413,70

12:01 Uhr

Dax zieht über 15.700

Im Minus gestartet, notiert der Dax am Mittag fester - und wieder über der Marke von 15.700 Punkten. Die Kursbewegen fallen aber gering aus. "Der Leitindex zeichnet sich durch Stillstand aus: keine Kauflaune, aber auch kein Verkaufsdruck", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Die Anleger warten gespannt auf die Ergebnisse der EZB-Sitzung am Donnerstag." Die jüngsten ZEW-Konjunkturdaten hatten, obwohl eher durchwachsen ausgefallen, den Dax ins Plus gehievt, so Marggraf.

11:52 Uhr

ZEW-Konjunkturindex sinkt

Börsenprofis blicken wegen sinkender Corona-Infektionen trotz eines kleines Dämpfers weiter recht optimistisch auf die deutsche Konjunktur. Das Barometer ihrer Erwartungen für die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten sechs Monaten sank zwar im Juni leicht um 4,6 auf 79,8 Zähler, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner monatlichen Umfrage unter 187 Analysten und Anlegern mitteilt. Ökonomen hatten hingegen mit einem Anstieg auf 86,0 Zähler gerechnet. Die wirtschaftliche Situation in Deutschland wird laut ZEW aber inzwischen beurteilt wie vor der Corona-Pandemie im August 2019.

"Die wirtschaftliche Erholung schreitet voran", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die Ergebnisse der Umfrage. Die ZEW-Konjunkturerwartungen seien trotz des leichten Abebbens weiter auf sehr hohem Niveau. "Der Rückgang der Erwartungen dürfte größtenteils auf die erheblich bessere Beurteilung der Wirtschaftslage zurückzuführen sein, die inzwischen auf Vorkrisenniveau gestiegen ist." Die Finanzmarktexpertinnen und –experten gingen für das nächste halbe Jahr daher weiter von einer kräftigen Konjunkturerholung aus.

11:35 Uhr

Materialmangel bremst deutsche Industrie

Commerzbank-Volkswirt Ralph Solveen sieht die deutsche Industrie im April von Materialmangel ausgebremst und rechnet auch für Mai mit keiner Besserung. "Da die bereits vorliegenden Zahlen des (Branchenverbands) VDA einen deutlichen Rückgang der Autoproduktion im Mai anzeigen, ist für diesen Monat mit einer noch niedrigeren Produktion zu rechnen, sodass zumindest die Industrie im zweiten Quartal die deutsche Wirtschaft wohl eher bremst", so Solveen.

Da der hierfür verantwortliche Mangel an Vorprodukten wohl noch einige Zeit anhalten und somit die Aktivität in Industrie und Baugewerbe weiter bremsen dürfte, liegen die Hoffnungen für den von Solveen erwarteten kräftigen Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes im zweiten und dritten Quartal auf den Dienstleistungssektoren. Solveen hat dabei vor allem jene Bereiche im Blick, die besonders unter den Corona-Restriktionen gelitten haben "und wo die Aktivität nun - wie es Echtzeitindikatoren bereits eindrucksvoll zeigen - angesichts der zunehmenden Lockerungen wieder sprunghaft zunimmt".

 

11:12 Uhr

Ehrgeizigere Ziele: Anleger greifen bei Tabakkonzern zu

Für die Aktie von British American Tobacco (BAT) geht es nach Anhebung des Wachstumsziels für das laufende Jahr um knapp zwei Prozent nach oben. Der Tabakkonzern geht nun von einem Umsatzwachstum von mehr als 5 Prozent aus, bislang lag der Zielkorridor bei 3 bis 5 Prozent.

BAT
BAT 33,10

10:48 Uhr

E-Auto-Pläne: Verhandelt Apple mit CATL und BYD?

Apple verhandelt Insidern zufolge mit den chinesischen Unternehmen CATL und BYD über die Lieferung von Batterien für seine geplanten Elektroautos. Die Gespräche seien aber in einem frühen Stadium und es sei noch unklar, ob es zu einer Vereinbarung mit CATL oder BYD komme, sagen mit dem Vorgang vertrauten Personen. Apple habe den Aufbau von Produktionsanlagen zur Voraussetzung für eine Zusammenarbeit gemacht. CATL, die große Autobauer einschließlich Tesla beliefern, sei wegen der politischen Spannungen zwischen den USA und China sowie aus Kostengründen aber zurückhaltend.

Unklar ist, ob Apple auch mit anderen Batterieherstellern Gespräche führt. Der iPhone-Hersteller lehnte eine Stellungnahme ab. Auch die beiden chinesischen Unternehmen äußerten sich nicht. Den Insidern zufolge bevorzugt Apple Lithium-Eisenphosphat-Batterien, die billiger zu produzieren sind, weil sie Eisen anstelle der teureren Metalle Nickel und Kobalt verwenden. Unklar ist, über welche Technologie der US-Konzern mit den chinesischen Batterieproduzenten spricht.

Apple
Apple 109,52
BYD
BYD 25,10

 

10:23 Uhr

Die Chinesen kommen: BYD liefert E-SUV nach Norwegen

Der chinesische Batteriezellen- und Elektroautobauer BYD macht sich auf, den europäischen Markt mit einem SUV-Modell Tang zu erobern. Wie CNBC meldet, hat das chinesische Unternehmen, an dem seit mehreren Jahren die US-Investmentlegende Warren Buffett beteiligt ist, die ersten 1000 Fahrzeuge von Shanghau aus auf dem Schiffsweg Richtung Norwegen gebracht. Neben BYD sollen demnach weitere chinesische Elektroautobauer, darunter Xpeng, einen Markteintritt in Norwegen vorbereiten. BYD-Aktien setzen im europäischen Handel ihren Aufwärtstrend der vergangenen Handelstage fort und legen weitere rund fünf Prozent zu. Sie notieren wieder über der 21-Euro-Marke.

BYD
BYD 25,10

 

09:54 Uhr

Ausgebremst: Autokonzerne beenden Kurs-Rally

Nach einer sechs Tage dauernden Kursrally treten Anleger bei europäischen Auto-Werten auf die Bremse. Der entsprechende Branchenindex gibt knapp ein Prozent nach und entfernt sich damit leicht von seinem Rekordniveau. Im Dax büßen Volkswagen, Daimler und BMW jeweils rund ein Prozent ein.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 218,40

BMW
BMW 90,95
Daimler
Daimler 76,81

 

09:10 Uhr

"Dax bleibt in der Nähe seiner Allzeithochs"

Die leichten Verluste vom Wochenauftakt kann der Dax zum Start in den Dienstagshandel zunächst nicht wettmachen. Der deutsche Börsenleitindex gibt erneut leicht nach, verliert rund zehn Punkte auf 15.667 Stellen. Am Montag war er mit einem Schlusskurs von 15.677 Punkten aus dem Handel gegangen. "Der Dax bleibt in der Nähe seiner Allzeithochs", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. Am Freitag war der Leitindex erstmals über die 15.700er Marke geklettert, zum Wochenauftakt hatte er sein Rekordhoch auf 15.732 Zähler geschraubt.

08:56 Uhr

Britische Einzelhandelsumsätze im Mai kräftig gestiegen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Lockerungen der Corona-Eindämmungsmaßnahmen haben dem Einzelhandel in Großbritannien im Mai Auftrieb gegeben. Die Einzelhandelsumsätze stiegen zwischen dem 2. und dem 29. Mai um zehn Prozent beziehungsweise flächenbereinigt um 24 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum von vor zwei Jahren, wie aus einem Bericht von KPMG und dem britischen Handelsverband hervorgeht.

