Politik

Zehntausende in Hamburg Anti-Kriegs-Proteste reißen nicht ab

277279636.jpg

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank spricht auf der Demonstration, zu der ein breites Bündnis aufgerufen hatte.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Ablehnung des russischen Angriffskriegs treibt massenhaft Menschen auf die Straße. Deutschlandweit kommt es auch heute zu mehreren Demonstrationen. Allein in Hamburg solidarisieren sich Zehntausende mit der Ukraine. Die Protestformen unterscheiden sich dabei teils deutlich.

In vielen deutschen Städten sind wieder zahlreiche Menschen aus Protest gegen den russischen Angriff auf die Ukraine auf die Straße gegangen. Auf mehreren Kundgebungen und Demonstrationen zeigten sie ihre Solidarität mit den Menschen in dem schwer umkämpften Land - auf ganz unterschiedliche Weise. Allein in Hamburg kamen bei einer Kundgebung laut Polizei bis zu 30.000 Menschen zusammen. An dem anschließenden Zug durch die Innenstadt zum ukrainischen Generalkonsulat beteiligten sich in der Spitze demnach 22.000 Menschen.

Darunter waren Menschen unterschiedlicher Generationen, auch Kinder und Familien. Viele hatten Ukraine- und EU-Flaggen dabei. Auf Plakaten waren Sprüche wie "Stop Putin stop war" oder "Frieden schaffen" zu lesen. Natalia Klitschko, die Frau des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko, bat auf der Rednerbühne um Unterstützung für ihr Land.

Menschenkette in München

Mit einer Menschenkette vom ukrainischen zum russischen Konsulat forderten in München laut Polizei rund 2000 Menschen ein Kriegsende. Einige Demo-Teilnehmer verlangten, dass der russische Präsident Wladimir Putin sich vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag verantworten müsse.

Unter dem Titel "Musik für den Frieden" musizierten renommierte Orchester, Chöre, Sänger und Hobby-Musiker gemeinsam in Stuttgart gegen den Krieg. Vor dem Opernhaus stimmten die Stuttgarter Philharmoniker, die Staatsoper Stuttgart, das SWR Symphonieorchester und das Stuttgarter Kammerorchester unter anderem die "Ode an die Freude" von Ludwig van Beethoven an.

Einen Schweigemarsch gab es durch Mannheim mit rund 9000 Teilnehmern, wie die Polizei mitteilte. In Düsseldorf demonstrierten rund 5000 Teilnehmer unter dem Motto "Zusammen gegen die russische Aggression". Der stellvertretende NRW-Regierungschef Joachim Stamp erinnerte bei der Demo auch an "die mutigen Russinnen und Russen, die trotz heftiger Repressionen auf die Straße gehen".

Friedensgebete in Osnabrück

In Osnabrück setzten zahlreiche Menschen mit Friedensgebeten und einer Demonstration ein Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine. Auch in vielen anderen Städten kamen etliche Menschen bei Kundgebungen, Friedensdemos und Schweigemärschen zusammen - in Erfurt waren es zum Beispiel Hunderte. Bereits in den vergangenen Tagen hatte es vielerorts Demos gegen den russischen Angriff auf die Ukraine gegeben.

Auch internationale kommt es zu Protesten gegen den Krieg. In Rom haben Zehntausende Menschen demonstriert. Die Menschen trugen eine riesige bunte Friedensfahne durch das Zentrum der italienischen Hauptstadt. Zur Kundgebung an der Piazza San Giovanni in Laterano kamen nach Angaben der Polizei geschätzt 25.000 Leute. Zeitweise seien insgesamt bis zu 40.000 unterwegs gewesen. Die Organisatoren des Netzwerkes für Frieden und Abrüstung forderten online in ihrem Aufruf eine Waffenruhe in der Ukraine. An der Friedensdemo beteiligten sich zahlreiche Verbände und Gewerkschaften.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen