Mittwoch, 08. Juli 2020Der Tag

mit Janis Peitsch
Janis Peitsch
22:42 Uhr

Das war Mittwoch, der 8. Juli 2020

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(Foto: imago images/Dirk Sattler)

Liebe Leserinnen und Leser,

das war es auch schon wieder für heute. Bevor ich mich in den Feierabend verabschiede, möchte ich Ihnen die Themen des Tages natürlich nicht vorenthalten:

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und eine angenehme Nachtruhe. Morgen früh begrüßt Sie wieder meine Kollegin Juliane Kipper im "Tag". Gute Nacht und bleiben Sie gesund!

22:08 Uhr

"Mahlzeit Frau Merkel" - Sonneborn nimmt Kanzlerin aufs Korn

Martin Sonneborn kann es einfach nicht lassen: Der fraktionslose Europaabgeordnete hat sich in der heutigen Plenarsitzung im Beisein von Kanzlerin Angela Merkel mit einem satirischen Redebeitrag zu Wort gemeldet. Dabei sprach er über die anstehende deutsche EU-Ratspräsidentschaft.

"Anscheinend verspürt Europa eine unbändige Sehnsucht, sich deutscher Führung zu unterwerfen", sagte der frühere Chefredakteur des "Titanic"-Magazins. In Anspielung auf die Nazi-Zeit fügte er dann an: "Warum erst jetzt und nicht schon vor 80 Jahren? Dem Kontinent wäre einiges erspart geblieben."

Zu Merkels Prioritäten für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft sagte er: "Sie werden den Klimawandel verbieten und die Chinesen bewegen, uns künftig etwas leiser auszulachen." Und die Migration werde Merkel bewältigen, indem sie sicherstelle, "dass die Gemeinheiten dort geschehen, wo sie nicht so auffallen".

Seine Rede schloss Sonneborn mit den Worten: "Ihre Macht kennt nur eine Grenze: Selbst Sie und Ihre (...) Milliarden können nicht dafür sorgen, dass der Hamburger SV jemals wieder in die Bundesliga aufsteigt."

21:26 Uhr

Auf dem Sofa gegrillt: Mietshaus von Ex-Boxchampion abgebrannt

Marco Huck im Pech: Ein Mietshaus des früheren Box-Weltmeisters in Bückeburg hat wegen eines kuriosen Grill-Nachmittags Feuer gefangen. Dadurch ist an der Immobilie ein Schaden von gut einer halben Million Euro entstanden. Das bestätigte Kenan Hukic, der Bruder und Manager des heutigen Schwergewichtlers.

"Eine Mieterin hat in ihrer Wohnung gegrillt. Der Grill stand auf dem Sofa mit einer Holzunterlage, dadurch muss es zum Brand gekommen sein", sagte Hukic zu dem Brand. "Es war wohl Alkohol im Spiel. Die Polizei ermittelt nun wegen Brandstiftung."

Die Wohnung der Frau sei völlig ausgebrannt, andere Wohnungen wurden durch die Löscharbeiten in Mitleidenschaft gezogen.

20:37 Uhr

Todesdrohungen gegen Linken-Politikerin - Spur führt zur Polizei

Bei den Todesdrohungen gegen die hessische Linken-Politikerin Janine Wissler gibt es einem Bericht zufolge eine Verbindung zur Polizei. Die Drohungen seien vermutlich durch Abfragen von einem Dienstcomputer der Polizei vorbereitet worden, berichtete die "Frankfurter Rundschau". Demnach wurden im Februar von einem Polizeicomputer in Wiesbaden private Daten der Linken-Fraktionsvorsitzenden im hessischen Landtag abgefragt.

  • Kurz darauf habe Wissler zwei Schreiben mit Beschimpfungen und Drohungen erhalten, schreib die Zeitung.
  • Diese hätten persönliche Daten enthalten, die nicht öffentlich zugänglich seien.
  • Die beiden Schreiben an Wissler waren laut der Zeitung demnach mit dem Kürzel "NSU 2.0" unterzeichnet.
  • Inzwischen traf der "FR" zufolge ein weiteres Drohschreiben mit der Unterschrift "NSU 2.0" bei Wissler ein.

