Panorama

Chaos am Boden und in der Luft Schneetreiben legt sächsischen Verkehr lahm

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In Sachsen blieben am Sonntag vielerorts Autos auf verschneiten Straßen liegen.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der neuen Woche sind teilweise frühlingshafte Temperaturen möglich. Am Sonntag zeigt sich der Winter aber noch einmal von seiner unangenehmen Seite. In Sachsen, Thüringen und in Bayern verursacht starker Schneefall große Probleme.

In Sachsen hat starker Schneefall massive Probleme auf den Straßen und im Flugverkehr verursacht. Dem MDR zufolge war vor allem die Autobahn 4 betroffen. Richtung Chemnitz gab es mehrere Unfälle zwischen Wilsdruff und Frankenberg. Kilometerlange Staus waren die Folge. In der Gegenrichtung kam es zu Behinderungen, nachdem mehrere Fahrzeuge liegengeblieben waren. Auf der Autobahn 9 in Thüringen brachte starker Schneefall den Verkehr ebenfalls zum Erliegen.

Auch im sächsischen Flugverkehr verursachte der Wintereinbruch große Einschränkungen. Laut dem MDR mussten in Dresden alle Flüge gestrichen werden, die für den Nachmittag und Abend geplant waren. Ankommende Maschinen wurden nach Leipzig und Berlin-Schönefeld umgeleitet. Erzgebirge Aue musste in der 2. Fußball-Bundesliga zudem sein Heimspiel gegen den 1. FC Köln absagen, weil der Platz nicht bespielbar war. In Klingenthal fiel das Weltcup- Springen der Nordischen Kombinierer aus.

Einschränkungen gab es auch in Bayern. Laut dem Deutschen Wetterdienst fielen in den Alpen örtlich bis zu 30 Zentimeter Neuschnee, wodurch das Lawinenrisiko wieder anstieg. Der Lawinenwarndienst meldete für die gesamten bayerischen Alpen mit der Stufe drei von fünf erhebliche Gefahr. Am Münchner Flughafen wurden mehr als 100 Flüge gestrichen.

Stillstand auf dem Brenner

Bereits am Samstag hatten starke Schneefälle in Norditalien Behinderungen auf den Straßen und im Bahnverkehr ausgelöst. Die Brennerautobahn war zeitweise gesperrt. Hunderte Menschen mussten Medienberichten zufolge die Nacht auf Samstag in ihren Fahrzeugen verbringen, da ein Weiterkommen unmöglich war. Lastwagen ohne Schneeketten blieben liegen. Erst im Laufe des Sonntags konnten Bergungskräfte blockierte Autos und Lkw wieder fahrtüchtig machen.

Zum Start in die neue Woche werden die Temperaturen allerdings fast in ganz Deutschland wieder steigen. Zur Wochenmitte sind in Westdeutschland sogar zweistellige Werte möglich.

Quelle: n-tv.de, chr/dpa

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