  • "Die Modehändler waren die größten Gewinner der aufgestauten Nachfrage, sie erzielten Zuwächse von über 100 Prozent", sagte ein KPMG-Analyst. Außerdem seien Schmuck, Schuhe und Wohnaccessoires gefragt gewesen.
08:47 Uhr

Ökonomen äußern sich zum Rückgang der deutschen Produktion

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(Foto: imago stock&people)

Andreas Scheuerle, Dekabank: "Lieferengpässe haben die Produktion im April sicherlich auch behindert. Doch alleine erklären sie die geringere industrielle Erzeugung nicht. Mit ins Bild gehört auch, dass die Infektionslage sich in Deutschland nach den Lockerungen vom März abermals verschärfte. Klar ist aber auch, dass das Auftragspolster im April abermals zugelegt hat, denn die Aufträge entwickelten sich im Vergleich zur Produktion stärker. Dieser rekordhohe Bestand an Bestellung sichert die Erholung im zweiten Halbjahr ab, sobald sich die Engpässe wieder lockern."

Ralph Solveen, Commerzbank: "Offensichtlich werden die Industrie und das Baugewerbe weiter von einem Mangel an Material gebremst. Die bereits vorliegenden Zahlen für den Autosektor lassen zumindest für die Industrie im Mai ein weiteres Minus erwarten, so dass die Industrie trotz einer starken Nachfrage im zweiten Quartal nichts zum Wachstum der deutschen Wirtschaft beitragen wird."

Jens-Oliver Niklasch, LBBW: "Das ist angesichts des hohen Auftragsbestandes schon eine leichte Enttäuschung. Andererseits bewegen wir uns nun wieder in der Zone der normalen Schwankungen, da sind monatliche Veränderungen der gemeldeten Größenordnung durchaus üblich. Überraschend schlecht waren vor allem die Zahlen vom Bau, hier schlagen möglicherweise die vielerorts gemeldeten Engpässe und starken Preiserhöhungen durch. Nimmt man alle Zahlen der jüngeren Zeit zusammen, dann dürfte am Ende ein zweites Quartal herausspringen, das wieder Wachstum bringt, aber noch nicht den großen Schub, den man vielerorts am Ende der Pandemie erwartet. Da müssen wir uns wohl weiterhin bis ins zweite Halbjahr gedulden."

08:28 Uhr

Ölpreise sacken im ab

Die Ölpreise sind im frühen Handel weiter gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 70,95 US-Dollar. Das waren 54 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI sank um 50 Cent auf 68,73 Dollar.

Behindert werden die Preissteigerungen derzeit durch die angespannte Corona-Situation in großen Verbraucherländern wie Indien.

08:21 Uhr

Deutsche Industrie mit überraschendem Produktionsminus

Die deutsche Industrie hat im April weniger produziert als im Monat zuvor. Im Vergleich zu März lag die Gesamtherstellung ein Prozent tiefer, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Experten hatten mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet. Der Rücksetzer folgt auf einen deutlichen Produktionsanstieg im März.

Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Produktion um 26,4 Prozent. Der starke Anstieg geht auf den Einbruch während der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 zurück. Das Vorkrisenniveau vom Februar 2020 wurde im April um 5,6 Prozent unterschritten.

08:05 Uhr

About You vor IPO - Milliardenbewertung angestrebt

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Börsengang der Modeplattform About You nimmt Gestalt an. Wie das Hamburger Unternehmen mitteilte, hat es die Preisspanne für den geplanten Börsengang auf 21 bis 26 Euro pro Aktie festgelegt. Damit könnte die Gesellschaft, deren größter Anteilseigner der Versandhändler Otto ist, eine Marktkapitalisierung von bis zu 4,4 Milliarden Euro erreichen. Der Angebotszeitraum beginnt heute und endet voraussichtlich am 14. Juni. Der erste Handelstag am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) ist für den 16. Juni vorgesehen.

Aus neu ausgegebenen Aktien will About You einen Bruttoerlös von mindestens 600 Millionen Euro erzielen. Die Privatplatzierung umfasst 28,57 Millionen neu ausgegebene Inhaber-Stammaktien aus einer Kapitalerhöhung und bis zu 8,39 Millionen Inhaber-Stammaktien von bestehenden Aktionären einschließlich einer Mehrzuteilungsoption. Der Streubesitz wird nach dem IPO zwischen 21,2 und 21,7 Prozent des ausstehenden Aktienkapitals liegen.

