Politik

Seoul zündet Unterwasserrakete Kims Schwester sendet Drohung an Südkorea

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Südkorea zündete seine ballistische Testrakete von einem U-Boot aus.

(Foto: picture alliance/dpa/South Korea Defense Ministry/AP)

Innerhalb weniger Stunden zünden Süd- und Nordkorea mehrere Raketen. Für die Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim sind die Tests eine "normale Aktion zur Selbstverteidigung". Südkoreas Präsident Moon warnt sie vor einer "Zerstörung" der diplomatischen Beziehungen.

Nordkorea hat nach Kritik des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In am jüngsten nordkoreanischen Raketentest vor einem vollständigen Kollaps der bilateralen Beziehungen gewarnt. Die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Kim Yo Jong, warf Moon vor, im Zusammenhang mit dem Test unbedacht das Wort "Provokation" benutzt zu haben, das von Journalisten benutzt worden sei.

Falls sich Moon den Verleumdungen "der anderen Partei anschließt, wird das unvermeidlich in Gegenaktionen münden, die dann sicherlich zur kompletten Zerstörung der Beziehungen führen wird", wurde Kim von den Staatsmedien zitiert. Kim ließ jedoch Raum für Verbesserungen im Verhältnis beider Staaten. Das sei nicht das, was sich Nordkorea erhofft habe, sagte sie in Anspielung auf Moons Worte. Die hochrangige Parteifunktionärin bezeichnete den Raketentest ihres Landes als "normale Aktion zur Selbstverteidigung".

Nordkorea hatte heute nach Angaben des südkoreanischen Militärs zwei ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung offenes Meer abgefeuert. UN-Resolutionen verbieten der selbst erklärten Atommacht Nordkorea jegliche Tests von ballistischen Raketen, die je nach Bauart einen Atomsprengkopf tragen können.

Wenige Stunden später teilte Südkorea mit, selber erfolgreich eine eigenständig entwickelte ballistische Testrakete von einem U-Boot aus gestartet zu haben. Südkoreas verbesserte Raketentechnik könne als Abschreckung gegen nordkoreanische Provokationen dienen, sagte Moon laut eines Sprechers vor Mitarbeitern eines Raketentestzentrums im Westen des Landes. Zwischen beiden Ländern herrscht derzeit nach neuen Spannungen wieder Funkstille.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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