Panorama

Obduktionsbericht steht noch aus Zwölfjähriger tot - Dämpfer für Impfkampagne?

Die Aufregung nach dem Tod eines Zwölfjährigen infolge einer Covid-Impfung ist groß. Ist das Vakzin wirklich ursächlich dafür? Liegt es an den Vorerkrankungen? Experte Dr. Specht ordnet den Tod ein und spricht über die möglichen Auswirkungen auf die Impfkampagne.

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Ein Zwölfjähriger stirbt in Cuxhaven laut vorläufigem Obduktionsbericht infolge der zweiten Covid-Impfung. Der Arzt und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht hat daraufhin vor den Folgen einer Impfung bei Minderjährigen gewarnt. Gerade bei Kindern müsse man genau hinschauen, sagte er im Interview mit ntv. Er wolle aber den endgültigen Obduktionsbericht abwarten, bevor er sich ein endgültiges Urteil bildet.

Ein Kind zu verlieren, ist immer eine Katastrophe - besonders wenn man es mit einer Impfung gegen eine schwerwiegende Erkrankung eigentlich schützen wollte. Glaubt man dem vorläufigen Obduktionsbefund, verstarb der Zwölfjährige tatsächlich aufgrund der zweiten verabreichten Covid-19-Impfung des Herstellers Biontech/Pfizer. Es hieß jedoch, dass das Kind Vorerkrankungen hatte. Laut Dr. Specht wisse man jedoch nicht, welche Vorerkrankungen das genau waren. Die wären aber wohl ursächlich dafür, dass die Eltern es überhaupt impfen ließen.

Denn ungeachtet der Debatten, die lange um Impfungen von Kindern gegen Covid-19 kreisten, hatte die Ständige Impfkommission (STIKO) von vornherein für die Impfung von 12- bis 17-Jährigen plädiert, die Vorerkrankungen haben. Erst nach vielfältigem Druck, vor allem aus der Politik, änderte die STIKO ihre Impfempfehlung dann auf alle Kinder zwischen 12 und 17 Jahren.

Impfen zeitweise wie "Bonbonlutschen"

Sollte sich nun herausstellen, dass die Impfung tatsächlich Ursache des Todes ist, müsste man daher die Corona-Impfung von Kindern in einem ganz anderen Licht betrachten. Das würde einen "Dämpfer in der ganzen Impfkampagne mit sich bringen", so Dr. Specht. Bei Kindern müsse man ganz besonders hinschauen, weil bei ihnen der Nutzen einer Impfung gegenüber den Risiken nicht so stark überwiegt, wie das bei älteren Erwachsenen der Fall ist.

Allerdings betonte er auch, dass sich zeitweise ein wenig die Einstellung verbreitet zu haben schien, dass die Impfung "sowas wie Bonbonlutschen" wäre und danach schon alles gut würde. Das wäre aber bei keiner ärztlichen Maßnahme der Fall, mahnte der Mediziner. Auch wenn Tausende Fälle sicher verliefen, schließt das nicht aus, dass einzelne Fälle mit schweren Komplikationen bis hin zum Tod von Geimpften verlaufen können. Ein Zusammenhang des Todes des Jungen mit der Impfung wäre in jedem Fall eine "alarmierende Meldung", so Specht.

Update: In der ursprünglichen Version des Artikels hieß es, das Kind sei ein Mädchen. Diese Information stellte sich später als falsch heraus. Bei dem Kind handelt es sich um einen Jungen. Wir haben den Fehler korrigiert.

Quelle: ntv.de, als

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