Das hessische Innenministerium und die Frankfurter Staatsanwaltschaft wollten sich der Zeitung zufolge nicht zu dem Fall äußern. Sie verwiesen demnach auf ermittlungstaktische Gründe.

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:10 Uhr

Stand-Up-Paddler stirbt im Bodensee

Ein Tourist ist auf dem Bodensee von seinem Stand-Up-Paddle ins Wasser gefallen und gestorben. Polizeiangaben zufolge stürzte der 55-Jährige bei Friedrichshafen etwa 200 Meter vom Ufer entfernt. Laut Zeugen hielt er sich kurz am Paddel fest und ging dann unter.

Rettungskräfte suchten zunächst erfolglos nach ihm. Erst mit Hilfe eines Rettungshubschraubers konnten Taucher zu dem leblosen Mann unter Wasser gelotst werden.

Der Verunglückte aus Nordrhein-Westfalen war gemeinsam mit seiner Ehefrau am Bodensee unterwegs. Die genaue Ursache des Unglücks war zunächst unklar.

19:14 Uhr

Offenbar seltene Elefantenzwillinge in freier Wildbahn gesichtet

Es wäre eine absolute Rarität: In Sri Lanka streifen offenbar Elefantenzwillinge durch die Wildnis. Die beiden Jungtiere wurden dabei beobachtet, wie sie von der selben Elefantenkuh gesäugt wurden. Es handele sich bei den beiden Elefantenbabys also offensichtlich um Zwillinge, sagte der Leiter der Behörde für Wildtierschutz Tharaka Prasad. Gewissheit sollen nun DNA-Proben aus dem Dung der Elefanten bringen.

  • Wildhüter schätzen das Alter der beiden Jungtiere auf drei bis vier Wochen. Sie leben in einer Herde mit etwa einem Dutzend anderen Elefanten.
  • Es wären die ersten Elefantenzwillinge, die in dem südasiatischen Land in der freien Wildbahn mit ihrer Mutter gesichtet wurden.

Mittlerweile leben nur noch gut 7000 Elefanten in Sri Lanka. Anfang des 20. Jahrhunderts streiften Schätzungen zufolge noch 12.000 Dickhäuter durch den Inselstaat.

19:00 Uhr

Videos des Tages

18:28 Uhr

Cora Schumacher sucht den Mann fürs Leben

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Cora Schumacher ist auf der Suche nach "Mr. Right".

(Foto: picture alliance/dpa)

Cora Schumacher will im Fernsehen den perfekten Mann fürs Leben finden. Das teilte die Streamingplattform Joyn mit. In einer Dating-Show, die ab August auf Joyn zu sehen ist, buhlen zehn unterschiedliche Männer um die Ex-Frau von Ralf Schumacher. Gemeinsam beziehen sie in der Show "Coras House of Love" eine Villa: Hier will die 43-Jährige acht Tage lang im täglichen Zusammenleben auf engstem Raum und bei gemeinsamen Aktivitäten herausfinden, welcher Mann am besten zu ihr passt.

"Ich meine es wirklich ernst und bin auf der Suche nach dem Mann fürs Leben. Und wann hat man sonst schon die Chance, den Männern so auf den Zahn zu fühlen und sie auf Herz und Nieren zu prüfen", sagte Schumacher zu der Show.

17:41 Uhr

Busfahrer hirntot geprügelt - Verdächtige in U-Haft

Nach einem Streit über die Maskenpflicht haben Gewalttäter einen Busfahrer in Frankreich so heftig geschlagen, dass er für hirntot erklärt wurde. Nun hat die Justiz zwei junge Männer des Totschlags beschuldigt. Ein Richter in Bayonne ordnete Untersuchungshaft für die 22 und 23 Jahre alten Verdächtigen an.

Die beiden mutmaßlichen Angreifer sind polizeibekannt. Die Staatsanwaltschaft betonte, nichts erkläre ihre "extreme Gewalt". Demnach eskalierte die Lage am Sonntagabend, als der 59-jährige Busfahrer die Fahrkarte eines Zusteigenden kontrollieren wollte und drei weitere Männer im Bus aufrief, wie vorgeschrieben Masken aufzusetzen.

Daraufhin sei es zu einem Handgemenge gekommen. Die Verdächtigen hätten den Fahrer aus dem Bus gestoßen, und die beiden jungen Männer hätten ihn mit Tritten und Schlägen gegen den Kopf und den Oberkörper traktiert.

