Technik
Betrüger locken in E-Mails mit angeblichen Steuerrückzahlungen.
Betrüger locken in E-Mails mit angeblichen Steuerrückzahlungen.(Foto: imago stock&people)
Donnerstag, 26. Januar 2017

Post vom Bundeszentralamt: Abzocker bieten Steuerrückzahlungen an

Viele Nutzer erhalten aktuell E-Mails, in denen ihnen das Bundeszentralamt für Steuern mitteilt, sie hätten Anspruch auf eine Rückerstattung. Die Nachrichten sehen vielleicht echt aus, sind aber gefährliche Fallen von Betrügern.

Ist das nicht wunderbar? Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) hat eine E-Mail geschickt, in der steht, man habe Anspruch auf eine Steuerrückzahlung. Alles, was man dafür tun muss, ist ein verlinktes Formular ausfüllen. Aber Vorsicht, es handelt sich um gefälschte Nachrichten von Betrügern!

Das BZSt warnt aktuell vor solchen E-Mails auf seiner Website. Die Betrüger versuchten über die Formulare an Kreditkarteninformationen der Angeschriebenen zu kommen, schreibt die Behörde. Sie warnt davor, auf solche Nachrichten zu antworten und weist darauf hin, dass "Aufforderungen zur Beantragung von Steuererstattungen nicht per E-Mail verschickt und Kontenverbindungen nie in dieser Form abgefragt werden."

Plausible Zeiträume

Wie die verschickten E-Mails genau aussehen, hat das BZSt nicht geschrieben, aber die Masche ist nicht neu und aus ähnlichen Phishing-Versuchen ist bekannt, dass die Anschreiben und Formulare durchaus sehr echt aussehen können. Außerdem fällt auf, dass die Betrüger die Nachrichten über angebliche Steuererstattungen immer in sehr plausiblen Zeiträumen verschicken. Sie tun das beispielsweise wie jetzt zum Jahresanfang oder im Frühjahr, wenn tatsächlich Steuerbescheide zu erwarten sind.

Die Abzocker passen ihre Anschreiben und Techniken auch laufend an. Neben E-Mails versuchen sie auch über andere Kanäle, an Nutzerdaten heranzukommen oder Trojaner zu verteilen. Und der Formular-Trick wird auch mit anderen gefälschten Behördenmeldungen versucht. So warnte das BZSt Mitte Januar vor Whatsapp-Nachrichten zum Thema Kindergeld: "Habt ihr gehört? Die Familienkasse zahlt für jedes Kind 500 € extra dieses Jahr (siehe Link) Formular gleich ausfüllen und an die Familienkasse bis zum 31.01.2017 abschicken." Auch hier darf man auf keinen Fall dem Link folgen. Ebenso sollte man die Nachricht nicht weiterverteilen.

Quelle: n-tv.de

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