Infografik

Coronavirus-Brennpunkte im Blick Italien hofft auf die Pandemie-Trendwende

88c742f1a06bab27ba26a8a5973380a4.jpg

Menschenleere Weltstadt im Coronavirus-Ausnahmezustand: Blick durch die Säulen des Pantheon auf die verlassene Innenstadt von Rom.

(Foto: imago images/UIG)

Im Süden Europas keimt Hoffnung: Der Anstieg der Fallzahlen in Italien verliert offenbar an Dynamik. Den fünften Tag in Folge steigt die Zahl der neugemeldeten Coronavirus-Fälle kaum noch an. Gebannt blickt das Land auf die Daten.

In Italien scheint sich der Zuwachs bei den neu entdeckten Coronavirus-Fällen zu stabilisieren. Die Zahl der neu verzeichneten Todesfälle bleibt dagegen weiter hoch. Nach Angaben des italienischen Katastrophenschutzes liegt die Gesamtzahl der bisher erfassten Infektionen aktuell bei 119.827 Fällen. Experten rechnen zudem weiterhin mit einer hohen Dunkelziffer unerkannter Fälle.

Die Zahl der Menschen im Land, die sich nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert hat, stieg am Freitag im Vergleich zum Vortag um 4,0 Prozent. Das ist in etwa die gleiche Steigerungsrate wie an den Tagen zuvor. Zuletzt kamen 4585 neu gemeldete Ansteckungen hinzu.

*Datenschutz

Der Trend über die vergangenen Tage scheint die Hoffnung der Regierung zu bestätigen, dass sich das Wachstum bei den Neuinfektionen verlangsamt und die Wachstumskurve abflacht. Die Zahl der Toten erhöhte sich um weitere 766 Fälle und stieg damit ähnlich stark wie am Vortag. In Italien sind im Zusammenhang mit der Atemwegserkrankung Covid-19 bereits 14.681 Menschen gestorben.

Experten gehen davon aus, dass Italien mittlerweile das Plateau der Ansteckungswelle erreicht haben könnte. "Auch heute ist der Trend in positiver Richtung geblieben", sagte der Präsident der besonders betroffenen Region Lombardei, Attilio Fontana. "In den kommenden Tagen sollte das Absinken beginnen."

Wichtig ist vor allem, dass der Druck auf die dortigen Krankenhäuser abgenommen hat, wie der Gesundheitsbeauftragte der Region, Giulio Gallera, betonte. Politiker und Krisenmanager warnen zugleich seit Tagen, dass die Italiener trotz einer sich abzeichnenden Entspannung noch nicht auf ein baldiges Ende der Ausgangssperren hoffen sollten.

In Deutschland liegt die Gesamtzahl der insgesamt bekannten Sars-CoV-2-Infektionen bei mehr als 85.000 Fällen. Die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit der durch den Erreger ausgelösten Atemwegserkrankung Covid-19 stieg auf 1151.

Hinweis: Informationen zur Coronavirus-Lage in Deutschland finden Sie hier.

Die Lage in Europa

Europaweit sind den aktuellen Zahlen zufolge insgesamt mehr als 34.600 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben - das entspricht etwa zwei Dritteln aller Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus weltweit. Fast 510.000 Menschen haben sich bisher in Europa infiziert.

Zur Coronavirus-Lage in Spanien

Die Lage in Österreich

Die Lage in Frankreich

*Datenschutz

 

Die Lage in Großbritannien

Die Lage in der Türkei

Die Lage in den USA

Die weltweite Lage in der Übersicht

Die Volksrepublik China, wo der Erreger Sars-CoV-2 Ende 2019 in der Millionenmetropole Wuhan auf den Menschen übersprang, steht in der weltweiten Coronavirus-Pandemie längst nicht mehr im Mittelpunkt des Infektionsgeschehens. In drei Ländern der Erde sind bereits jeweils mehr Infektionsfälle erfasst worden als in China: Am schwersten betroffen von der Pandemie sind derzeit Spanien, Italien und die USA. Deutschland steht kurz davor, bei den Fallzahlen im Land das chinesische Ausmaß zu überschreiten.

Offiziellen Zahlen aus Peking zufolge gibt es unter den rund 1,4 Milliarden Chinesen seit Tagen kaum noch neu entdeckte Ansteckungen. Zuletzt war überwiegend von Infektionsfällen die Rede, bei denen die Ansteckung im Ausland erfolgte. Auch die Zahl der Todesfälle erhöhte sich zuletzt nur noch im einstelligen Bereich.

*Datenschutz

Vom Robert-Koch-Institut wird die lange Zeit am schwersten betroffene chinesische Provinz Hubei rund um Wuhan inzwischen nicht mehr als internationales Risikogebiet aufgeführt. Ein Teil der Abschottungsmaßnahmen dort konnte bereits wieder gelockert werden. Experten zufolge steht zu befürchten, dass die Pandemie in einer zweiten Welle nach China zurückkehren könnte.

Quelle: ntv.de, mmo/cwo/dpa