Politik

Regional 29, bundesweit 49 Euro Giffey regt zweistufige Nachfolge für 9-Euro-Ticket an

Ein mobiles, für Juni gültiges 9-Euro-Ticket.

29 Euro, 49 Euro, 69 Euro - noch ist unklar, wie teuer und welcher genauen Gestalt der Nachfolger des 9-Euro-Tickets werden soll.

(Foto: Marijan Murat/dpa/Illustration)

Berlins Regierende Bürgermeisterin Giffey will ab Oktober einen eigenen Nachfolger für das 9-Euro-Ticket organisieren - und hat Ideen für die bundesweite Umsetzung des Koalitionsbeschlusses. Beim Koalitionspartner soll die Obergrenze ein wenig höher liegen. Der Fahrgastverband Pro Bahn will weitere Stufen.

Nach Aussage von Berlins Regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey nimmt ein zeitlich begrenztes regionales Nachfolgeangebot für das 9-Euro-Ticket für die Hauptstadt Formen an. "Wir arbeiten an einer guten Überbrückungslösung in Berlin von Oktober bis Dezember 2022, bis das bundesweite Ticket kommt", twitterte die SPD-Landesvorsitzende.

Das 9-Euro-Ticket gab es drei Monate lang bis Ende August. Die Ampel-Koalition im Bund hat sich im Rahmen des dritten Entlastungspakets auf einen Nachfolger verständigt. Das bundesweit gültige Nahverkehrsticket soll es für einen Preis von 49 bis 69 Euro pro Monat geben.

Giffey sprach sich für zwei Ticketvarianten aus: "Für eine gute Anschlusslösung zum 9-Euro-Ticket sollte es ein zweistufiges Ticketsystem geben: 29 Euro für ein regionales Angebot im jeweiligen Bundesland und 49 Euro für ein bundesweites Ticket."

Pro Bahn fordert günstiges Sozialticket

Mehr zum Thema

Berlins Verkehrssenatorin Bettina Jarasch plädierte am Montag ebenfalls dafür, beim Nachfolger des 9-Euro-Tickets zweigleisig zu fahren. "Ein 69-Euro-Ticket allein würde für Berlin wenig bringen, denn viele Abos liegen hier bereits günstiger", sagte die Grünen-Politikerin. "Ich finde ein gestuftes System gut, wie es die Grünen im Bund bereits angeregt hatten: also ein regionales Ticket für 29 Euro im VBB-Gebiet - und zusätzlich ein bundesweites 69-Euro-Ticket."

Eine mehrstufige Variante des Nahverkehrstickets goutiert auch der Fahrgastverband Pro Bahn. Der Verband ist für drei bis vier Preisstufen - etwa in Stadt- oder Kreisticket für 29 Euro, ein Regionsticket für 39 Euro, ein Ticket für ein oder mehrere Bundesländer für 49 Euro und ein bundesweit gültiges 69-Euro-Ticket, sagte Pro-Bahn-Sprecher Karl-Peter Naumann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Zusätzlich müsse es für Einkommensschwache aus dem Sozialetat finanzierte Tickets geben, deren Preisniveau sehr deutlich darunter liege, betonte Naumann. "Bei einkommensschwachen Familien muss es auch ein Familienticket geben."

Quelle: jog/dpa

Regionales
ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen