Panorama

Kurz setzt auf grünen Pass Osterurlaub in Österreich ist abgesagt

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Österreichs Kanzler Kurz ist derzeit auf Deutschlandreise, um ein Ende der Grenzkontrollen zwischen Bayern und Tirol zu erreichen.

(Foto: picture alliance / GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com)

Statt nach Mallorca zu Ostern in die Berge? Reiselustigen Deutschen steht eine Enttäuschung bevor: Österreichs Bundeskanzler wird die Hotels bis nach den Feiertagen geschlossen halten. Damit im Sommer wieder volle Reisefreiheit gilt, setzt Kurz seine Hoffnungen auf den "grünen Pass".

Die Feiertage rücken näher, die Zeit für die Reiseplanung wird knapp. Doch einen Osterurlaub in Österreich wird es für deutsche Touristen nicht geben. Das sagte der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz im Interview mit ntv. "Zu Ostern wird leider noch kein Urlaub möglich sein, denn auch in Österreich sind aktuell die Hotelbetriebe noch geschlossen." Allerdings machte Kurz Hoffnung auf eine Lockerung im Frühling. "Wir bereiten uns auf die Öffnung vor und freuen uns schon jetzt auf die deutschen Gäste", sagte Kurz weiter. Wann genau diese Öffnung zu erwarten ist, ließ er offen.

Damit der Tourismus wieder anlaufen könne, müsse zuerst die Grenzfrage innerhalb der EU geklärt sein. Aktuell haben einige EU-Mitgliedstaaten die Grenzen zu anderen vorübergehend geschlossen, um so vor allem eine Ausbreitung der britischen Virusmutation B.1.1.7 zu verhindern. So hat etwa Deutschland seine Grenzen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol geschlossen. Kurz, der sich derzeit auf Deutschlandreise befindet, forderte eine baldige Aufhebung der Grenzkontrollen zwischen Bayern und Tirol.

"Es war ein furchtbares Jahr"

Auf europäischer Ebene werde jetzt daran gearbeitet, dass es ab dem 1. Juni einen digitalen grünen Pass geben werde - für entweder Geimpfte oder Genesene und Getestete. Damit könne die Reisefreiheit ohne Quarantäne und Grenzkontrollen noch zur Sommersaison wiederhergestellt sein. Zugleich werde intensiv daran gearbeitet, Impfengpässe zu überwinden.

Sebastian Kurz erklärte im Gespräch mit ntv: "In der Summe bin ich optimistisch, dass wir bis zum Sommer jedem in Europa, der sich impfen lassen möchte, zumindest eine Erstimpfung anbieten können, und dann führt das dazu, dass wir im Sommer wieder in Normalität leben können."

Kurz kritisierte, dass einige Hersteller ihre Lieferverpflichtungen nicht einhalten würden. "Was für uns natürlich problematisch ist, dass sehr viel in einem Steering Board von Gesundheitsbeamten vereinbart wurde, wo es keine wirkliche Transparenz gab." Heute sei man schlauer als vor einigen Monaten. "Natürlich hätte einiges anders laufen können und auch anders laufen sollen." Ziel müsse nun sein, diese Probleme so schnell wie möglich zu lösen. Er hoffe, dass man dann zurückblickend sagen könne, es sei ein furchtbares Jahr gewesen, aber gemeinsam sei es gelungen, die Pandemie zu besiegen.

Quelle: ntv.de, mau

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