Technik

Alte iPhones billiger: Smartphone-Preise in Bewegung

Im September neue Smartphones zu präsentieren ist heikel, zumindest, wenn man nicht Apple ist. Um nicht im iPhone-Hype unterzugehen, zeigen Sony, Nokia, LG und Co.  ihre neuen Modelle entweder vor- oder hinterher – Hauptsache, rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft. Schnäppchenjäger sollten jetzt auf die Auslaufmodelle achten.

Selbst das iPhone 3 GS kostete neu bis vor Kurzem noch mehr als 400 Euro.
Selbst das iPhone 3 GS kostete neu bis vor Kurzem noch mehr als 400 Euro.(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Smartphone-Preise fallen so schnell wie das Laub im Herbst. Fast jedes zweite Gerät ist im Verlauf des dritten Quartals billiger geworden. Das zeigt eine Analyse des Preisvergleichs-Portals "Guenstiger.de" unter insgesamt 477 gelisteten Modellen. Bei 217 Smartphones sank demnach der Preis, im Schnitt um 13,5 Prozent. Es geht aber auch andersherum: 143 Handys waren am Ende des Quartals teurer als zum Beginn. Durchschnittliche Preiserhöhung: 16 Prozent.

Die Geräte mit den größten Preisnachlässen

Das HTC 7 Mozart hat nun rund zwei Jahre auf dem Buckel. Die 16 Gigabyte-Version des Windows 7-Handys war am 1. Juli beim preiswertesten Online-Händler auf guenstiger.de mit rund 490 Euro gelistet. Doch die Einführung von Windows Phone 8 hat den Preisdruck ordentlich erhöht: Ende September war das Hifi-Gerät, das seine Stärken beim Thema Multimedia voll ausspielt, schon für 290 Euro zu haben. 

Acers Liquid Express E320 war von Anfang an schon deutlich günstiger. Anfang des dritten Quartals musste man für den Mittelklasse-Androiden aber immerhin noch rund 180 Euro bezahlen. Innerhalb von drei Monaten sanken die Kosten für das Gerät, das mit Android 2.3 läuft, um über 40 Prozent auf etwa 105 Euro. Vereinzelt wurde es auch schon für unter 100 Euro angeboten.

Deutlich nach unten ging es preislich auch für das HCT Touch HD. Das 2008 vorgestellte Supersmartphone ist in die Jahre gekommen, wurde aber im Juli immer noch mit rund 400 Euro gehandelt. So viel muss heute niemand mehr für das Windows-Smartphone bezahlen. Momentan verlangt der günstigste Händler rund 180 Euro.

Was bei Apple günstiger wird

Dass sich auch mit alten Modellen noch gutes Geld verdienen lässt, zeigt Apple. Selbst das iPhone 3GS aus dem Jahr 2009 wurde in der 32 Gigabyte-Version noch bis vor kurzem mit stolzen 450 Euro gehandelt. Inzwischen liegt der Preis bei 365 Euro, nachdem er kurzfristig sogar auf 210 Euro abgerutscht war. "Käufer älterer Apple-Smartphones profitieren derzeit von der Markteinführung des iPhone 5", begründet Christina Bathmann von Guenstiger.de den Preisrutsch. Auch für das iPhone 4 geht es preislich abwärts: Derzeit ist die Version mit acht Gigabyte für rund 400 Euro zu haben. Anfang Juli nahm selbst der günstigste Händler noch rund 490 Euro.

Es geht auch teurer

"Wir erwarten, dass auch die im dritten Quartal erschienenen Neuheiten günstiger werden", so Bathmann. Allerdings sei vor dem anstehenden Weihnachtsgeschäft mit einem saisonallbedingten Preisanstieg zu rechnen. Die Expertin rät deshalb, die Preise längerfristig zu beobachten: "Aktuell werden zwar viele Smartphones günstiger, doch bei weitem nicht alle Modelle. Wer sich nicht informiert, kann unter Umständen sehr teuer einkaufen." Bei einigen Smartphone-Versionen sei es zum Teil zu erheblichen Preisanstiegen gekommen.

Teurer wurde unter anderem Samsungs S5560. Anfang Juli kostete das Gerät noch rund 100 Euro, Ende September mussten Kaufinteressierte bereits 50 Euro mehr zahlen und inzwischen ist der Preis auf über 260 Euro geklettert.

Auch RIMs BlackBerry Bold 9780 erlebte im Verlauf des dritten Quartals einen Preisanstieg von 250 Euro auf rund 340 Euro. Genauso wie das Milestone (Droid) von Motorola, das noch im Juli rund 160 Euro kostete und Ende September für 200 Euro angeboten wurde.

Quelle: n-tv.de

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