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17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:58 Uhr

Verkaufte Frau Millionenvilla für falsche Polizisten?

Falsche Polizisten sollen eine Frau aus München um ihr fast drei Millionen Euro teures Haus gebracht haben. Einer der falschen Polizisten steht deswegen nun vor Gericht.

  • Das 70 Jahre alte Opfer soll im Auftrag der Bande ihr Haus für 2,9 Millionen Euro verkauft haben und in ein Hotel gezogen sein.
  • Von dem Geld kaufte sie dann Diamanten für rund 2,5 Millionen Euro und eine Schweizer Uhr für 175.000 Euro, die sie den Betrügern überließ.
  • Vorher sollen die falschen Beamten so bereits Schmuck und Uhren im Wert von 305.000 Euro von ihr erbeutet haben.

Um sie dazu zu bewegen, sollen die Betrüger der Seniorin erzählt haben, dass ein Polizeibeamter von der rumänischen Mafia gefangen gehalten und bedroht werde - und dass man ihr Geld brauche, um ihn freizukaufen.

16:13 Uhr

Tote und Verletzte bei Felssturz in Österreich

Drama in Österreich: Bei einem Felssturz in einer Gebirgsschlucht in der Steiermark sind nach Angaben der Bergrettung zwei Menschen getötet worden. Sieben weitere Wanderer wurden teils leicht, teils schwer verletzt, sagte ein Mitglied des Bergungsteams. Der Vorfall ereignete sich in der Bärenschützklamm bei Mixnitz.

Offenbar waren mehrere Felsstücke aus den Steilwänden herausgebrochen und hatten die Wanderer getroffen. Die Identität der Toten und der Verletzten war zunächst unklar.

Die Bärenschützklamm ist bei Touristen sehr beliebt. Die Kalkwände ragen bis zu 300 Meter hoch in den Himmel. In der Vergangenheit kamen laut Österreichischem Rundfunk jährlich rund 40.000 Besucher, um die spektakuläre Wanderung über Dutzende Brücken und einige Hundert Höhenmeter zu meistern.

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16:02 Uhr
Breaking News

Zwölf Jahre Haft und Psychiatrie für Mord an Fritz von Weizsäcker

Rund acht Monate nach dem tödlichen Angriff auf den Chefarzt Fritz von Weizsäcker wird der Angeklagte wegen Mordes verurteilt. Das Landgericht Berlin verhängt eine Freiheitsstrafe von zwölf Jahren und ordnet die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

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14:38 Uhr

Berliner Polizei sucht mutmaßlichen Serienvergewaltiger per Foto

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Mit diesem Foto sucht die Polizei nach dem Verdächtigen.

Nach einer Reihe sexueller Übergriffe im Berliner Umland hat die Polizei nun einen Verdächtigen im Visier. Mit Bildern aus Überwachungskameras suchen die Ermittler nach einem Mann, der im Juni für sieben Vergewaltigungen beziehungsweise versuchte Vergewaltigungen verantwortlich sein soll. Die Taten ereigneten sich nach Angaben der Polizei im Bereich des Grunewalds, in einem Waldgebiet bei Kleinmachnow und im nordöstlich von Berlin liegenden Bernau.

Die Staatsanwaltschaft beschreibt den gesuchten Mann folgendermaßen:

  • etwa 30 Jahre alt
  • 1,75 bis 1,85 Meter groß
  • schlanke Statur mit athletischem Oberkörper
  • möglicherweise ist er Osteuropäer
  • Zeugenaussagen zufolge hat er braune Augen
  • Der Mann sprach mit den Geschädigten in englischer Sprache

Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon: 030 4664- 913402, per E-Mail: lka134-hinweise@polizei.berlin.de oder an jeder Dienststelle entgegen.

14:21 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine geschätzte Kollegin Juliane Kipper hat die Redaktionsräume verlassen und darf nun ihren Feierabend genießen. Bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit allerhand spannenden Nachrichten aus aller Welt.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

Los geht's!

13:13 Uhr

Trump äußert sich zu Kanye Wests Ambitionen

Donald Trump hat die Ankündigung einer Präsidentschaftskandidatur des Rappers Kanye West kommentiert. "Das ist sehr interessant", sagte der amtierende US-Präsident dem Politikportal "RealClearPolitics" im Oval Office des Weißen Hauses. Der Rapper habe eine "echte Stimme", sagte Trump.

