Panorama

Ansturm auf Booster-Impfungen Johnson bestätigt ersten Omikron-Toten

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In Großbritannien liegen derzeit rund zehn Patienten mit der Omikron-Variante im Krankenhaus.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Omikron breitet sich in Großbritannien mit rasender Geschwindigkeit aus. Nun meldet das Vereinigte Königreich das erste Todesopfer im Zusammenhang mit der Virus-Variante. Premierminister Johnson reagiert mit einem Appell für Booster-Impfungen. Vor den Impfzentren bilden sich prompt lange Schlangen.

In Großbritannien hat die Omikron-Variante des Coronavirus ein erstes Todesopfer gefordert. "Omikron sorgt für Krankenhauseinlieferungen, und traurigerweise gibt es mindestens einen bestätigten Todesfall mit Omikron", sagte der britische Premierminister Boris Johnson beim Besuch eines Impfzentrums. Bisher gibt es keine Angaben dazu, ob der Patient geimpft war und ob er Vorerkrankungen hatte. Allerdings betonte Johnson, dass man sich nicht auf die Hoffnung verlasse, dass Omikron nur für milde Verläufe sorge, sondern anerkennen müsse, wie schnell sich die Mutante verbreite.

Zuvor hatte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid bekannt gegeben, dass derzeit "etwa zehn" mit der Omikron-Variante infizierte Personen in Krankenhäusern behandelt würden. Die Betroffenen seien laut der britischen Gesundheitsbehörde über das ganze Land verteilt und zwischen 18 und 85 Jahre alt, berichtete "Sky News". Die meisten von ihnen haben bereits zwei Impfdosen erhalten.

Auch Javid betonte bei dem Sender, dass sich die neue Corona-Variante mit "phänomenaler" Geschwindigkeit ausbreite, "wie wir es noch nicht erlebt haben". Die Zahl der Neuinfektionen verdoppelt sich derzeit alle zwei bis drei Tage. Die neue Virus-Variante mache inzwischen bereits rund 40 Prozent der Corona-Infektionen aus; die Zahl der Krankenhauseinweisungen steige, erklärte Johnson weiter.

Ansturm auf Impfzentren

Aus diesem Grund warb Johnson am Sonntagabend dafür, schnellstens Angebote für Booster-Impfungen in Anspruch zu nehmen. "Lasst euch jetzt boostern!", sagte er. Die britische Regierung wolle die Kampagne für die Auffrischungsimpfungen beschleunigen. "Wir sind ganz klar erneut in einem Wettrennen zwischen dem Virus und dem Impfen", sagte Gesundheitsminister Javid. Die Regierung werde "alle verfügbaren Mittel" in die Impfkampagne stecken. Ursprünglich hatte London das Ziel ausgegeben, bis Ende Januar jedem erwachsenen Briten ein Booster-Angebot zu machen, dies wurde nun um einen Monat vorgezogen. Geplant sind Impfungen rund um die Uhr.

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Nach dem eindringlichen Appell des Premiers kam es in England zu einen großen Ansturm auf die Booster-Impfungen. Vor vielen Impfzentren und Apotheken bildeten sich lange Schlangen, außerdem erlebten etliche Briten Störungen im Online-Buchungssystem des nationalen Gesundheitsdienstes NHS. Beides dürfte auch damit zu tun haben, dass seit Montagmorgen alle über 30-Jährigen sich Impftermine buchen oder sich in die Schlangen einreihen dürfen.

Zuvor war dies nur für über 40-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen möglich. Bereits vor 9 Uhr morgens hätten sich am Montag rund 110.000 Menschen einen Impftermin erklickt, hieß es aus der Downing Street. Ziel ist es, bis Ende des Jahres im Schnitt mehr als eine Million Menschen pro Tag zu "boostern". Alle Erwachsenen sollen bis dahin eine Auffrischungsimpfung bekommen können.

Quelle: ntv.de, spl/AFP/dpa/rts

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