Panorama

534 Fälle in Deutschland RKI erklärt Südtirol zum Corona-Risikogebiet

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Über den Brenner nach Südtirol: Jedes Jahr machen sich auch viele deutsche Wintersportler auf den Weg nach Norditalien.

(Foto: imago images/Frank Sorge)

Neben anderen norditalienischen Regionen riskieren Reisende laut Robert-Koch-Institut auch in Südtirol eine Infektion mit dem Coronavirus. Das beliebte Urlaubsziel landet auf der offiziellen Risikoliste. Derweil schreitet die Verbreitung des Coronavirus in Deutschland weiter voran.

Das Robert-Koch-Institut hat Südtirol zum Risikogebiet erklärt. RKI-Präsident Lothar Wieler begründete dies mit der Anzahl der Infektionen und der Dynamik der Ausbreitung des Coronavirus in der norditalienischen Region. In Südtirol gehen die Behörden bisher von zwei Infizierten in ihrem Gebiet aus. Einer davon befinde sich schon auf dem Weg der Genesung.

Das Auswärtige Amt erweiterte die Reisehinweise für Italien entsprechend. Das Ministerium rät, von nicht erforderlichen Reisen nach Südtirol abzusehen. Im Krisenstab des Auswärtigen Amts werden die RKI-Empfehlungen regelmäßig beraten.

Südtirol ist wegen seiner Skigebiete in den Wintermonaten ein unter Deutschen beliebtes Urlaubsziel. Neben Südtirol gelten auch die italienischen Regionen Emilia-Romagna, Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien als Risikogebiete - ebenso wie Regionen in China, Südkorea und dem Iran.

 

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist in Deutschland derweil laut RKI auf 534 gestiegen. Der Erreger ist inzwischen in 15 Bundesländern nachgewiesen, die meisten registrierten Fälle seit Jahresanfang gibt es in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Baden-Württemberg und Bayern. In Sachsen-Anhalt wurde bislang keine Infektion gemeldet.

 

Laut Wieler ist der Höhepunkt der Ausbreitung des Virus in Deutschland noch nicht erreicht. "Wann der Höhepunkt erreicht ist, können wir nicht sagen. Wir wollen ihn so lange wie möglich hinauszögern", sagt Wieler. "Wir müssen alles daran setzen, dass wir die Ausbreitung des Virus verlangsamen." In Deutschland gebe es eine kontinuierliche Zunahme: "Das wird auch in den nächsten Tagen und Wochen noch so weitergehen."

Quelle: ntv.de, jog/rts/dpa

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