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Update für den Topseller Yamaha MT-125 - Fetziger Einsteiger

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Die Yamaha MT-125 ist eine Sportskanone im Kleinformat.

(Foto: Yamaha)

Motorräder müssen nicht unbedingt als Leistungsmeister vorfahren, um dem Fahrer Spaß zu machen. Die Yamaha MT-125 beweist, dass 15 PS aus 125 Kubikzentimetern Hubraum völlig ausreichend sind.

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Es ist ein böser Blick, den die Yamaha MT-125 hat.

(Foto: Yamaha)

Yamaha bewies mit der MT-125 als Nesthäkchen der aggressiven MT-Baureihe ein Händchen für den Nachwuchs, denn seit der Premiere 2014 fand das Leichtkraftrad europaweit mehr als 36.000 Fans. Seitdem ist viel Zeit vergangen und die Konkurrenz erstarkt, deshalb sahen sich die Japaner für 2020 zu einem Update ihres 125er-Topsellers gezwungen.

Doch das Gefühl, das sich hinter dem konifizierten Lenker einstellt, ist wie bei der Vorgängerin immer wieder verblüffend: Das soll eine 125er sein? Kaum zu glauben. Denn hier fühlt sich alles richtig erwachsen an: Der sportliche Sattel in erschwinglichen 81 Zentimetern Höhe, die aktive Sitzhaltung, die den Piloten näher zum Lenker platziert und selbst einem 180-cm-Fahrer entspannte Kniewinkel beschert.  Selbst die überarbeitete Kraftquelle klingt kerniger als erwartet.

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Die aktive Sitzhaltung auf der Yamaha MT-125 entspricht dem gesamten Charakter der Maschine.

(Foto: Yamaha)

Weil es nicht nur auf innere Werte ankommt, dokumentiert die Yamaha mit genretypisch aggressivem Äußeren, dass man sie für voll nehmen sollte. Neben der schlanken, sportlich zum Heck hin ansteigenden Silhouette verkörpert vor allem das neue Gesicht den Anspruch der MT-125: Ganz im Sinne der größeren MT-Familienmitglieder wird die minimalistische Front von seitlichen Positionsleuchten und einem zentralen LED-Scheinwerfer dominiert, die aktiviert ein wenig nach Totenkopf aussehen.

Nicht so wild wie das Design

Ganz so wild wie das Design, treibt's die MT in der Praxis dann doch nicht. Dafür ist das gesetzliche Limit für Leichtkrafträder zu eng gefasst: Der flüssigkeitsgekühlte Einzylinder schöpft das Mögliche mit 15 PS Spitzenleistung bei 10.000 Umdrehungen voll aus, dafür zeigt das neu entwickelte Aggregat sogar den hohen Bauaufwand einer variablen Ventilsteuerung. Das zahlt sich in tadellosem Ansprechverhalten und frisch gewonnener Drehfreude des Single aus, wobei das Umschalten von der drehzahlorientierten auf die sportivere Nocke bei rund 7400 Touren praktisch nicht wahrnehmbar ist. Doch der Motor zieht definitiv besser durch als das alte Aggregat, zudem halten sich die auftretenden Vibrationen in sehr dezentem Rahmen.

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Die 15 PS der Yamaha MT-125 liegen bei 10.000 Umdrehungen an.

(Foto: Yamaha)

Etwas weniger umfangreich nehmen sich die Modifikationen am Fahrwerk aus. Doch dezente Überarbeitungen an Stahl-Brückenrahmen und Aluschwinge sorgen dafür, dass die MT noch leichtfüßiger und dennoch stabil durchs Zweirad-Leben rollt. Mehr Sportlichkeit steuert die straff ausgelegte Upside-Down-Gabel bei, die gerade bei flotterem Fahrverhalten ihre Vorzüge zur Geltung bringen kann. Auf unebenem Geläuf und zurückhaltend bewegt, wirkt diese Abstimmung jedoch ziemlich unkomfortabel.

Engagierter Fahrer gesucht

Insgesamt bevorzugt die MT eine engagierte Fahrweise, dann geht das Konzept von mehr Steifigkeit bei geringerer Masse auf - mit fahrfertigen 140 Kilogramm ist die MT-125 ein echtes Leichtgewicht. Im kurvigen Geläuf kommt richtig Fahrspaß auf, sofern der Schaltfuß fleißig das Sechsganggetriebe bedient. Mühelos huscht die Japanerin von Kurve zu Kurve, die Reifen vom Typ Michelin Pilot Street sorgen für ein neutrales Fahrverhalten und ausreichenden Grip.

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Ein Vollfarbdisplay spendiert Yamaha der MT-125 nicht.

(Foto: Yamaha)

Sportsgeist beweist die MT auch mit ihrer neuen Anti-Hopping-Kupplung, die schnelles und sanftes Herunterschalten ohne Blockieren des Hinterrads vor den Kurven ermöglicht. Das Tempo ist auch für die Bremsen kein Thema. Der neue, radial angeschlagene Vierkolben-Festsattel an der Vorderhand geht bei entsprechendem Zug durchaus vehement ans Werk und verzögert besser als viele größere Motorräder.

Verglichen mit diesen kann sich die Ausstattung des Leichtkraftrades durchaus sehen lassen, die als Highlight ein neues LCD-Instrument aufzubieten hat - übersichtlich, gut ablesbar und mit vielen abrufbaren Informationen versehen. Nur leider nicht vom Lenker aus bedienbar. Dennoch überrascht der Aufwand, mit dem Yamaha sein Leichtkraftrad noch mehr zu einem echten Bike gemacht hat - damit dürfte das rundum stimmige Paket der MT-125 noch mehr Freunde finden. Auch, weil der aufgerufene Preis von 4920 Euro inklusive Nebenkosten wirklich nicht abschreckt.

Quelle: ntv.de, Thilo Kozik, sp-x