07:56 Uhr

Gea-Aktie vorbörslich stark unter Druck

Eine Herabstufung macht Anlagenbauer Gea zu schaffen. Die Aktie gibt im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz 2,6 Prozent nach. Goldman Sachs stufte die Aktie auf "Sell" von "Neutral" herunter und stutzte das Kursziel auf 28 Euro von zuvor 32 Euro.

07:40 Uhr

Marvell und Stitch Fix stark nach US-Handelschluss

Nachbörsliches aus New York: Marvell Technology haben auf Nasdaq.com mit einem Plus von gut vier Prozent auf die Vorlage des Erstquartalsberichts reagiert. Dank eines starken Umsatzwachstums konnte der Chiphersteller seinen Verlust eingrenzen. Ähnlich war es bei Stitch Fix: Nach einem Umsatzplus von 44 Prozent im dritten Quartal des Fiskaljahres des Anbieters von Online-Styling-Services verringerte sich das Ergebnisminus auf rund 19 von 34 Millionen Dollar. Beide Kennziffern fielen besser aus als Analysten erwartet hatten.

Für Coupa Software ging es dagegen um fast neun Prozent abwärts mit dem Kurs, obwohl das Unternehmen besser als erwartet ausgefallene Zahlen vorgelegt hatte und auch mit schwarzen Zahlen überraschte. Auch der Ausblick fiel besser als gedacht aus, gleichwohl rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr weiter mit einem Verlust.

Der Elektroautobauer Tesla verliert einen langjährigen Manager. Jerome Guillen, der bei Tesla zuletzt für den Bereich Schwerlast-Lkw verantwortlich war, hat das Unternehmen verlassen. Tesla lagen zuletzt auf Nasdaq.com 0,9 Prozent niedriger bei glatt 600 Dollar.

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07:26 Uhr

Öl ist nicht mehr alles - Abu Dhabi muss kreativ werden

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(Foto: Mandarin Oriental Jumeira)

Das Emirat Abu Dhabi will massiv in ihre Kultur- und Kreativindustrie investieren, um sich unabhängiger von den Öleinnahmen zu machen. Das berichtet die "Financial Times". Nachdem die Regierung bereits 2,3 Milliarden US-Dollar für Projekte in diesem Sektor zugesagt hat, wird sie in den nächsten fünf Jahren weitere sechs Milliarden in den Bau von Museen sowie in Sektoren wie Medien, Glücksspiel und Musik bis hin Architektur und Kunst investieren.

07:03 Uhr

Gespannte Ruhe an der Aktienfront - Warten auf die EZB

Das sehr ruhige Geschäft an Europas Börsen dürfte sich heute fortsetzen. Vorbörslich zeichnet sich eine wenig veränderte Eröffnung ab. So notierte der Dax gut zwei Stunden vor Handelsbeginn 0,2 Prozent höher bei 15.704 Punkten.

Unternehmensnachrichten sind weiter Mangelware, und die Anleger dürften sich vor der geldpolitischen Entscheidung der EZB am Donnerstag bedeckt halten. Die Sitzung der Notenbank hat das Potenzial, die Märkte zu bewegen.

Eine Minderheit von Beobachtern glaubt, dass die EZB ihre PEPP-Käufe verringern wird, was dem Markt nicht schmecken würde. Sollten die Währungshüter dagegen, wie von der Mehrzahl der Analysten erwartet, trotz des gestiegenen Inflationdrucks auf Nummer sicher gehen und das Volumen der Käufe bestätigen, dürfte dies an den Börsen mit Erleichterung aufgenommen werden.

Dax
Dax 15.448,04

06:38 Uhr

Japans Wirtschaft schrumpft - aber nicht ganz so heftig

Es wurde doch nicht ganz so schlimm in Japan: Die dortige Wirtschaft ist im ersten Quartal weniger stark geschrumpft als zunächst erwartet. Nach revidierten Daten der Tokioter Regierung sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt in Folge eines erneuten Corona-Notstands auf das Jahr hochgerechnet um 3,9 Prozent. Zunächst hatten die amtlichen Statistiker einen Rückgang um 5,1 Prozent errechnet.

