Panorama

"Bergen leider immer noch Tote" Schnee in Buffalo kann nicht mehr geräumt werden

389444837.jpg

In Buffalo dürfen nur noch Räumfahrzeuge und Rettungskräfte auf den verschneiten Straßen fahren.

(Foto: picture alliance/dpa/Twitter page of New York Gov. Kathy Hochul via AP)

Artikel anhören
Diese Audioversion wurde mit Sprachproben unserer Moderatoren künstlich generiert.
Wir freuen uns über Ihr Feedback zu diesem Angebot.

Der extreme Wintereinbruch in den USA über Weihnachten fordert Dutzende Todesopfer. Im dichten Schneetreiben bei zweistelligen Minusgraden drohen vor allem Fußgänger und Autofahrer die Orientierung zu verlieren. Die Behörden warnen daher bereits vor weiteren Toten.

In den USA haben die Schneemassen von Wintersturm "Elliot" in einigen Regionen Ausmaße erreicht, die das Räumen der Straßen beinahe unmöglich machen. Betroffen ist vor allem der Bezirk Erie County im äußersten Nordwesten des Bundesstaats New York, zu dem auch die Stadt Buffalo gehört. Es gebe ausreichend Räumfahrzeuge, erklärte Marc Poloncarz, der Verantwortliche des Bezirks, auf Twitter. Sie könnten den Schnee aufgrund seiner Höhe aber nicht mehr beseitigen. "Er muss auf LKW geschaufelt und dann irgendwo abgeladen werden", schreibt Poloncarz. Seinen Angaben zufolge wird es "voraussichtlich zwei Tage dauern, um in jeder Straße der Stadt eine Spur freizuräumen." Für Buffalo gilt deswegen ein Autofahrverbot.

Nicht nur Poloncarz, auch das Verkehrsministerium des Bundesstaats von New York twitterte Bilder von Schneeräumfahrzeugen und Kettenbaggern, die sich durch die vereisten Straßen der Region kämpfen, Schneemassen wegräumen und die Straßen von gestrandeten Lastwagen und Autos entfernen, die im Schneetreiben von der Fahrbahn abgekommen und im hohen Schnee stecken geblieben sind. "Elliott" hatte großen Teilen der USA am Weihnachtswochenende meterhohen Schnee, Temperaturen im zweistelligen Minusbereich und orkanartigen Wind gebracht.

"Bergen leider immer noch Tote"

Nicht immer haben die Insassen den arktischen Wintersturm unbeschadet überstanden. Durch die extreme Kälte sind in den USA in den vergangenen Tagen mindestens 50 Menschen gestorben. Allein in Erie County sind bisher 28 Menschen ums Leben gekommen, wie Poloncarz ebenfalls auf Twitter erklärte. Auch in anderen Regionen rund um die Großen Seen im Nordosten der USA und an der Grenze zu Kanada werden viele Opfer befürchtet. Vor allem dort verloren Fußgänger und Autofahrer im dichten Schneegestöber die Orientierung. Zudem waren Hunderttausende Haushalte von Stromausfällen betroffen.

Die Behörden gehen derzeit davon aus, dass mit weiteren Opfern gerechnet werden muss, die im Auto oder zu Hause unter den Schneemassen begraben und erfroren sind. "Leider bergen wir noch immer Tote", sagte der Polizeichef von Buffalo bei CNN. Nach Angaben des Senders ABC sind landesweit im Zusammenhang mit Wintersturm "Elliott" mehr als 52 Menschen gestorben. CNBC beziffert die Zahl der Todesopfer sogar mit 64.

"Historischer Schneesturm"

"Mein Herz ist bei denjenigen, die an diesem Feiertagswochenende geliebte Menschen verloren haben", schrieb Präsident Joe Biden auf Twitter. New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul sprach von einem "historischen Schneesturm". Sie hatte bereits vergangene Woche den Notstand für den Bundesstaat New York ausgerufen. Präsident Biden sicherte dem Bundesstaat Unterstützung des Bundes zu.

Die arktische Kaltfront brachte zudem die Weihnachtspläne vieler Reisender durcheinander: Von Freitag bis Sonntag wurden nach Angaben der Flugdaten-Website "FlightAware" mehr als 10.000 Flüge gestrichen. Für die kommenden Tage sagte der Wetterdienst für den mittleren Westen und den Osten des Landes mildere Temperaturen voraus.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen