Politik

Machtschau am Nationalfeiertag Chinesische Kampfjets steuern auf Taiwan zu

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Eine Formation chinesischer Kampfflugzeuge im Anflug.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Für Peking gehört die Insel Taiwan zur Volksrepublik. Am chinesischen Nationalfeiertag sendet die Großmacht deshalb ein Zeichen der Stärke. Mehr als 20 chinesische Kampfflugzeuge dringen nach Angaben Taiwans ohne Ankündigung in die Luftverteidigungszone ein. Es ist nicht die erste Machtdemonstration dieser Art.

Die chinesische Luftwaffe ist nach Angaben aus Taiwan mit 25 Kampfflugzeugen in die taiwanische Luftverteidigungszone eingedrungen. Wie das Verteidigungsministerium in Taipeh erklärte, drangen 22 Jagdflieger, zwei atomwaffenfähige Bomber und ein U-Boot-Jagdflugzeug in die Zone ein, in der sich durchquerende Flugzeuge eigentlich vorab anmelden müssen. Das Manöver am chinesischen Nationalfeiertag folgte auf Monate wachsender militärischer Spannungen in der Wasserstraße zwischen China und Taiwan.

China beansprucht Taiwan als Teil der Volksrepublik. Taiwan hatte sich 1949 am Ende eines Bürgerkriegs von China losgesagt. Peking betrachtet die demokratisch regierte Insel jedoch bis heute als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll. Taiwan fürchtet daher eine Invasion durch die Volksrepublik.

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In den vergangenen Jahren hatte China den wirtschaftlichen, militärischen und diplomatischen Druck auf Taiwan massiv erhöht. In den vergangenen Monaten waren mehrfach chinesische Kampfflugzeuge in Taiwans Luftraum eingedrungen.

Erst am Montag empörte sich China über die Fahrt eines britischen Kampfschiffs durch die Meerenge, die Taiwan vom Festland trennt. Großbritannien hatte sich zuletzt zu einer Sicherheitsallianz im Indopazifik mit den USA und Australien zusammengeschlossen, was als ein deutliches Signal an China gilt. Die US-Marine fährt in der Straße von Taiwan regelmäßig Übungen und provoziert damit wütende Reaktionen aus Peking, das die umliegenden Gewässer - sowie fast das gesamte Südchinesische Meer - für sich beansprucht.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP

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