Politik

Schulöffnungen trotz Corona Trump will Gouverneure unter "Druck" setzen

Die USA sind von der Coronavirus-Pandemie besonders stark betroffen. Doch Präsident Trump blendet die erneut steigenden Infektionszahlen in mehreren Bundesstaaten aus: Er fordert schnelle Schulöffnungen - und warnt vor politischen Ränkespielen.

Trotz weiter steigender Corona-Fallzahlen will US-Präsident Donald Trump Druck auf die US-Bundesstaaten ausüben, die Schulen nach den Sommerferien wieder zu öffnen. "Wir wollen, dass unsere Schulen im Herbst geöffnet sind", sagte Trump bei einem Runden Tisch zu dem Thema im Weißen Haus. Das sei sehr wichtig für das Land und das Wohlbefinden von Schülern und deren Eltern. "Wir werden Druck auf die Gouverneure und alle anderen ausüben, die Schulen zu öffnen."

Der Republikaner warnte davor, Schulen aus politischen Erwägungen geschlossen zu halten. Er spielte damit auf demokratische Gouverneure an, die sich in großer Zahl gegen Trumps Drängen auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität wehren.

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Trump spielte die Lage in den USA trotz einer Zunahme von Infektionen erneut herunter. "Weil wir mehr testen, haben wir mehr Fälle. Wenn wir die Hälfte der Tests machen würden, hätten wir viel weniger Fälle", sagte er. Der Präsident betonte erneut, dass die Sterblichkeitsrate in den USA "die niedrigste auf der Welt" sei. Das ist Daten der Johns-Hopkins-Universität zufolge nicht korrekt. Unter den 20 am schwersten von der Pandemie betroffenen Ländern weltweit haben demnach 13 Staaten eine niedrigere Sterblichkeitsrate pro 100 bestätigter Infektionen.

Quelle: ntv.de, bad/dpa