Als Rivalen scheint Trump den Musiker nicht zu fürchten: "Sollte er (für 2020) kandidieren, müsste er das als Testlauf dafür sehen, was in vier Jahren (bis zur nächsten Präsidentenwahl) passiert", sagte Trump dem Portal. Eine Kandidatur Wests in diesem Jahr "müsste auf bestimmte US-Staaten beschränkt bleiben, weil in einigen die Fristen dafür bereits abgelaufen sind", so Trump.

Kanye West hatte seine Absicht zur Kandidatur am Samstag, dem Unabhängigkeitstag der USA, auf Twitter kundgetan. Unklar ist noch, ob er tatsächlich offiziell die Schritte für eine Kandidatur einleitet. West könnte laut "RealClearPolitics" rein theoretisch als unabhängiger Kandidat möglicherweise gerade junge Wähler anziehen, die der wahrscheinliche Kandidat der Demokraten, Joe Biden, nicht anspricht.

12:48 Uhr

200 Ermittler an Waffen-Razzia gegen rechte Szene und "Reichsbürger" beteiligt

Die Polizei ist mit einer Razzia in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Österreich gegen illegalen Waffenhandel vorgegangen. Es bestehe der Verdacht, dass die zwölf Verdächtigen unter anderem dem rechtsextremen Spektrum und der "Reichsbürger"-Szene angehören, erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.

  • Herrmann zufolge durchsuchten rund 200 Polizisten und Staatsanwälte die Wohn- und Geschäftsräume der Verdächtigen. Dabei seien auch Spezialeinheiten eingesetzt worden.
  • Der strafrechtliche Verdacht laute auf Verstöße gegen das Kriegswaffenkontroll- sowie das Waffengesetz. "Das ist sehr ernst zu nehmen, auch wenn die Ermittlungen zu den Motiven noch andauern", erklärte Herrmann.
  • Konkret solle es um Waffenlieferungen aus Kroatien nach Deutschland gehen, es gebe auch Bezüge nach Österreich. Es werde mit Hochdruck an der weiteren Aufklärung gearbeitet, betonte Herrmann.
11:33 Uhr

China beschränkt Einreise nach Tibet für US-Bürger

Nach der Ankündigung von US-Sanktionen wegen eines Streits um den Zugang zur Region Tibet hat China seinerseits Beschränkungen gegen die USA angekündigt. US-Bürger, die sich in Tibet-Fragen "schlecht benehmen", würden künftig mit Visabeschränkungen belegt, sagte Zhao Lijian, ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums. Damit reagierte China auf zuvor von den USA angekündigte Einreisebeschränkungen für Chinesen.

"Leider hat Peking weiterhin systematisch Reisen von US-Diplomaten und anderen Beamten, Journalisten und Touristen in die Autonome Region Tibet und in andere tibetische Gebiete behindert", hatte zuvor US-Außenminister Mike Pompeo mitgeteilt. Deshalb würden mit sofortiger Wirkung entsprechende Einreisebeschränkungen gegen Personen erlassen, die in der chinesischen Regierung oder in der Kommunistischen Partei "maßgeblich an der Formulierung oder Durchführung von Richtlinien für den Zugang von Ausländern zu tibetischen Gebieten beteiligt sind".

11:04 Uhr

Angeklagter im Weizsäcker-Mordprozess lehnt Gutachter und Richter ab

Im Prozess um den tödlichen Messerangriff gegen den Berliner Chefarzt Fritz von Weizsäcker hat der Angeklagte den Vorsitzenden Richter und den psychiatrischen Gutachter wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt. Er sehe sich zu diesem Schritt gezwungen, hieß es in der von einem Verteidiger verlesenen Begründung des 57-Jährigen. Das Landgericht Berlin unterbrach zur Prüfung der Anträge die Verhandlung zunächst für eine Stunde. Ob danach die ursprünglich geplanten Plädoyers beginnen können, war noch offen. Auch ein Urteil sollte nach bisherigen Planungen am inzwischen achten Prozesstag verkündet werden.

Der jüngste Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker war am 19. November 2019 durch einen Stich in den Hals gegen Ende eines Vortrags in der Schlosspark-Klinik Berlin getötet worden.

