Technik
Das Nexus 7 hat ein schwerwiegendes Update-Problem.
Das Nexus 7 hat ein schwerwiegendes Update-Problem.(Foto: Google/n-tv.de)

Nach Neustart unbrauchbar: Android-Update zerschießt Nexus 7

Ein Update auf Android 5.0.2 hat für das Nexus 7 fatale Folgen: Viele Tablets starten nach der Aktualisierung nicht mehr und sind komplett unbrauchbar. Eine Lösung für Betroffene ist nicht in Sicht. Wer vorbeugen will, hat aktuell nur eine Möglichkeit.

Ein Software-Update ist für gewöhnlich dazu da, neue Funktionen zu verteilen, bekannte Fehler zu beheben oder Sicherheitslecks zu schließen. Immer wieder kommt es zwar vereinzelt zu Problemen mit neuer Software, doch nur selten sind sie so schwerwiegend und treten so massiv auf wie in diesem Fall: Viele Besitzer eines Nexus 7 der zweiten Generation (Baujahr 2013) klagen darüber, dass ihr Tablet nach einem Update auf Android 5.0.2 nicht mehr startet und alle Wiederbelebungsversuche erfolglos bleiben.

#Nexus7Bricked

Die Beschwerden häufen sich in den letzten Tagen, vor allem in Googles Produktforen und bei Twitter machen die Nutzer ihrem Unmut Luft. Unter dem Hashtag #Nexus7Bricked finden sich zahlreiche Tweets, in denen Nutzer davon berichten, dass ihr Nexus 7 nach einem Update "gebrickt" sei und damit so nutzlos wie ein Ziegelstein (auf Englisch "brick"). Auch bei Reddit beschweren sich Tablet-Besitzer über den plötzlichen Tod ihres Nexus.

Die Symptome sind dabei immer gleich: Nach einem Drahtlos-Update auf die neueste Android-Version 5.0.2 versagen die Geräte aus unerklärlichen Gründen ihren Dienst, teils direkt nach dem Update, teils erst Wochen später. Nach einem Neustart stecken sie in einer Schleife fest, weiter als zum Google-Logo kommen sie nicht. Auch Versuche, die Tablets auf Werkszustand zurückzusetzen, schlagen bei den meisten Betroffenen fehl.

Die Ursache für die Ausfälle ist nicht bekannt. Auch welche Geräte genau betroffen sind, ist unklar. Das Problem scheint aber vor allem beim WLAN-Modell des Nexus 7 aufzutreten. Es könnte sich um einen Defekt der von Asus verbauten Hardware handeln, der erst nach einer Weile auftritt. Dafür spricht der Umstand, dass die Probleme nicht bei allen Geräten direkt nach dem Update auftreten, sondern teils erst Wochen später. Ein Software-Fehler ist aber ebenfalls nicht ausgeschlossen. Vereinzelt sollen auch Nexus-5-Geräte betroffen sein, Hersteller ist in diesem Fall LG.

Kein Garantiefall?

Ob Soft- oder Hardware, eine Lösung für das Problem gibt es bislang nicht. Nutzer berichten, Asus habe bei reklamierten Geräten die Hauptplatine ausgetauscht und die Tablets hätten danach wieder wie gewohnt funktioniert. Das Problem: Die meisten betroffenen Nexus 7 sind älter als ein Jahr und fallen damit aus dem für gewöhnlich gewährten Garantierahmen des Herstellers, eine Reparatur kann 200 Euro und mehr kosten. Nutzer, die das Update noch nicht aufgespielt haben, sollten daher vorerst abwarten, Android 5.0.2 nicht installieren und die automatische Update-Funktion deaktivieren.     

Den Unmut der Nutzer schürt die Zurückhaltung der betroffenen Hersteller: Weder Asus noch Google haben bislang auf die zahlreichen Beschwerden reagiert, offizielle Stellungnahmen stehen noch aus.

Quelle: n-tv.de

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