Panorama

Tempo stagniert Pfingsten bremst deutsche Impfbemühungen

Ein Schild weist den Weg zum Corona-Impfzentrum in Greifswald. Foto: Stefan Sauer/dpa/Archivbild

Seit Beginn der Corona-Impfkampagne sind in Deutschland mehr als 45 Millionen Dosen verabreicht worden.

(Foto: Stefan Sauer/dpa/Archivbild)

Während in den vergangenen Wochen immer wieder neue Rekorde beim Impfen aufgestellt wurden, stagniert das Tempo über Pfingsten. So meldet das RKI für Montag deutschlandweit lediglich rund 130.000 Erstimpfungen.

Die Zahl der Impfungen in Deutschland ist über Pfingsten deutlich eingebrochen. Am zurückliegenden Wochenende ging die Zahl der täglich verabreichten Impfdosen sogar zurück. Wie aus den aktuellen Daten aus dem offiziellen Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht, standen dabei vor allem die Zweitimpfungen im Vordergrund.

Den fünften Tag in Folge übertraf die Zahl der Komplettimpfungen die Anzahl der durchgeführten Erstimpfungen. Für Pfingstmontag verzeichnet das RKI zum Beispiel insgesamt 287.574 verabreichte Impfspritzen. Davon entfielen 158.451 Impfungen auf die sogenannten abgeschlossenen Impfserien, also Impfungen, bei denen Menschen mit einer Zweitimpfung oder einer Impfung per Einmalimpfstoff (Impfstoff Janssen) immunisiert werden konnten. Die Zahl der Erstimpfungen gibt das RKI für Pfingstmontag lediglich mit 129.123 an.

Der Feiertag hat die Zahl der Impfungen damit im Vergleich zur Vorwoche deutlich gedrückt - sieben Tage zuvor wurden mit 543.637 weitaus mehr Impfdosen verabreicht. Insgesamt sind den Angaben zufolge bisher 40,4 Prozent (33,6 Millionen) der Bevölkerung mindestens einmal und 14,3 Prozent (11,9 Millionen) vollständig geimpft.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet das Saarland mit 44,2 Prozent. Sachsen liegt mit 35,1 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück. Während das Saarland auch bei der Berücksichtigung der Zweitimpfungen beim Impftempo an der Spitze liegt, läuft die Kampagne laut RKI in Brandenburg am langsamsten.

Die Impfkampagne in Deutschland hat Ende des vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft. Ab 7. Juni soll die Impfpriorisierung in ganz Deutschland aufgehoben werden, in einigen Bundesländern auch schon etwas früher.

Quelle: ntv.de, hek/mmo/dpa

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