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Mit italienischen Wurzeln Benelli 752 S - die Monster aus China

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Mit der 752 S will Benelli in die erste Liga aufschließen.

Mit einer potenteren V2-Variante will Benelli im kommenden Jahr die Mittelklasse entern. Zum ersten Mal kommt das flüssiggekühlte Aggregat in der einer Ducati Monster nicht unähnlichen 752 S zum Einsatz.

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Optisch ist die Benelli 752 S einer Ducati Monster nicht unähnlich.

Benelli? Da war doch mal was? Richtig, ist aber schon verdammt lange her. Im Jahr 1911 wurde die Marke von sechs Brüdern im italienischen Pesaro bei Rimini gegründet. Zehn Jahre später begann die Serienproduktion der ersten Motorräder. In den 1950er- und 1960er-Jahren gewann die Marke sogar die Motorrad-Weltmeisterschaft. 1971 übernahm die argentinische Firma Alejandro de Tomaso das Unternehmen. Der Stern der Marke sank während der 1980er-Jahre. Die Modelle wurden einfach nicht mehr nachgefragt. 2002 konnte die Marke noch einmal mit dem Supersportler Tornado Tre 900 auf sich aufmerksam machen, aus der Krise fuhren die Italiener damit aber nicht.

Doch jetzt soll der Stern von Benelli wieder aufgehen. Seit 2005 ist das Unternehmen in der Hand des chinesischen Zweiradherstellers Qianjiang. Bereits im vergangenen Jahr präsentierten die Italiener mithilfe des neuen Geldgebers auf der EICMA in Mailand den Prototyp des Naked Bikes 752 S. Im kommenden Sommer soll nun die Serie ihre Premiere feiern. Wie bereits der Modellname andeutet, wird die Italienerin von einem 77 PS starken 750er-Reihenzweizylinder angetrieben. Über Fahrleistungen der 228 Kilogramm schweren Maschine mit Motoreinspritzung, ABS und Sechsgang-Schaltgetriebe gibt es noch keine Angaben.

752 S lässt einiges erwarten

Da aber andere Hersteller schon bewiesen haben, dass diese Leistungsdaten kein Manko beim Fahren sein müssen, könnte sich auch die 752 S ganz flott bewegen lassen. Optisch ist das Bike einer Ducati Monster nicht unähnlich. Wie bei dieser greift man auch bei der 752 S auf einen Brückenrahmen in Gitterrohrbauweise zurück. Zu den Fahrwerkskomponenten gehört eine Upside-down-Gabel mit 117 Millimetern Federweg. Hinten sitzt ein Zentralfederbein mit 45 Millimetern Federweg, für den schnellen Stopp sorgen zwei 320er-Bremsscheiben vorne mit Vierkolbenzangen von Brembo und eine 260er hinten mit Einkolbenzange. Zudem gibt es 17-Zoll-Alugussfelgen mit 120er-/180er-Bereifung.

Preise wurden noch keine genannt. Doch Modelle von Benelli sind vergleichsweise günstig, weshalb die 752 S vermutlich unter 7000 Euro liegen könnte, was dann eine echte Kampfansage an die Konkurrenz wäre. Allerdings ist das Modell für Benelli auch immens wichtig. Schließlich wäre es die Rückkehr in den Bereich der größeren Motorräder. Auch qualitativ kann man von der neuen Mittelklasse einiges erwarten. Bereits mit kleineren Modellen wie der TRK 502 oder dem Leoncino 500 hat die Marke zwei Fahrzeuge in origineller Machart und guter Qualität am Start. Zudem arbeitet die Produktion in China inzwischen weitgehend nach europäischen Standards.

Quelle: n-tv.de, hpr

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