Politik

"Eine schwere Niederlage" Maaßen verpasst Einzug in den Bundestag

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Hans-Georg Maaßen wird wohl nicht in den Bundestag einziehen.

(Foto: dpa)

Der umstrittene CDU-Politiker Maaßen wird nicht als Abgeordneter im Bundestag sitzen. Der Ex-Verfassungsschutzpräsident räumt ein, dass er uneinholbar hinter dem ehemaligen Biathlon-Olympiasieger und SPD-Kandidaten Ullrich liegt. Das Zwischenergebnis sorgt sogar bei der Thüringer CDU für Freude.

Ex-Bundesverfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen (CDU) hat seine Niederlage bei der Wahl um das Bundestags-Direktmandat im Südthüringer Wahlkreis 196 eingestanden. Ein "Zeit"-Journalist zitiert ihn mit den Worten: "Es ist eine schwere Niederlage." Maaßen lag nach Auszählung aller Stimmen hinter dem SPD-Kandidaten und Biathlon-Olympiasieger Frank Ullrich. Ullrich kam nach Auszählung von insgesamt 418 Wahlbezirken auf 33,6 Prozent der Stimmen. Maaßen lieferte sich zu lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Kandidaten der AfD, Jürgen Treutler: Maaßen kam auf 22,3 Prozent, Treutler auf 21,4 Prozent.

Der 58-jährige Maaßen, der vor allem wegen seiner Positionen zur Migrationspolitik als Rechtsaußen in der CDU gilt und in den eigenen Reihen umstritten ist, wollte per Direktmandat in den Bundestag einziehen. Um das zu verhindern, hatten die Grünen ihre Wähler dazu aufgerufen, ihre Stimmen an den SPD-Kandidaten zu geben.

Maaßen selbst war von 2012 bis 2018 Chef des Verfassungsschutzes. Dann versetzte ihn Bundesinnenminister Horst Seehofer nach öffentlicher Kontroverse in den einstweiligen Ruhestand. Unter anderem hatte Maaßen vor internationalem Geheimdienstpublikum laut Manuskript von teilweise "linksradikalen Kräften in der SPD" gesprochen.

Das Zwischenergebnis sorgte bei der Thüringer CDU sogar für Freude. Der Oberbürgermeister von Altenburg, Andre Neumann, twitterte zum Zwischenstand: "Dass Hans-Georg Maaßen wahrscheinlich nicht in den Bundestag einzieht, sondern der SPD-Kandidat, freut mich außerordentlich!"

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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