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Suche zunächst abgebrochenDrei Menschen in Norditalien unter Lawine vermisst

14.04.2023, 01:35 Uhr
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Das Val di Rhêmes im Gebiet des Berges Tsanteleina liegt im Aostatal nahe der Grenze zu Frankreich. (Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Nardi-AGF)

Im Grenzgebiet zwischen dem französischen Savoyen und dem italienischen Aostatal verschüttet eine Lawine drei Tourengeher. Der Bergführer entkommt den Schneemassen und holt Hilfe. Die Rettung scheitert allerdings an der widrigen Witterung.

Nach einer Lawine im Grenzgebiet zwischen Frankreich und Italien werden drei Menschen vermisst. Die Schneemassen hätten am Donnerstagnachmittag am Gipfel Pointe de la Golette drei Tourengeher und ihren Bergführer erfasst, erklärte die Präfektur des französischen Départements Savoyen. Der Bergführer habe sich aus der Lawine befreit, italienische Rettungskräfte hätten sich auf die Suche nach den Verschütteten gemacht.

Aufgrund schlechter Witterung konnten demnach jedoch weder Rettungshubschrauber noch Rettungskräfte auf französischer wie italienischer Seite zum Unglücksort vordringen. Die Einsatzkräfte versuchten sich demnach dem Ort des Geschehens und den unter den Schneemassen verschütteten Menschen zunächst auf dem Landweg zu nähern - ein Hubschraubereinsatz war zu gefährlich. Die rund 3100 Meter hohe Pointe de la Golette befindet sich an der Grenze zwischen dem französischen Département Savoyen und der italienischen Region Aostatal.

Der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge befindet sich unter den drei vermissten Personen im Alter von 37, 39 und 44 Jahren auch ein erfahrener italienischer Skitourengeher. Die Rettungsarbeiten sollen Ansa zufolge am Freitagmorgen wieder aufgenommen werden.

Sechs Tote am Mont-Blanc-Massiv

Am vergangenen Sonntag waren bei einem Lawinenabgang auf dem Armancette-Gletscher am Mont-Blanc-Massiv bereits sechs Menschen gestorben. Wie die örtliche Staatsanwaltschaft mitteilte, wurden am Montag die Leichen einer 39-jährigen Frau sowie eines Mannes geborgen, der wahrscheinlich ihr Partner war. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft in Bonneville den Tod von vier Menschen bestätigt. Wie die nationale Gewerkschaft der Bergführer mitteilte, handelt es sich bei den Toten um zwei Bergführer und vier Mitglieder der Gruppe.

Eine Lawinenwarnung hatte es nicht gegeben. Laut Präfektur könnte eine Kombination aus Wärme und Wind das Unglück verursacht haben. Die Lawine erfasste eine 500 mal 1600 Meter große Fläche.

Quelle: ntv.de, mau/AFP

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