Es war der erste Rückgang des BIP seit drei Quartalen. In den vorangegangenen Quartalen hatte Japans Wirtschaft noch kräftig aufgeholt, nachdem die Exportnation im Zuge der Pandemie in eine Rezession gerutscht war. Auf Vorquartalsbasis sank Japans BIP in den ersten drei Monaten dieses Kalenderjahres um 1,0 Prozent und nicht wie zunächst errechnet um 1,3 Prozent.

06:24 Uhr

Studie sagt große Schließungswelle bei Bankfilialen voraus

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Die Commerzbank hat bereits zahlreiche Filialen geschlossen.

(Foto: imago images / STPP)

Auf Mitarbeiter und Kunden der europäischen Banken kommt nach einer neuen Studie die bisher größte Welle von Filialschließungen zu. Bis 2023 könnten die Privatbanken bis zu 40 Prozent ihrer Geschäftsstellen schließen, prophezeien die Finanzfachleute der Unternehmensberatung PwC Strategy in einer Analyse des Bankensektors.

Demnach ist der Durchschnittsgewinn pro Kunde im vergangenen Jahr um acht Prozent auf 193 Euro abgesackt, auch die Umsätze gingen zurück. Ursachen sind demnach die gesunkene Zahl internationaler Transaktionen und Kreditkartenzahlungen sowie weniger Nachfrage bei Verbraucherkrediten.

Viele europäische Geldhäuser litten demnach auch vor der Corona-Pandemie schon unter dem grundsätzlichen Problem schrumpfender Umsätze. Allerdings gilt das nicht generell, laut Studie schafft es etwa ein Viertel der Banken, die Umsätze zu steigern.

06:14 Uhr

Vorsicht in Asien - Inflationsdaten mit Spannung erwartet

Nikkei
Nikkei 27.980,87

Gewinnmitnahmen haben bislang das Geschehen an den asiatischen Börsen bestimmt. Die Investoren hoffen auf weitere Hinweise zur Inflation und Geldpolitik im weiteren Verlauf der Woche. So wird die EZB am Donnerstag ihre geldpolitische Sitzung abhalten. Am gleichen Tag wird der US-Verbraucherpreisindex veröffentlicht, der möglicherweise die Gespräche über die Reduzierung der Anleihekäufe ('Tapering') der US-Notenbank Fed anheizen wird. In Asien stehen am Mittwoch die Inflationsdaten aus China an.

In Tokio lag der Nikkei 0,1 Prozent höher bei 29.035 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg ebenfalls um 0,1 Prozent und lag bei 1962 Zählern. Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 0,5 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der US-Dollar 0,1 Prozent auf 109,34 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,3926 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,8974 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,2180 Dollar und gab 0,1 Prozent auf 1,0933 Franken nach. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,4162 Dollar.

06:01 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Der Dax hat zum Auftakt der neuen Handelswoche seine Rekordjagd von vergangener Woche fortgesetzt. Der deutsche Börsenleitindex legte nochmals zu, schraubte sein Allzeithoch weiter nach oben. Auch wenn zum Handelsende ein kleines Minus stand, der Optimismus der Anleger hält an: "Die Stimmung unter den Anlegern bleibt gut", kommentierte ntv-Börsenkorrespondent Raimund Brichta.  Große Kurssprünge sind aber auch am Dienstag eher nicht zu erwarten. Nachrichten, die für Kursimpulse sorgen könnten, gibt es aber.

So stehen konjunkturseitig etwa die 2. Veröffentlichungen zum Wachstum der EU-Wirtschaft an. Daten zur deutschen Industrieproduktion am Morgen und der ZEW-Index um 11.00 Uhr könnten positive Signale senden. Aus den USA gibt es am Nachmittag frische Zahlen zur Handelsbilanz der weltgrößten Volkswirtschaft. Laut ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf ist das "marktbestimmende" Thema aber die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank – und deren Ergebnisse gibt es erst am Donnerstag.

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