Politik

RTL/ntv-Trendbarometer Mehrheit will Steuersenkungen für Gas und Strom

Die Inflation nähert sich im August der 8-Prozent-Marke, stark getrieben durch die steigenden Preise für Strom, Gas und Treibstoff. Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland wünscht sich Entlastung, indem Steuern auf Gas und Strom gesenkt werden.

Der von der Ampel-Koalition im Juni eingeführte sogenannte Tankrabatt läuft Ende August aus. Eine große Mehrheit von 71 Prozent der Bundesbürger spricht sich im RTL/ntv-Trendbarometer dafür aus, nach dem Ende des Tankrabatts die Steuern für Benzin und Diesel zu senken. 25 Prozent lehnen das ab. Eine solche Senkung wird von einer Mehrheit in Ost und West sowie in allen politischen Lagern mehrheitlich befürwortet - nur die Anhänger der Grünen sind in dieser Frage gespalten.

36 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, dass wegen der weiter steigenden Gas- und Strompreise die Bürger durch weitere Beihilfen entlastet werden sollten, die an die einzelnen Bürger ausgezahlt werden. Eine Mehrheit von 60 Prozent ist hingegen der Meinung, dass eine generelle Entlastung der Bürger durch Steuersenkungen für Gas und Strom erfolgen solle.

Nur ein knappes Viertel unterstützt die Gasumlage

Manche Unternehmen, denen die Einnahmen aus der von der Regierung geplanten Gasumlage im Prinzip zustehen, haben offenbar keine finanziellen Schwierigkeiten, sondern erwirtschaften in der Energiekrise hohe Gewinne. Eine große Mehrheit von 87 Prozent der Bundesbürger ist der Meinung, dass solche Unternehmen keine Zahlungen aus der Gasumlage erhalten sollten. Lediglich 8 Prozent finden, auch diese Unternehmen sollten die Einnahmen aus der Gasumlage erhalten.

Eine große Mehrheit von 67 Prozent der Bundesbürger - quer durch alle politischen Lager - ist allerdings generell der Meinung, dass die geplante Gasumlage zurückgenommen und den Unternehmen, die wegen der ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland in Schwierigkeiten geraten sind, anderweitig geholfen werden sollte, etwa durch eine direkte Beteiligung des Staates. 23 Prozent der Befragten sehen das anders.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland am 26. und 29. August 2022 erhoben. Datenbasis: 1011 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa hier

Forsa-Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland

Quelle: ntv.de, fni

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