Panorama

RKI-Bericht zeigt Zunahme Immer mehr Urlauber bringen Virus ins Land

Infizierte Reiserückkehrer haben zunehmend Einfluss auf die Corona-Lage in Deutschland. In den vergangenen Wochen vervielfacht sich ihr Anteil an den neu gemeldeten Fällen. Bei den RKI-Zahlen liegt ein Urlaubsland einsam an der Spitze.

Trotz Urlaubssaison haben in Deutschland nach wie vor die meisten Ansteckungen mit dem Coronavirus ihren Ursprung im Inland. Das zeigen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Allerdings spielen bei der Entwicklung des Infektionsgeschehens zunehmend auch Reiserückkehrer eine relevante Rolle. Laut dem aktuellen wöchentlichen Lagebericht des RKI nahm die Zahl der aus dem Ausland importierten Infektionen in den Wochen vom 21. Juni bis zum 18. Juli deutlich zu.

"Im Zeitraum MW 25-28/2021 wurde bei 2.402 Personen (bei ca. 10 Prozent aller übermittelten Fälle) eine wahrscheinliche Exposition im Ausland gemeldet. Dies zeigt eine zunehmende Rolle reiseassoziierter Fälle am derzeitigen Infektionsgeschehen", heißt es in dem RKI-Bericht. Insgesamt seien in diesem Zeitraum 23.649 Fälle übermittelt worden, davon 11.662 aus Deutschland. Bei 9.949 Fällen liegen demnach keine Angaben zum wahrscheinlichen Infektionsland vor. Für die Meldewoche vom 31. Mai bis zum 6. Juni hatte das RKI den Anteil der Fälle aus dem Ausland an allen gemeldeten Neuinfektionen noch mit 1 Prozent angegeben.

Nach Deutschland folgt unter den Herkunftsländern der Neuinfektionen laut RKI Spanien mit 821 Fällen im oben genannten Zeitraum. Das Land wurde von der Bundesregierung erst kürzlich als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Dahinter liegen Russland (171 Fälle), die Niederlande (124 Fälle) und die Türkei (122 Fälle).

Quelle: ntv.de, mbe

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