10:21 Uhr

Post zahlt Mitarbeitern Bonus, gleichzeitig Tausende Jobs in Gefahr

Alle Mitarbeiter der Deutschen Post weltweit sollen einen Bonus von 300 Euro bekommen. "Wir wissen genau, wer in diesen Zeiten einen hervorragenden Job gemacht hat", sagte Vorstandschef Frank Appel in einer Telefonkonferenz. Zuvor war ein solcher Bonus vonseiten einer kleineren Gewerkschaft vorgeschlagen worden - der Post-Chef stritt jedoch ab, mit der Maßnahme auf diesen Vorstoß reagiert zu haben. Insgesamt veranschlagt das Unternehmen dafür rund 200 Millionen Euro.

Trotz eines insgesamt positiven Verlaufs des zweiten Quartals schloss Appel Entlassungen nicht vollständig aus. Wenn es Kunden aufgrund der Corona-Krise schlecht gehe, habe das Auswirkungen auf die Post als Dienstleister. "Wir werden aber alles versuchen, das für unsere Mitarbeiter so erträglich wie möglich zu gestalten", erklärte Appel. So habe man im Laufe der Krise etwa Beschäftigte vorübergehend in anderen Sparten untergebracht.

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09:57 Uhr

Atomstreit mit Nordkorea: USA lassen sich von Erklärung aus Pjöngjang nicht beirren

Im Atomstreit mit Nordkorea betonen die USA ihre Dialogbereitschaft. Vizeaußenminister Stephen Biegun konterte bei einem Besuch im südkoreanischen Seoul eine Erklärung seiner nordkoreanischen Amtskollegin Choe Son Hui, wonach Pjöngjang kein Interesse an Gesprächen habe. Er nehme seine Anweisungen nicht von Choe, sagte Biegun, der auch Sonderbeauftragter für Nordkorea ist, laut der US-Botschaft nach Gesprächen mit südkoreanischen Regierungsbeamten. Sollte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un einen Gesprächspartner für ihn auswählen, "werden sie uns genau in diesem Moment bereit finden".

Der Fokus seines Teams richte sich weiter nach den "Visionen", die US-Präsident Donald Trump und Kim bei ihren bisherigen drei Treffen vermittelt hätten, sagte Biegun. Dabei gehe es um einen dauerhaften Frieden auf der koreanischen Halbinsel, veränderte Beziehungen, die Beseitigung von Atomwaffen auf der Halbinsel sowie "eine hellere Zukunft für die Koreaner". Sein Gesprächspartner aus Nordkorea müsse aber ermächtigt sein, genau über diese Probleme zu verhandeln.

09:15 Uhr

Polizei verhaftet mutmaßlichen Zuhälter und Komplizin

Ein Barbesitzer aus dem hessischen Offenbach soll mehrere junge Frauen dazu gezwungen haben, sich im Rhein-Main-Gebiet zu prostituieren. Eine Durchsuchung in dem Fall gab es auch in Bottrop. Der 41-Jährige und eine mutmaßliche Komplizin sitzen in Untersuchungshaft, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Ihnen werde unter anderem Zuhälterei und Zwangsprostitution vorgeworfen.

Die jungen Frauen mussten demnach fast alle Einkünfte abgeben. Die 35 Jahre alte Frau soll als "Aufpasserin" die Tätigkeiten der Opfer überwacht haben. Die Beamten nahmen die Verdächtigen den Angaben nach bereits am 1. Juli fest. An diesem Tag seien 18 Objekte in Offenbach, Frankfurt, Friedrichsdorf und im nordrhein-westfälischen Bottrop durchsucht worden. Auch Spezialkräfte waren im Einsatz. Neben Goldschmuck stellten die Beamten Uhren, Bargeld, Drogen, ein Motorrad sowie ein Magazin mit scharfer Munition sicher. Gegen die Verdächtigen wurde laut Polizei seit November 2019 ermittelt.

