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Fahrspaß garantiert Yamaha MT-07 - eine für alle

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Es war die Frontmaske mit dem Zyklopenauge, die die Fans beim ersten Blick auf die neue Yamaha MT-07 erschrecken ließ.

(Foto: RKM)

Seit ihrem ersten Auftritt hat die Yamaha MT-07 als leicht zu fahrendes und günstiges Motorrad der Mittelklasse die Herzen der Motorradfahrer im Sturm erobert. Jetzt haben die Japaner ihren Bestseller überarbeitet und damit auch Kritik hervorgerufen.

Yamahas unverkleidete MT-Baureihe hat sich zum wichtigsten Segment im Modellprogramm der Japaner gemausert, besondere Bedeutung kommt dabei der MT-07 zu: Der Mittelklasse-Roadster ist die bestverkaufte Yamaha hierzulande. Dazu hat sie die gelungene Kombination aus leicht beherrschbarem, aber dennoch vollwertigem Fahrspaß und moderner Hülle zu einem sehr attraktiven Preis gemacht.

Polarisierende Maske

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Auch bei der neuen MT-07 hat Yamaha die alten Tugenden beibehalten und diese weiter verfeinert.

(Foto: RKM)

Dieses Konzept galt es bei der aktuellen Überarbeitung beizubehalten und zugleich zu verfeinern. Deshalb scheinen die Änderungen auf den ersten Blick überschaubar, die MT-07 des Baujahrs 2021 verkörpert nach wie vor den sportlichen, unverkleideten Landstraßenroadster reinsten Wassers. Optisch jedoch verschärft über knappere Verkleidungsumfänge und eine neue Front mit LED-Scheinwerfer und y-förmigem Tagfahrlicht, die auf den Bildern bei ihren Anhängern nicht gut ankam. In der Realität sieht die Maske allerdings deutlich weniger schlimm aus, zumal sich auch die neuen, seitlich prägnant ausgestülpten Lufteinlässe in den Vordergrund drängen.

Diese sehen nicht nur gut aus, sondern schaufeln dem flüssigkeitsgekühlten Reihenzweizylinder mehr Luft in den überarbeiteten Einlasstrakt. Zusammen mit neu kalibrierter Einspritzung und Zündung sowie einer neuen Auspuffanlage mit dickem Katalysator nah am Motor erreicht der Antrieb so das saubere Euro-5-Niveau. Übrigens ohne merkliche Leistungseinbußen: Gegenüber dem Vormodell sind bei 73,4 PS gerade mal 1,4 PS verloren gegangen, bei fast gleichem Drehmomentgipfel von 67 Newtonmetern gibt sich die Yamaha untenherum kräftiger. Das lässt sich schon beim Anlassen ahnen, denn der 270-Grad-Zweizylinder klingt richtig satt aus dem Endrohr.

Nicht nur für Anfänger

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Bereits ab 2000 Umdrehungen zieht die MT-07 richtig an.

(Foto: RKM)

Bereits ab 2000 Umdrehungen untermauert der Motor seinen Ruf als echtes Allroundaggregat, sehr druckvoll, antrittsstark und gleichzeitig drehfreudig bis über 9000 Touren hinaus. Dazu lässt sich der Leistungseinsatz noch besser dosieren mit sanftem, lastwechselfreierem Ansprechverhalten. Eine Ausgleichswelle leistet beim Eliminieren etwaiger Vibrationen in allen Drehzahlbereichen ganze Arbeit. Das Thema Fahrbarkeit interpretiert die neue MT-07 absolut anfängertauglich, ohne bei Versierten Langeweile aufkommen zu lassen. Übrigens legt Yamaha von Anfang an eine 48-PS-Drosselversion auf, um dem Motorradnachwuchs Futter zu geben - im letzten Jahr war die Hälfte aller MT-07-Käufer jünger als 34 Jahre, 43 Prozent gingen an Führerschein-A2-Aspiranten.

Dieser famose Antrieb steckt in einem adäquaten Fahrwerk, das Yamaha über behutsames Feintuning noch besser daran angepasst hat. Spürbarste Modifikation ist die drei Zentimeter breitere und etwas nach oben und zum Fahrer hin gewanderte konifizierte Lenkstange. Dies macht das Ambiente aktiver, ohne die Lässigkeit zu verdrängen. Auf der schmalen, 80,5 Zentimeter hohen Sitzbank fühlen sich Staturen von 165 bis 185 Zentimeter auf Anhieb heimisch, bei sehr gutem Knieschluss und entspannten Kniewinkeln.

Leichtfüßig und neutral

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Wie die Vorgängerin glänzt auch die neue Yamaha MT-07 durch ein feines Handling.

(Foto: RKM)

So bereitet der Mittelklasse-Liebling das größte Vergnügen beim Wedeln über gewundene Asphaltbänder. Vertrauenswürdig, geradlinig und akkurat setzt sie kleinste Richtungsbefehle um, ohne mit Nervosität aufzuschrecken. Leichtfüßig und neutral umrundet sie alle Radien, lässt sich mühelos einlenken und umlegen bei stets nachvollziehbarer Kurvenlage -die MT vermittelt ihrem Fahrer zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, Herr der Lage zu sein.

Dazu trägt das geringe Gewicht von gerade mal 184 Kilogramm einiges bei. Außerdem wurden Telegabel und Federbein neu abgestimmt: Beide sprechen nicht nur gut auf Unebenheiten an, sie dämpfen deutlich besser und sorgen für eine satte Straßenlage auch bei engagiertem Tempo. Über ungnädigen Untergründen erreicht der Fahrkomfort mehr als nur Durchschnitt. Gut harmonieren die ebenfalls neu aufgezogenen Michelin Road 5-Pneus, die neutral abrollen und auch auf feuchtem Asphalt einen angenehm breiten Grenzbereich bieten.

Praktisch und wertig

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Neu ist das Farbdisplay im Cockpit der Yamaha MT-07.

(Foto: RKM)

Für die erwartet große Bandbreite an Fahrern haben die Yamaha-Entwickler die neue Bremsanlage abgestimmt: Größere Bremsscheiben vorn mit Vierkolbensättel verzögern sehr effektiv und gut dosierbar, keineswegs jedoch giftig - diese Auslegung kommt weniger versierten Fahrern entgegen. Der fünffach weiteneinstellbare Bremshebel bietet auch kleinen Händen ein gutes Bremsgefühl, so dass der ABS-Einsatz auf echte Notsituationen beschränkt bleibt.

Praktischer und wertiger ist die MT-07 auch noch geworden mit hochwertiger anmutenden Hebeln und dem neuen monochromen, gut ablesbaren LC-Display, neuerdings vom linken Lenkerende aus umschaltbar. Optisch tritt die neue MT-07 verschärft auf, ist dennoch leichter zu fahren und bietet mit ihrem gut austarierten Paket einen vollwertigen Genuss, der auch die anspruchsvollsten Kurvengourmets zufriedenstellt. Da ist der moderat angehobene Preis von 7374 Euro gerechtfertigt.

Quelle: ntv.de, Thilo Kozik, sp-x

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