Panorama

Deutlich mehr Patienten Großbritannien steht vor dritter Welle

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Auf britischen Covid-Stationen haben die Pflegekräfte wieder mehr zu tun - wie hier im Royal Papworth Hospital in Cambridge.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Mitten in der Debatte um Lockerungen melden Großbritanniens Krankenhäuser besorgniserregende Zahlen: Mehr Patienten mit Corona werden eingeliefert, die Inzidenz verdoppelt sich in kurzer Zeit. Experten machen die Delta-Variante verantwortlich.

Die Zahl der Krankenhaus-Patienten mit Covid-19 ist in Großbritannien wieder deutlich angestiegen. Erstmals seit Mitte Mai liegt die Zahl wieder über 1000, wie die BBC berichtete. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf rund 49, nachdem sie wochenlang knapp über 20 gelegen hatte. Wissenschaftler sprechen vom Beginn einer dritten Corona-Welle, die durch die Ausbreitung der wohl sehr ansteckenden, zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante verursacht wird.

Trotz der steigenden Zahlen wird in England weiter über die für den 21. Juni angepeilte Aufhebung aller Corona-Beschränkungen gestritten. Lobby-Verbände und Vertreter der Kulturbranche machen Druck auf die Regierung, auf den Schutz der Impfkampagne zu vertrauen und weiter zu lockern. Premier Boris Johnson äußerte sich zuletzt zurückhaltend. Man müsse abschätzen, inwieweit die Impfkampagne genügend Schutz in der Bevölkerung aufgebaut habe, um den nächsten Schritt zu wagen, sagte Johnson vor dem Start des G7-Gipfels in Cornwall. Eine Entscheidung soll am 14. Juni verkündet werden.

Mittlerweile haben mehr als 54 Prozent der erwachsenen Briten einen vollständigen Impfschutz, mehr als 77 Prozent haben immerhin die erste Dosis bekommen. Allerdings gilt der Schutz der Erstimpfung bei der Delta-Variante als deutlich geringer als bei anderen Typen. Wegen der Ausbreitung der Mutation hat die Bundesregierung Großbritannien Ende Mai als Virusvariantengebiet eingestuft. Einreisen von der Insel nach Deutschland wurden damit drastisch eingeschränkt. (Hier die aktuelle Corona-Statistik der britischen Regierung).

Quelle: ntv.de, jhe/dpa

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