Panorama

Gefälschte Papiere beschlagnahmt Mehrere Schleuser-Razzien in Deutschland

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Polizisten führen einen Mann in Berlin ab.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei bundesweiten Razzien stellt die Polizei mutmaßliche Schleuserbanden. Aus dem Iran und Albanien sollen diese Menschen nach Deutschland gebracht haben. Die Beamten nehmen nicht nur mehrere Verdächtige fest - sie greifen auch acht möglicherweise Geschleuste auf.

In mehreren Bundesländern sind Ermittler mit Razzien gegen mutmaßliche Schleuserbanden vorgegangen. In Berlin sind nach Angaben der Bundespolizei neun Männer verdächtig, Albaner nach Deutschland eingeschleust zu haben. Ein 38-jähriger Verdächtiger wurde verhaftet. Ebenfalls verhafteten nordrhein-westfälische Ermittler zwei mutmaßliche Schleuser bei Razzien unter anderem in Kleve und Oberhausen, wie die Staatsanwaltschaft Kleve mitteilte.

Den acht Verdächtigen wird den Angaben aus Nordrhein-Westfalen zufolge vorgeworfen, vorrangig iranische Staatsangehörige bandenmäßig auf dem Luftweg von Teheran über Istanbul nach Deutschland eingeschleust zu haben. Insgesamt durchsuchten die Ermittler 15 Wohnungen und Geschäftsräume auch in Krefeld, Gießen, Freiburg sowie durch die schwedische Polizei in Schweden. Sie beschlagnahmten Mobilfunktelefone, Datenträger und Unterlagen. In Berlin richtet sich der Verdacht den Angaben der Bundespolizei zufolge gegen neun Männer zwischen 21 und 63 Jahren.

Bei den Razzien in verschiedenen Berliner Bezirken griffen die Beamten den Angaben zufolge acht mutmaßlich geschleuste Menschen auf. Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten sie darüber hinaus "jede Menge gefälschter Ausweisdokumente", wie ein Sprecher der Berliner Bundespolizei sagte. Demnach handelte es sich vor allem um Dokumente, welche die griechische oder italienische Staatsbürgerschaft zeigen sollten. Zudem entdeckten die Einsatzkräfte 124.000 Euro Bargeld, wie es weiter hieß. Insgesamt wurden elf Orte durchsucht.

Quelle: ntv.de, agr/AFP