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Corona-Krise belastet Innovation Mehr Startups sehen Finanzierung in Gefahr

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Während Anfang des Jahres 34 Prozent angaben, die benötigten Finanzmittel sehr wahrscheinlich einsammeln zu können, waren es nach dem Lockdown nur noch 18 Prozent.

(Foto: picture alliance/dpa)

Deutsche IT- und Internet-Startups bangen um ihre Zukunft: In den kommenden zwei Jahren brauchen die Unternehmen im Schnitt 3,3 Millionen Euro Kapital. Doch durch die Corona-Krise könnten dringend benötigen Finanzierungsrunden ausfallen und potenzielle Investoren kalte Füße bekommen.

Startups brauchen einer Umfrage zufolge in den kommenden zwei Jahren im Schnitt 3,3 Millionen Euro an frischem Geld. Nach einer vom Digitalverband Bitkom veröffentlichten Erhebung haben 71 Prozent der jungen Unternehmen Kapitalbedarf. Lediglich zwei Prozent gaben an, keinen Kapitalbedarf zu haben. Der Bedarf der Startups lag 2018 bei 3,2 Millionen Euro und ist somit nur leicht gestiegen.

Durch die Corona-Pandemie sehen viele Befragte geringere Chancen für eine erfolgreiche Finanzierung. Während Anfang des Jahres 34 Prozent angaben, die benötigten Finanzmittel sehr wahrscheinlich einsammeln zu können, waren es nach dem Lockdown nur noch 18 Prozent. "Ohne erfolgreiche Finanzierungsrunden drohen Startups mit ihren hoch qualifizierten Arbeitsplätzen und innovativen Technologien und Lösungen unverschuldet zu verschwinden", warnte Bitkom-Präsident Achim Berg.

23 Prozent der befragten Startups überlegen, Deutschland wegen fehlenden Kapitals zu verlassen. Drei Viertel sind der Ansicht, dass es Startups in Deutschland helfen würde, wenn Versicherungen und Pensionsfonds einfacher in Venture Capital investieren könnten. Ein Börsengang zur Finanzierung ist nur für einige eine Option. 19 Prozent streben einen Gang aufs Parkett an. "Weltweit mangelt es nicht an Venture Capital, wohl aber in Deutschland", erklärte Berg. Angesichts der Folgen der Coronavirus-Pandemie sei es wichtig, dass der Zukunftsfonds für Startups noch in diesem Jahr komme, betonte er. Für die Umfrage hat Bitkom im Februar und März sowie im Mai und Juni 112 IT- und Internet-Startups befragt.

Quelle: ntv.de, agr/dpa