Panorama

Fast 22 Prozent einmal gepikst Deutsches Impftempo geht leicht zurück

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Impfzentrum in Tübingen: Bisher haben fast 7 Prozent der Bundesbürger eine zweite Impfung erhalten.

(Foto: dpa)

Knapp 18 Millionen Menschen in Deutschland sind bisher mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden - ein Anteil von fast 22 Prozent. Allerdings geht das Impftempo in den vergangenen Tagen leicht zurück: Der tägliche Durchschnitt droht unter die Halbe-Million-Marke zu sinken.

In Deutschland sind durchschnittlich 21,6 Prozent der Bevölkerung mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus dem aktuellen Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. So verabreichten alle Stellen bislang insgesamt etwa 23,7 Millionen Impfungen, wovon knapp 17,9 Millionen Erstimpfungen und weitere gut 5,7 Millionen Zweitimpfungen waren. Demnach stieg die Quote der vollständig Geimpften leicht auf 6,9 Prozent. Am Mittwoch wurden 689.042 Impfungen verteilt.

Allerdings geht das Impftempo zuletzt leicht zurück, wie eine Auswertung von ntv.de zeigt. Der Sieben-Tage-Schnitt ist - mit einer Ausnahme - seit Tagen rückläufig, aktuell steht er bei 500.193 Impfdosen täglich. Seinen Höchstwert hatte er am Dienstag vergangener Woche bei fast 533.000 Dosen erreicht. Am selben Tag war auch der bisherige Tagesrekord erreicht worden, als 771.243 Dosen verimpft wurden.

Die Quoten in den einzelnen Bundesländern unterscheiden sich leicht. Hessen hinkt mit 19,6 Prozent den anderen Bundesländern leicht hinterher, wobei in Bremen bereits fast ein Viertel aller Bürger erstgeimpft ist. Mit 8,6 Prozent hat Thüringen die höchste Quote an Menschen, die bereits zwei Impfungen haben.

Bis Mittwoch wurden 92,8 Prozent der bis vergangenen Sonntag gelieferten Impfungen gespritzt. Den größten Anteil macht das Präparat "Comirnaty" von Biontech/Pfizer mit rund 17,6 Millionen Dosen aus. Von "Vaxzevria" - dem Präparat von Astrazeneca - wurden fast 6 Millionen Dosen geliefert und weitere etwa 1,9 Millionen Dosen von Modernas "Covid-19 Vaccine".

Die Impfkampagne in Deutschland hat Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung könnte die Impfpriorisierung jedoch bereits Ende Mai aufgehoben werden.

Quelle: ntv.de, kst/dpa

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