08:36 Uhr

Luna Schweiger trauert um ihren Ex-Freund

Schauspielerin Luna Schweiger trauert um ihren Ex-Freund Marvin, der am Wochenende bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. "Seit letzten Samstag fühlt sich die Welt ein Stück leerer an. Es gibt keinerlei Worte, die beschreiben können, wie unfassbar schrecklich es ist, was mit Marvin passiert ist", sagt die 23-Jährige in der "Bild"-Zeitung. Dort schreibt Luna Schweiger unter anderem auch: "Marvin war ein toller Mensch, der jeden zum Lachen bringen konnte - egal wie schlecht gelaunt man war. Er war an jedem interessiert, er war ein leidenschaftlicher Zuhörer und war immer offen für Alles und Jeden." Hinzu fügte sie: ""Marvin hatte sein ganzes Leben noch vor sich, trotzdem hat er in seiner kurzen Zeit auf dieser Welt schon so viel erreicht. Er hat in seinem jungen Alter schon so viele Unternehmungen angestoßen".

Unterdessen meldete sich auch der Vater der Schauspielerin zu Wort. Auf Instagram schreibt Til Schweiger: "Marvin- ich habe dich geliebt! Und zwar so, als wärst du mein eigener Sohn! Mir fehlen die Worte zu beschreiben, wie sehr ich dich geliebt habe! Du warst ein Leuchtturm in dieser Welt! Deine Freude, deine Neugier, deine Toleranz, deine Empathie, dein Interesse an deinen Mitmenschen und deine Hilfsbereitschaft waren einzigartig!"

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08:06 Uhr

Nord- und Ostsee werden immer wärmer

Nord- und Ostsee sind in den vergangenen Jahrzehnten deutlich wärmer geworden. Die Nordsee hat sich im Zeitraum 1969-2017 unter Berücksichtigung der mittleren Oberflächentemperatur um 1,3 Grad Celsius erhitzt, wie aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine schriftliche Frage der Grünen-Bundestagsfraktion hervorgeht. In der westlichen Ostsee wurde demnach seit 1982 ein Temperaturanstieg von 0,6 Grad pro Dekade gemessen, das heißt um mindestens 1,8 Grad.

"Nord- und Ostsee erhitzen sich in besorgniserregendem Tempo", sagte Lemke. Wenn sich der Temperaturanstieg fortsetze, drohten in beiden Meeren massive Veränderungen der Meeresumwelt. "Hering und Kabeljau fliehen schon heute in kühlere Gewässer, Richtung Arktis. Für die kleine Küstenfischerei ist das genauso dramatisch wie für komplexe ökologische Kreisläufe innerhalb unserer Meere." Auch könnten Algenblüten weiter zunehmen.

Laut Ministerium baut sich in der Nordsee selbst in tieferen Schichten unterhalb von 30 Metern im Frühjahr eine warme Deckschicht zusammen. Die saisonale Erwärmung könne regional und von Jahr zu Jahr variieren. Insgesamt ergeben die Messungen der Stationen innerhalb der Nordsee für die vergangenen 30 Jahre eine Erwärmung im Bereich zwischen 0,5 und 2 Grad. Für die Deutsche Bucht wurde in der Zeit von 1980 bis 2015 eine Erwärmung um 1,4 Grad an der Wasseroberfläche und um 1,6 Grad in 20 Metern Tiefe gemessen.

07:27 Uhr

Dauerregen bis rauf in den Norden

Ganz im Süden sowie bei den Nordlichtern bleibt es heute freundlich bis sonnig. Ansonsten ziehen von Westen her Regenwolken auf. Zum Teil bleibt es auch ganztägig grau und regnerisch. Und im Dauerregen bis rauf in den Norden bleibt es auch ziemlich unterkühlt bei Höchstwerten von 15 bis 18 Grad. Derweil bekommt der Süden sogar Hochsommer - gefühlt bei Spitzenwerten bis zu 30 Grad.

Die weiteren Aussichten: Morgen legt der Sommer im Süden nochmals einen Zacken zu bei sonnigen Höchstwerten bis zu 32 Grad. Im übrigen Land bleibt es hingegen wolkig oder wechselhaft bei 17 Grad im Norden. Am Freitag bleibt es bei einer ähnlichen Verteilung und Spanne von 17 bis 32 Grad. Dabei sind mit einem auflebenden Wind zum Teil kräftige Gewitter möglich. Verantwortlich hierfür sind übrigens die Reste des ehemaligen Tropensturms "ex-Edouard", der sich momentan unter Abschwächung vom Atlantik Richtung Britische Inseln und anschließend bis nach Mitteleuropa verlagert. Dahinter wird es am Samstag dann auch im Süden kühler und wechselhafter bei maximal noch 17 bis 25 Grad.

Ihr Björn Alexander

06:52 Uhr

Betrunkener Lkw-Fahrer fährt sich auf Fußgängerbrücke fest

Ein stark betrunkener Lastwagenfahrer ist in Nienburg auf eine Fußgängerbrücke gefahren und dort mit seinem Lkw stecken geblieben. Der 39-Jährige ließ sich am frühen Morgen offenbar per Navi auf die Brücke leiten, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.

Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,5 Promille. Der Lastwagen konnte geborgen werden, die Brücke bleibt jedoch vorerst für Fußgänger und Fahrradfahrer gesperrt. Denn noch ist unklar, ob die Statik der Brücke beschädigt wurde, so der Sprecher. Ein Statiker werde dies im Laufe des Tages überprüfen. Bei dem Vorfall wurde das Geländer der Brücke beschädigt.

06:29 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

es ist ihre erste Auslandsreise seit Ausbruch der Corona-Krise. Vor den EU-Abgeordneten hält Bundeskanzlerin Angela Merkel am Nachmittag eine Rede, um dem Europaparlament das Programm der deutschen EU-Ratspräsidentschaft vorzustellen. Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Erstmals seit seinem Amtsantritt muss Daimler-Chef Ola Källenius den Aktionären Antworten auf ihre Fragen liefern. Die Hauptversammlung läuft wegen der Corona-Pandemie zwar später als geplant und auch nur online. Trotzdem dürften nicht wenige Anteilseigner erwarten, dass Källenius eine Strategie vorlegt, wie er den Konzern aus der Krise führen will.

  • Der Aufsichtsrat der Commerzbank steht vor schwierigen Personalentscheidungen. Nachdem sowohl Vorstandschef Martin Zielke als auch der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Schmittmann ihren Rücktritt angekündigt haben, müssen gleich zwei Spitzenpositionen bei dem teilverstaatlichten Frankfurter MDax-Konzern neu besetzt werden - und das möglichst rasch, denn die Bank steckt mitten in einer Diskussion über eine Verschärfung des im Herbst eingeleiteten Sparkurses.

  • Der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder des Berliner Chefarztes Fritz von Weizsäcker soll in seine Schlussphase gehen. Die Plädoyers und auch die Verkündung eines Urteils seien vorgesehen, gab das Landgericht bei der Verhandlung bekannt.

  • Im Prozess um die Gewalttat in Rot am See (Baden-Württemberg) mit sechs Toten wird das Gutachten eines Psychiaters erwartet. Laut Staatsanwaltschaft liegt bei dem 27 Jahre alten Angeklagten möglicherweise eine paranoide Schizophrenie vor.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich versorge Sie bis in den frühen Nachmittag mit Nachrichten. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de

06:19 Uhr

Ghosn hat wohl Fluchthelfern 900.000 Dollar gezahlt

Die Beweise gegen zwei mutmaßliche Helfer im Fall der spektakulären Flucht des Ex-Nissan-Chef Carlos Ghosn aus Japan verdichten sich. Wenige Wochen vor seinem Absetzen in den Libanon habe Ghosn fast 900.000 Dollar an die Firma einer der mutmaßlichen Fluchthelfer überwiesen, teilte die US-Staatsanwaltschaft mit.

Die Staatsanwälte reichten bei Gericht zwei entsprechende Belege über Transaktionen im Oktober in Höhe von 540.000 Dollar und 322.500 Dollar von einer Bank in Paris zu der Firma Promote Fox ein. Das Unternehmen ist auf Peter Taylor und seinen Bruder eingetragen.

Peter Taylor und sein Vater Michael werden im Zusammenhang mit Ghosns Flucht der Beihilfe beschuldigt und beantragten eine Freilassung aus der Untersuchungshaft auf Kaution. "Es besteht kein Fluchtrisiko und es gibt zweifellos Voraussetzungen, unter denen sie freigelassen werden können", sagten die Anwälte der Taylors mit Verweis auf steigende Coronavirus-Fälle in dem US-Gefängnis. Das Vater-Sohn-Gespann fürchtet auch eine Auslieferung an Japan.

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06:01 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht