Politik

Schiff kreuzt im Indopazifik China will deutsche Fregatte nicht empfangen

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Anfang August war die "Bayern" von Wilhelmshaven zu ihrer Reise aufgebrochen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit der Entsendung der Fregatte "Bayern" will Deutschland ein Zeichen im Konflikt um das Südchinesische Meer setzen. Um Peking mit der Aktion nicht zu vergraulen, ist ein Halt des Kriegsschiffes in Shanghai geplant. Doch nach langer Überlegung lehnt die Volksrepublik einen Besuch ab.

Ein von der Bundesregierung geplanter Besuch der Fregatte "Bayern" in China ist am Widerspruch aus Peking gescheitert. "China hat nach einer gewissen Bedenkzeit entschieden, dass es keinen Hafenbesuch der deutschen Fregatte 'Bayern' wünscht und das haben wir zur Kenntnis genommen", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin.

Die Fregatte mit 232 Soldatinnen und Soldaten an Bord war am 2. August von Wilhelmshaven aus in den Indopazifik aufgebrochen. Die Bundesregierung hatte bereits im April angekündigt, das sicherheitspolitische Engagement in Asien zu verstärken und sich dazu vor allem mit Japan enger abstimmen zu wollen. Allerdings sollten die vom Verteidigungsministerium erklärten Ziele - "eine regelbasierte Ordnung, freie Seewege, Multilateralismus" - mit einer freundlichen Geste in Richtung China verknüpft werden.

Im Südchinesischen Meer gibt es einen Gebietskonflikt zwischen China und anderen Anrainerstaaten. Peking beansprucht 80 Prozent des rohstoffreichen Meeres, durch das wichtige Schifffahrtsstraßen führen. Auch Vietnam, die Philippinen, Taiwan, Brunei und Malaysia erheben Gebietsansprüche. Der internationale Schiedsgerichtshof in Den Haag wies 2016 die Ansprüche Chinas zurück. Peking ignoriert das Urteil.

Die 1996 in Dienst gestellte "Bayern" gehört mit einer Länge von 139 Metern zur Brandenburg-Klasse. Deutschland besitzt vier Kriegsschiffe dieser Art, die alle in den 90er-Jahren in Dienst gestellt wurden. Sie gehören zu den älteren Fregatten der Marine und dienen vor allem der U-Boot-Jagd.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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